Warum bald Krieg?

Laut einer am 16.10.2018 veröffentlichten Studie der Military Times Nach einer Umfrage der Military Times glauben 46 % der US-Soldaten, dass die USA im nächsten Jahr in einen großen Krieg mit China oder Russland gezogen werden. Bei einer ähnlichen Umfrage vor einem Jahr waren es nur 5 %. Warum und inwieweit ist diese Meinungsänderung berechtigt und wieweit betrifft das Deutschland?

Mögliche ökologische Hintergründe

Klimawandel und Treibhausgasemissionen

Am 8.10. 2018 ging eine dringende Warnung des Weltklimarates durch die Medien. Zitat aus https://www.tagesschau.de/wirtschaft/klimarat-ipcc-101.html :

Die Risiken der Erderwärmung lassen sich nach Ansicht des Weltklimarats IPCC durch die Begrenzung auf 1,5 Grad einigermaßen einschränken. …Die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, erfordert rasche, weitreichende und beispiellose Veränderungen in sämtlichen Bereichen der Gesellschaft.

weather.com/de-DE/wissen/klima/news/2018-10-08-15-grad-erwaermung-weltklimarat-schlagt-alarm:

Der globale Ausstoß etwa von Kohlendioxid (CO2) müsste nach dem IPCC-Bericht für das 1,5-Grad-Ziel von 2010 bis 2030 um 45 Prozent fallen und im Jahr 2050 Null erreichen.

Die folgenden Grafik zeigt die Entwicklung der  Treibhausgasemissionen Deutschlands seit 1990. Dabei ist zu berücksichtigen, dass anfangs die veralteten Anlagen der DDR noch in Betrieb waren. Seit etwa 2010 fallen die deutschen Emissionen kaum noch und seit 2015 sind sie so gut wie gleichbleibend.

Entwicklung der Treibhausgasemissionen Deutschlands seit 1990. Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/daten/klima/treibhausgas-emissionen-in-deutschland#textpart-1

Die deutsche Energiewende wird zwangsläufig scheitern, wie ich u.a. in Einige Fakten zu Energiewende und Klimaschutz zu zeigen versucht habe.  Die Politik Deutschlands läuft heute faktisch in einer Vielzahl von Bereichen auf eine mutwillige Steigerung der  Treibhausgasemissionen und der Verschwendung von Ressourcen hinaus.  Die millionenfache Zuwanderung und Aufnahme von Menschen aus Ländern mit geringerem Ressourcenverbrauch und geringeren Treibhausgasemissionen ist nur ein Beispiel von vielen, das zeigt, dass der Klimaschutz von den etablierten Parteien der BRD nicht ernst genommen wird.

Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Treibhausgasemissionen der USA.

Entwicklung der Treibhausgasemissionen der USA seit 1990. Quelle: https://www.epa.gov/ghgemissions/sources-greenhouse-gas-emissions. Bei den obigen Grafiken ist zu bedenken, dass die USA in sehr viel höherem Maße als Deutschland selbst Energie produzieren. Die Energieproduktion selbst führt aber zu immer stärker zunehmenden Treibhausgasemissionen, weil die Produktion energieaufwendiger und schwieriger wird. Siehe dazu auch meinen Artikel Erschöpfung: Das Schicksal des Ölzeitalters. Weil Deutschland seine fossilen Energieträger weitgehend und wegen des Kohleausstiegs auch zunehmend aus dem Ausland importiert, müsste man die Treibhausgasemissionen Deutschlands nach oben korrigieren. Das heißt, man  müsste auch die Treibhausgasemissionen als “deutsche Treibhausgasemissionen” bezeichnen und berücksichtigen, die durch deutsche Importe und als Folge der deutschen Politik und Wirtschaft global entstehen. Wenn man das tun würde, würde man sehen, dass Deutschlands Treibhausgasemissionen weiter steigen.

Die Entwicklung der fossilen Energiequellen

Die folgende Grafik aus dem Buch  Energy and the Wealth of Nations, 2. Auflg., von Charles Hall und Kent Klitgaard gibt eine Idee von der Verfügbarkeit der wertvollsten fossilen Energieform, dem Erdöl.

Bild 7.13, Seite 179, aus “Energy and the Wealth of Nations”, 2. Auflg., von Charles Hall und Kent Klitgaard.
Prinzipielle Sicht der Relation des Wirtschaftlichen Konzeptes von Hall und Klitgaard und der Hubbert Kurve für den gesamten Ölverbrauch. Die meisten wirtschaftswissenschaftlichen Konzepte wurden während einer Periode steigender Energienutzung entwickelt. Sie könnten in der aktuellen Zeit des Peak Oil (schwankender Energieverbrauch im Bereich des Maximums der Kurve) Probleme mit der Erklärung der wirtschaftlichen Ereignisse haben. Wie werden sie sich in der Zeit zurückgehender Energieverfügbarkeit bewähren?

In Der aufziehende Sturm am Ölhimmel habe ich auf das Modell und die Berechnungen des in der Schweiz arbeitenden deutschen Physikers Dr. Michael Dittmar hingewiesen. Die Grafiken und Berechnungen von Dr. Dittmar zeigen, dass die Erwartungen bezüglich der künftigen Energieversorgung fast überall auf der Welt bitter enttäuscht werden. Die Grafiken in Der aufziehende Sturm am Ölhimmel zeigen gut die zu erwartenden Probleme Europas und auch Chinas und anderer Staaten.

Ein Zitat aus William Cattons Buch Overshoot

Ich übersetze hier etwas aus William R. Cattons’ schon 1982 erschienenen, leider nicht ins Deutsche übersetzen Buches Overshoot – The Ecological Basis of Revolutionary Change (dt. Überschießen: Die ökologische Basis Revolutionärer Veränderungen). Dieses Buch hätte spätestens seit 1990 in Politikerkreisen mehr Beachtung finden müssen. 1 In Teil 3, Siege and the Avoidance of Truth (dt.: Belagerung und die Vermeidung der Wahrheit) Kapitel 5, The End of Exuberance (dt.: Das Ende des Überflusses), ab Seite 77 schrieb Catton

Die Umstände verstehen
Solange wir nicht lernen, die unideologischen Ursachen des Zeitalters des Überflusses und dessen Endes zu sehen, können wir unsere veränderte Zukunft nicht verstehen. Für den Überfluss und die Freiheit gab es ökologischen Voraussetzungen. Diese Voraussetzungen sind nicht mehr gegeben. Ohne sie können ihre sozialen Vorteile unmöglich erhalten werden, zumindest nicht in dem Ausmaß, das zu erwarten wir uns angewöhnt haben.

Der Rest der Welt kann nicht länger erwarten, einen so hohen Lebensstandard zu erreichen wie ihn so viele in Amerika inzwischen gewohnt sind. Selbst da, wo ein hoher Grad Wohlstand erreicht wurde, ist dieser in Gefahr. Soweit demokratische und politische Strukturen durch die überschüssige Tragfähigkeit der Neuen Welt genährt wurden,  bedroht die zunehmende Abhängigkeit der Menschheit vom Abbau endlicher Ressourcen und eine damit kommende Zeit des Tragfähigkeitsdefizits die Freiheit. (Anmerk. Übers: William Catton bezieht sich hier auf das Essay Earth Hunger and the Philosophie of Landgrabbging von William G. Sumner, auf das er später zurückkommt, und von dem ich die für die heutige Zeit wesentlichsten Teile in meinen Blogbeitrag Landhunger übersetzt habe. Es empfiehlt sich sehr, dieses zum Verstehen der Geschichte und Zukunft  der politischen Entwicklungen essentielle Essay aus dem Jahre 1896 zu lesen und zu verstehen.)

Die konventionelle, vorökologische Interpretation der Geschichte, neigt dazu, die Natur unserer Zwangslage zu verschleiern. Lassen Sie uns aus dem mehr offenbarenden Blickwinkel, der in den ersten vier Kapiteln dieses Buches (Overshoot) entwickelt wurde, nun die Entstehung des großartigen amerikanischen Traumes untersuchen, seine ökologische Basis feststellen und dann anfangen, die Konsequenzen zu ermitteln, die aus dem Verschwinden der ökologischen Basis folgen.

Im selben Kapitel, ab Seite 85, im Abschnitt Archieving Chaos (dt. Chaos erzielen), geht Catton auf die Charter der Vereinten Nationen ein und erklärt, dass und warum diese an sich gut gemeinte Idee sich als Vorspiel zu globaler Anomie , also globaler Gesetzlosigkeit , erweisen wird.

Die Chinesen denken auch langfristig

Meinen Blog www.freizahn. de habe ich mit mit einem Artikel über den ehemaligen Kongressabgeordneten Roscoe Bartlett begonnen: Der Abgeordnete der vom Netz ging.  Roscoe Bartlett war als Abgeordneter auch in China. In einer Rede erwähnt er dazu, dass die Chinesen, anders als die Amerikaner, 100 Jahre vorausplanen und denken. Wie Bartlett an anderer Stelle auch erwähnt hat, rüsten die Chinesen auch militärisch auf, um ihre künftige Energieversorgung zu sichern.

Auf die Initiative desselben Roscoe Bartlett geht auch die EMP-Kommission des Kongresses und damit auch deren Bericht zurück.

Aus Chinas Sicht die Punkte verbinden

Nehmen wir an, dass die chinesische Regierung die Warnungen des Weltklimarates ernst nimmt. Der Artikel Klimawandel:Die Erderwärmung? Hat’s doch schon immer gegeben! vom 20.10.2018, von Otto Wöhrbach, auf der Internetseite der ZEIT zeigt, dass diese Annahme durchaus vernünftig und realistisch ist.

 Nehmen wir auch an, dass die chinesische Regierung die “Erfolge” der deutschen Klimaschutzpolitik und die allen Klimaschutzzielen entgegenwirkende deutsche und europäische Asyl- und Zuwanderungspolitik ebenso kennt und beobachtet hat, wie die den Klimaschutzzielen ebenso entgegenwirkende Steigerung der Komplexitätskosten durch die deutsche und europäische Politik.

Nehmen wir weiter an, dass die Chinesische Regierung sich umfassend mit dem Themen Peak Oil, Peak Coal usw. befasst hat und die verschiedenen englischsprachigen Artikel, Bücher und Webseiten zum Thema Energie kennt, auf die ich im Laufe der Zeit auf www.freizahn.de hingewiesen habe. Interessant und sicher auch den Chinesen bekannt, sind hier vor allem die in Der aufziehende Sturm am Ölhimmel gezeigten Grafiken aus der englischsprachigen Arbeit von Dr. Michael Dittmar.

Nehmen wir auch an, dass die Chinesen wissen, wie verwundbar und mangelhaft auf Katastrophen vorbereitet die Gesellschaft und die Nahrungsmittelversorgung in Deutschland und in anderen westlichen Industrieländern ist. Auf www.freizahn.de siehe dazu z.B.  Gedanken zum Film Bauer unser und Weitere Literatur zum Thema EMP.  Vor allem die Romane One Second After: Die Welt ohne Strom, von William R. Forstchen und SS18: The Satan Legacy von Patrick Lowrie sind sehr inspirierend. Roscoe Bartlett hatte diese beiden  Romane bei einer sicherheitspolitischen Diskussion der Heritage Foundation sehr empfohlen, obwohl er sonst keine Romane lese. Beide Romane sind keineswegs zufällig etwa ein Jahr nach dem Bericht der EMP-Komission erschienen. Die Autoren beider Romane haben die Berichte der EMP-Kommission ausgewertet und darauf ihre Romane aufgebaut.  Sie zeigen beide in Romanform die Folgen eines EMP-Angriffs auf die USA. In den Romanen erfolgen die Angriffe mit Mittelstreckenraketen von Handelsschiffen aus. Die erzielte Reduzierung der Treibhausgasemissionen der USA wird dabei nicht ausdrücklich erwähnt, aber die Folgen der Angriffe lassen den Schluss zu, dass die klimaschädlichen Emissionen und der Ressourcenverbrauch einer so getroffenen Industriegesellschaft auf einen kleinen Bruchteil schrumpfen wird.

Ein EMP-Angriff auf Nordamerika und Europa wäre aber nur eine von mehreren Möglichkeiten, um die Treibhausgasemissionen und den Verbrauch von fossilen Energieträgern und anderen Ressourcen durch die betroffenen Staaten schnell und effizient sehr drastisch zu senken.

Insgesamt dürfte die Herbeiführung eines völligen Zusammenbruchs der Wirtschaft und damit auch der Nahrungsmittelversorgung und der Bevölkerungen der westlichen Industriestaaten aus chinesischer Sicht, mit Blick auf den Klimawandel und die noch verbleibenden Ressourcen dieser Erde alternativlos sein – zumindest wenn und solange sich der Zusammenbruch leicht und ausreichend folgenlos für die eigene Bevölkerung realisieren lässt.

Während Deutschland und andere EU-Staaten nicht nur völlig unvorbereitet, ahnungslos und wehrlos sind,  scheint man in den USA eine Menge sehr beunruhigende Informationen zu haben, die sich schließlich auch auf die Einschätzung der Kriegsgefahr durch die Soldaten auswirken.

Hier die Artikel und Links, die ich zu der Umfrage der Military Times finden konnte:

Die Kündigung des INF-Vertrages

Der inzwischen von Donald Trump angekündigte Ausstieg der USA aus dem INF-Vertrag ergänzt das Bild. Mit dem von Gorbatschov und Reagan unterzeichneten INF-Vertrag hatten die USA und die UdSSR auf Atomraketen mit 500 bis 5500 km Reichweite verzichtet.  Meine Überlegung dazu war und ist, dass die  entsprechenden Raketentypen in einem realen Krieg mit China für die USA, aber auch für Russland sehr nützlich sein werden. Am 22.10.2018 erschien der Webseite von The National Interest der Artikel  Why America Leaving the INF Treaty is China’s New Nightmare von Natan Levine. Er erklärt, dass und warum die USA die vom INF-Vertrag verbotenen Mittelstreckenraketen benötigen. Mit solchen Mittelstreckenraketen, die z.B. in Japan und anderen Staaten in der Nähe Chinas stationiert werden können,  können die Verluste und Risiken der amerikanischen Streitkräfte in einem Krieg mit China erheblich reduziert werden.  Das Argument, dass die Amerikaner schon jetzt genug seegestützte Waffensysteme hätten und daher solche Mittelstreckenraketen nicht bräuchten zieht nicht. China könnte und würde die sehr teuren Flottenverbände mit Mittelstreckenraketen angreifen und gefährden. Die Amerikaner möchten ihre Flottenverbände aus verständlichen Gründen schonen. Mit landgestützten, in verschiedenen ostasiatischen Staaten stationierten Mittelstreckenraketen könnten die Amerikaner die Chinesen sehr viel kostengünstiger und personalschonender in Schach halten. Der Artikel erklärt auch, dass und warum amerikanische Mittelstreckenraketen in Ostasien das Risiko einer nuklearen Eskalation reduzieren und daher stabilisierend wirken werden.

Die Umbenennung des US-Pazifikkommandos

Am 19.06.2018 erschien auf The Nation der Artikel The United States Is Pushing Toward War With China – The decision to change the name of US forces in the Pacific is more than symbolic—it’s a threat von Michael T. Klare. Der amerikanische Verteidigungsminister James Mattis hat demnach am 30. Mai 2018 das Flottenkommando US Pacific Command (PACOM) in Indo-Pacific Command (INDOPACOM) umbenennen lassen. Ziel und Ausdruck dieses, auf den ersten Blick nur symbolischen und formalen Aktes ist, dass die amerikafreundlichen Staaten im Bereich des  Pazifik und des Indischen Ozeans in eine gemeinsame Strategie gegen China und dessen “One Belt, One Road Strategie” eingebunden werden. Insbesondere geht es darum, das mit China verfeindete Indien mehr an die USA zu binden und in deren gegen die Expansion Chinas gerichtete Allianz ein zu binden.

Könnte man das Kriegsrisiko reduzieren?

Je mehr ich darüber nachdenke, je weniger glaube ich, dass man das Kriegsrisiko noch senken kann. Man kann den großen Krieg vielleicht etwas verschieben und man kann sehr sicher die Schäden und Verluste und negativen Folgen reduzieren. Ich bin mir aber inzwischen sehr sicher, dass man in Deutschland eher nichts von dem tun wird, was zu tun nötig wäre.

Soweit das Ziel eines großen Krieges die schelle und nachhaltige Reduzierung der Treibhausgasemissionen der Kriegsgegner ist, um die Klimaerwärmung zu stoppen bzw. um die ohne Klimaerwärmung möglichen Treibhausgasemissionen der eigenen Seite zu steigern, sehe ich schon eine brauchbare Strategie zur Reduzierung des Kriegsrisikos:

Die Bedeutung der Treibhausgasemissionen herunterspielen

Man kann überzeugend zeigen, dass die Wirkung der Treibhausgasemissionen maßlos überbewertet wird – womit ein Krieg zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen der Gegenseite an Sinn und Dringlichkeit verliert.

Gleichzeitig kann und sollte man überzeugend zeigen, dass und wie die Klimaerwärmung durch eine Regeneration und Optimierung der lokalen Wasserkreisläufe sehr wirksam aufgehalten werden kann. Dabei wäre auch zu zeigen, dass diese Herangehensweise zugleich auch zu einer massiven Kohlenstoffsequestrierung führt, mit der auf längere Sicht auch die Treibhausgaskonzentration der Atmosphäre gesenkt wird. Ebenfalls wäre zu zeigen, dass damit auch die Ausbreitung von Wüsten verhindert und oft auch rückgängig gemacht werden kann, so dass man damit “neuen Lebensraum” schaffen und globale Spannungen abbauen kann.

Ein Krieg zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen der Gegenseite würde die Möglichkeiten zu Realisierung einer wirksamen Bekämpfung der Klimaerwärmung per Restauration der lokalen Wasserkreisläufe stark reduzieren.

Die Restauration der lokalen Wasserkreisläufe ist besser

Wie der australische Mikrobiologe und Klimatologe Walter Jehne in seinem Vortrag The Soil Carbon Sponge, Climate Solutions and Healthy Water Cycles  ( youtu.be/123y7jDdbfY ) erklärt hat, wirkt sich die Zunahme des Treibhausgas  CO2 zwar schon aus, ABER, die Wirkung ist vergleichsweise sehr gering. Die Wärmedynamik des Planeten wird zu 95 % von Wasser getrieben. CO2 macht insgesamt nur 4 % aus, und davon macht die vom Menschen verursachte CO2-Emission wiederum nur einen kleinen Teil aus. Ein Problem mit Versuchen, das Klima über eine Reduzierung der CO2-Emissionen zu beeinflussen ist, dass in den Ozeanen ca. 38.000 Gigatonnen Kohlenstoffe gelöst sind. Die jährliche CO2-Emission der Menschheit beträgt aber nur ca. 4 Gigatonnen. Wenn man diese relativ kleine  Menge reduziert, werden die Ozeane als Verzögerungspuffer wirken, so dass sich die Reduzierung der CO2-Emissionen lange Zeit kaum auswirkt.

Wenn man die Klimaerwärmung wirklich erfolgreich stoppen oder umkehren will, muss man das über den Wasserhaushalt tun. In Tschechien gibt es eine Gruppe um den Wasserbauingenieur  Michal Kravcik, die das Problem sehr gut erklären und überzeugende Lösungsvorschläge ausgearbeitet und erprobt haben. Literatur und Webinare dazu gibt es auf der Internetseite www.rainforclimate.com.

Das Prinzip ist, dass man das vom Meer kommende Niederschlagswasser NICHT wie heute meist üblich, schnellstmöglich zurück ins Meer fließen lässt, sondern lokal speichert und über per Verdunstung lokal wieder in die Atmosphäre abgibt. Bei der Verdunstung wird die Verdampfungswärme aufgenommen. Der Wasserdampf steigt dann in die Höhe. In mehr oder weniger großer Höhe kondensiert der Wasserdampf wieder und gibt die Verdampfungswärme dabei ab. Die Verdampfungswärme wird dann zurück ins Weltall abgestrahlt. Das in der Höhe zu Wolken kondensierte Wasser bildet zusätzlich eine Sonnenstrahlung abhaltende und damit kühlende Schicht. Idealerweise wird das Wasser aus diesen lokal entstandenen Wolken als Regen wieder lokal auf die Erde fallen.

Statt das Wasser möglichst schnell und vollständig über Kanalisation, Bäche und Flüsse wieder ins Meer zu leiten, versucht man es also lokal zu speichern und damit zunächst einen Wärmeenergiefahrstuhl zu realisieren, der die Wärme aus der Bodennähe in die Höhe transportiert und dort ins Weltall abgibt, und dabei erzeugt man gleichzeitig noch eine Strahlungswärme abhaltende Schicht per Wolkenbildung.

Das lokalen Speichern des Niederschlagswassers und das wieder zur Verdunstung Freigeben des Wassers kann auf verschiedene Weise erfolgen:

Bei versiegelten Böden (Dächer, Straßen, Parkplätze usw.) muss man das Wasser in Behältern oder mit Staudämmen sammeln.

Bei land- und forstwirtschaftlichen Nutzflächen, Rasenflächen und Parks kann und sollte man die Wasserspeicherkapazität der Böden durch Optimierung des Bodenlebens und des zur Ernährung und zur Instandhaltung des Bodenlebens nötigen Bewuchses vergrößern. Auf diese Weise lagert man auch immer mehr Kohlenstoff im Boden ein, wobei dieser Kohlenstoff aus dem CO2 der Luft entnommen wird. Mit dem Kohlenstoffgehalt des Bodens steigt dann auch die Wasseraufnahmekapazität und die Fruchtbarkeit des Bodens.

Auf www.freizahn.de habe ich dazu eine ganze Reihe Artikel, wie z.B.:

Kann man damit wirklich die Kriegsgefahr reduzieren? Zunächst hatte ich gedacht, ja man kann, aber inzwischen glaube ich das nicht mehr, weil es letztlich nicht nur um das Klima, sondern auch um den Zugriff auf die noch vorhandenen fossilen Energieträger geht. Auch hat China eine ausreichend große Bevölkerung, um nahezu beliebig “neuen Lebensraum” zu besiedeln. Man könnte aber vielleicht etwas Zeit gewinnen und diese auch nutzen, um die derzeit so gut wie vollständig fehlende Resilienz und Verteidigungsfähigkeit zu verbessern.

Sicher ist aber, dass man bei Kriegen nie wirklich sicher sein kann, wie sie verlaufen und wie sie am Ende ausgehen.

Ist Russland wirklich eine Gefahr für den Westen?

Was als sehr sicher angesehen werden kann ist, dass Russland für den Westen keine Gefahr darstellt. Die Russen haben noch fossile Energie und Rohstoffe, wenn der Rest Europas diese schon lange nicht mehr hat. Russland hat auch mehr als genug land- und forstwirtschaftliche Nutzflächen. Es gibt in Europa nichts mehr, was zu erobern sich für Russland lohnen würde. Der letzte Schatz der Länder des westlichen Europas werden Wissenschaftler, Ingenieure, Handwerker und andere Fachkräfte sein. Aber die, die für Russland brauchbar sind, werden freiwillig versuchen nach Russland auszuwandern, weil Russland noch Energie und Rohstoffe hat, und weil wenn nicht ein Weltkrieg, dann doch der Multikulturalismus, die Massenzuwanderung, der Postmodernismus und die Asylpolitik  etc. die Kulturen, die innere Sicherheit und die gesellschaftliche Attraktivität der westlichen Länder Europas zerstört haben wird.

Für die USA sind die Russen auch keine wirkliche Gefahr, solange die USA nicht auf die Idee kommen, Russland anzugreifen. Russlands Bevölkerung ist im Verhältnis zur Landfläche und zu den verfügbaren Bodenschätzen viel zu klein. Russland könnte aber für die USA vielleicht ein am Ende entscheidender Bündnispartner in einem Krieg mit China werden.

Ein Ausweg für Polen und die baltischen Staaten

Wegen des zu erwartenden Zusammenbruchs und Bedeutungsverlustes Deutschlands und der anderen Staaten Westeuropas (siehe auch Der aufziehende Sturm am Ölhimmel), und möglicherweise auch der USA , wird es für die baltischen Staaten und Polen vorteilhaft sein, sich mit Russland auf kluge Weise zu arrangieren. Für diese Länder wäre es am Besten, sie würden zwar einerseits in eine gute, robuste, defensive Heimatverteidigung investieren, anderseits aber versuchen, aus Sicht der Russen attraktive Wirtschaftspartner zu sein, bzw. zu werden, die für die Russen interessante Güter und Dienstleistungen produzieren, für die ihnen die Russen gerne genug Rohstoffe und Energie liefern. Dabei müssten diese Ländern den Russen klar vermitteln, dass die Freiheit dieser kleinen Länder deren Leistungsfähigkeit und damit auch den Nutzen für Russland steigert, bzw. dass eine Eroberung  durch Russland den Russen sehr viel mehr schaden als nützen würde.

Eine große Chance für Polen und die baltischen Länder, aber auch für Russland, dürfte der zu erwartende Kollaps in Kombination mit den Folgen des westlichen Multikulturalismus in Deutschland und anderen westeuropäischer Länder werden.  Einerseits werden viele der in den Westen abgewanderten Bürger der osteuropäischen Länder zurück in ihre Heimat wollen. Anderseits werden viele “richtige” Deutsche, Franzosen, Briten usw. versuchen, sich und ihre Familien vor dem zunehmenden Chaos Westeuropas zu retten und in Osteuropa eine neue Heimat zu finden.

Was wird aus Deutschland?

Was aus Deutschland wird, ist meines Erachtens sehr unsicher. Sicher ist nur, dass Deutschland seinen Wohlstand und seine Bedeutung verlieren wird. Bedenken sollte man auch, dass die Entstehung der deutschen Nation im 19. Jahrhunderts vielleicht nur ein Nebenprodukt der durch die deutschen Steinkohlevorkommen mögliche Industrialisierung war. Das heißt, ohne diese fossilen Energiequellen, nach dem Ende des Industriezeitalters, wird Deutschland wohl wieder in Kleinstaaten zerfallen. Die Bundesrepublik Deutschland und auch die EU sind meines Erachtens komplexe Strukturen, deren hohe Komplexitätskosten sich nach dem, mit dem Endes des Ölzeitalters wohl verbundenen Endes des Industriezeitalters sich nicht mehr lohnen.

Die Bevölkerung Deutschlands wird kleiner werden müssen. Ohne große Mengen fossiler Energie und ohne Importe ist die Fläche Deutschlands für die heutige Bevölkerung entschieden zu klein. Beim notwendigen Schrumpfen der Bevölkerung wird es wohl sehr schreckliche Ereignisse geben, die man lieber nicht miterleben möchte. Die technischen Fortschritte, die die Menschen heute in Deutschland als Rettung erwarten wird es aus grundsätzlichen Gründen nicht geben können: Die Produktivität der Forschung und technischen Entwicklungen nimmt wegen der mit der Zeit zunehmenden Komplexität immer weiter ab. Der Energiebedarf, bzw. die Kosten für neue Entwicklungen und Entdeckungen steigen damit immer weiter, bis sie sich nicht mehr lohnen oder nicht mehr bezahlt werden können. Joseph Tainter hat zu diesem Phänomen sehr interessante Studien durchgeführt.

Wenn ich heute hier in der Eifel über Land fahre und mich umsehe, sehe ich allerdings sehr, sehr viele Möglichkeiten und Chancen, die Produktivität, Fruchtbarkeit des Landes und natürlich auch die Funktionsfähigkeit der kleinen Wasserkreisläufe zu steigern. Dass in oder nach einem Krieg oder einem Wirtschaftskollaps die nötige Kombination aus Wissen, Zeit und Ressourcen noch vorhanden sein werden, bezweifle ich aber. Es besteht die Gefahr, dass Deutschland und damit auch hier die Eifel dann, wie früher schon einmal, nach dem Untergang des römischen Reiches, in einem dunklen Zeitalter versinkt, wie es John Michael Greer in Dark Age America beschreibt. Zu diesem Buch hatte ich den Artikel In der Folge der industriellen Zivilisation geschrieben, in dem ich einige Abschnitte aus Greers Buch übersetzt habe. Hier eine Kostprobe:

Man rechne diese Muster zusammen, folge ihnen über die üblichen ein bis drei Jahrhunderte der Abwärtsspirale und man hat das Standardbild einer Gesellschaft in einem dunklen Zeitalter: eine größtenteils verwüstete ländliche Gegend mit kleinen verstreuten Dörfern wo selbst versorgende Bauern, die verarmt sind und nicht lesen und schreiben können, kämpfen, um die Fruchtbarkeit zurück in den ausgelaugten Mutterboden zu bringen. Ihre Regierung besteht aus der persönlichen Machtausübung lokaler Kriegsherren, die im Tausch für den Schutz vor Plünderern ihren Teil der jährlichen Ernte fordern,  und die eine raue Rechtsprechung im Schatten jedes passenden Baumes anwenden. Ihre Literatur besteht aus Gedichten, liebevoll erinnert und gesungen zu den Klängen eines einfachen Saiteninstruments, die an die großen Taten der charismatischen Führer eines verschwundenen Zeitalters erinnern, und diese selben Gedichte beinhalten alles, was sie über ihre Geschichte wissen. Ihr Gesundheitswesen besteht aus Kräutern, ein wenig rauer Chirurgie und Zaubersprüchen, die sie schlau zwecks Ausbeutung des Placeboeffektes nutzen. Ihre Wissenschaft – nun ich überlasse das der Fantasie der Leser.

Kann man verhindern, dass Deutschland und hier die Eifel wieder derart tief sinken? Theoretisch ganz klar ja, praktisch glaube ich es nicht mehr.

Ernährung und Kriegsgefahr

Die Ernährung wirkt sich auf verschiedene Weise auf das Kriegsrisiko aus:

  1. Wenn die Nahrungsmittelproduktion und Versorgung, wie heute in Deutschland, aus Sicht eines Angreifers mit relativ geringem Aufwand zum Kollabieren gebracht werden kann, dann steigert das die Kriegsgefahr sehr. Der Grund ist, dass dann mit geringem Aufwand ein Territorium erobert und weitgehend entvölkert werden kann, so dass ein Angreifer es mit geringen Verlusten als neuen Lebensraum gewinnen kann. So gesehen kann man die Agrarpolitik der BRD als Einladung zu einem Angriffskrieg und damit faktisch als grundgesetzwidrig ansehen.  Ziel des Grundgesetzes ist nämlich, Angriffskriege zu verhindern. Eine wirklich grundgesetzkonforme Agrarpolitik wird dafür sorgen, dass die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln sehr resilient ist und weder durch Katastrophen noch durch Kriege ernsthaft unterbrochen werden kann. Man wird dazu eine dezentrale, lokale Nahrungsmittelproduktion aufbauen müssen, die auch ohne Industrieprodukte zuverlässig funktioniert. Eine solche grundgesetzkonforme Agarpolitik ist praktisch möglich – man muss sie nur wollen.
  2. Die Ernährung kann das Kriegsrisiko steigern, wenn ihre Qualität die Leistungsfähigkeit der Gehirne der Bevölkerung und auch der Führungsschichten ernsthaft beeinträchtigt. Dazu eine eigener Abschnitt:
Die Folgen von zunehmendem Fleischverzicht

Mir ihrem rasant zunehmenden Fleischverzicht essen sich die Deutschen möglicherweise um ihren Verstand und das steigert das Kriegsrisiko:

  • Dr. Georgia Ede – ‘Our Descent into Madness: Modern Diets and the Global Mental Health Crisis’youtu.be/TXlVfwJ6RQU )
  • Dr. Barry Groves / Homo Carnivorus: What We Are Designed to Eat / Carnivore Diet / Ketogenic Dietyoutu.be/X2qdyKxU0YU )

Übrigens waren Adolf Hitler, sein Stellvertreter Rudolf Heß und  Heinrich Himmler ( Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei sowie Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums (ab 1939), später auch Reichsinnenminister (ab 1943) und Befehlshaber des Ersatzheeres (ab 1944)) praktizierende Vegetarier. Hitlers Propagandaminister Joseph Goebbels hat zumindest den Fleischkonsum als “Perversion des modernen Menschen” bezeichnet.  Quelle: www.achgut.com/artikel/arier_und_vegetarier1

Es ist durchaus möglich, dass der Untergang des 3. Reiches und die vielen Fehlentwicklungen und Fehlentscheidungen in der BRD mit dem Verzicht auf Fleisch zu tun haben.

Dr. Peter Ballerstedt – ‘Ruminant Reality: Diet, Human Health and the Environment’youtu.be/cRmwobXCc4c ) (dt.: Wiederkäuferrealität: Diät, menschliche Gesundheit und die Umwelt) etwa bei Minute 11: “Wir Menschen entwickelten uns nicht, um Fleisch zu essen, wir entwickelten uns weil wir Fleisch essen”.

Siehe auch meinen Artikel Infos und Gedanken zur Fleischdiät. Die dort empfohlenen Bücher von Gundry und Mercola finde ich nicht empfehlenswert. Was ich dagegen sehr gut finde, sind die Bücher Natural Health and Weight Loss und Trick and Treat: how ‘healthy eating’ is making us ill von Barry Groves. Barry Groves Webseite ist www.second-opinions.co.uk . Dort gibt es auch eine Unterseite mit deutschen Übersetzungen verschiedener seiner Artikel: www.second-opinions.co.uk/deutsches-register.html. Im Grunde könnte man wohl einen sehr großen Teil des Gesundheitswesens, einschließlich des größten Teils der Zahnmedizin einsparen, wenn sich alle gesund ernähren würden. Z.B. ist Diabetes 2 wohl vollständig und ziemlich einfach per Ernährung heilbar.

Man bedenke auch, was alleine durch das Gesundheitswesen an Energie verbraucht und an Treibhausgasen und anderen Umweltbelastungen produziert wird. Dazu kommen noch die vielen Schmerzen und Behinderungen, die ebenfalls durch per Ernährung vermeidbare Erkrankungen vermieden werden könnten.

Es ging hier aber um die Gehirnfunktion. Das Gehirn ist ein hochempfindliches Körperteil, dessen Funktion selbstverständlich von der Qualität der Ernährung abhängt. Wie Barry Groves in seinem oben erwähnten Vortrag herleitet und erklärt, war die Verfügbarkeit von reichlich Fleisch wohl die Voraussetzung für die Entwicklung des vergleichsweise sehr großen und leistungsfähigen Gehirns des Menschen. Fleischverzicht lässt das Gehirn schrumpfen und führt zu mentalen Problemen.  Eine Gesellschaft die Fleischverzicht propagiert und praktiziert zerstört ihre Überlebensfähigkeit, ihre Konkurrenzfähigkeit und sicher auch ihre Fähigkeit, große Probleme wie die Klimaerwärmung, das Sinken der Verfügbarkeit fossiler Energieträger und die daraus resultierenden Kriegsgefahren zu meistern.

Meine eigene Diät besteht seit jetzt schon über vier Wochen fast nur noch aus Fleisch, Fisch, Eiern, Butter, Schweizer Käse, Haselnüsse und Wasser, Milch, Kaffee mit Zichorie und gelegentlich auch Kakao. Das Übergewicht reduziert sich pro Woche um gut ein Kilogramm. Das Verblüffendste aber ist die positive mentale Wirkung. Getreideprodukte, die ich früher sehr viel gegessen habe, esse ich überhaupt nicht mehr.  Gemüse und Obst auch fast nicht mehr.

Der Kampf gegen Rechts

Ich habe jetzt wochenlang immer wieder an einem Artikel über die “ökologischen Hintergründe des Rechtstrends” geschrieben. Manches davon habe ich hier verwendet. Grundgedanke war, dass die Linken meinen, dass von allem für alle Zeiten genug da ist und dass Mangel durch Verwaltung und Umverteilung behoben werden kann. “Rechts” ist dann die Einsicht, dass nicht für alle genug da ist und dass es Verteilungskämpfe geben kann und auch geben wird. “Kampf gegen Rechts” ist dann ein Kampf gegen die Einsicht, dass wir in einer begrenzten Welt mit begrenzten Ressourcen leben. Manchmal meine ich auch, dass der “Kampf gegen Rechts” ein religiöses Ritual ist, mit dem versucht werden soll, die längst toten Götter des Technischen Fortschritts zu beschwören.

Mit diesem Artikel über den drohenden großen Krieg habe ich nun aber noch eine andere Dimension des “Kampfes gegen Rechts” gefunden: Es sieht ganz danach aus, dass China im 21. Jahrhundert die Rolle spielen wird, die Nazideutschland im 20. Jahrhundert gespielt habt. John Xenakis, der den Blog www.generationaldynamics.com betreibt hat diese Ansicht öfters geäußert.

Das Konzept der Nettoenergie und die Nazis

Nettoenergie ist die Energie, die bei bei der Energieproduktion nach Abzug der für die Energieproduktion selbst nötigen Energie noch übrig bleibt.

Der Erfolg und die Ursache des Aufstiegs der Nazis ist meines Erachtens das Resultat einer Verknappung der Nettoenergie, als Folge des verlorenen 1. Weltkrieges. Zunächst hatte England schon 1913 den Höhepunkt der Kohleförderung erreicht und auch in Deutschland wurde die Kohleförderung immer schwieriger und energieaufwendiger. Dazu kam nun, dass die Siegermächte von 1918 mit ihren Auflagen die zur Generierung von Wohlstand noch verbleibende Nettoenergie der Deutschen weiter verknappt haben. Zunächst konnte Deutschland das scheinbar teilweise durch Kredite amerikanischer Banken ausgeglichen werden, aber nach der Wirtschaftskrise von 1929 funktionierte das nicht mehr. Es fehlte damit zunehmend die Energie mit der man Arbeiter dazu befähigen konnte, ausreichend hohe Löhne zu erwirtschaften. Es erscheint mir wichtig das zu verstehen, weil dadurch auch die zunehmenden Probleme unserer Zeit besser verständlich werden. Die aktuelle deutsche Energiewende, die beabsichtigte Umstellung auf Elektrofahrzeuge und die Forderungen nach Energiesparmaßnahmen, aber auch die Masseneinwanderung nach Deutschland und auch die aufwendigen Versuche, die EU und den Euro zu “retten” sind Reduzierungen der pro Kopf verfügbaren Nettoenergie.

Hitlers Versprechen und Programm war faktische eine Steigerung der den Deutschen pro Kopf zur Verfügung stehenden Nettoenergie. Umgesetzt haben die Nazis dieses Programm  zunächst  auf Kosten von Minderheiten und schließlich auch auf Kosten anderer Länder.

Die erst 1941, nach dem Überfall auf die UdSSR beginnenden Massenmorde waren dann, wie Christian Gerlach in seinem Buch  Krieg, Ernährung, Völkermord. Forschungen zur deutschen Vernichtungspolitik im Zweiten Weltkrieg zeigt, faktisch Raubmorde mit dem Ziel, die Ernährung der deutschen Bevölkerung zu stabilisieren und eine Hungersnot, ähnlich der im ersten Weltkrieg zu vermeiden. Eine Frage die ich mir stelle, wenn Menschen die Nazis wegen dieser Verbrechen verurteilen ist, wie eben diese sich für moralisch den Nazis so weit überlegen fühlenden Menschen verhalten werden, wenn sie selbst mit der brutalen Realität konfrontiert werden, dass die verfügbaren Lebensmittel nicht mehr für alle reichen. Was passiert in der BRD, wenn die Nahrungsmittel z.B. nach einem wie oder von wem auch immer verursachten Kollaps der Wirtschaft und der elektrischen Infrastruktur nur noch für jeden zweiten oder sogar wie in dem Roman One Second After: Die Welt ohne Strom, nur noch für jeden zehnten reichen? Eine Gutmenschin, die beim Büffet aber selbstverständlich Nachschlag geholt hat, hat mir auf diese Frage die verblüffende Antwort gegeben, “dann verhungern wir eben alle gemeinsam”. Historische Berichte von entsprechenden Hungersnöten lassen eher vermuten, dass zumindest die am Ende zu den Überlebenden zählenden deutlich andere Ansichten haben werden. Vor allen in multiethnischen, multikulturellen Gesellschaften werden  die Hemmungen und Sicherungen der Zivilisation bei einer Verknappung von Energie und vor allem von Nahrungsmitteln ziemlich schnell fallen. 

Heute aktuelle und zu erwartende  Nettoenergieverluste

Vor dem Hintergrund, dass der Nationalsozialismus in Deutschland, und auch der Faschismus in anderen Staaten als Folge der gesunkenen Nettoenergie, bzw. als Versuch, Nettoenergieverluste auf Kosten von Minderheiten und anderen Staaten auszugleichen, gesehen werden kann, möchte ich hier aktuelle und zu erwartende Ursachen von Nettoenergieverlusten aufzählen:

  •  Steigerung der Komplexitätskosten der Gesellschaft über den Punkt hinaus, von dem an die Steigerung der Komplexität mehr Energie kostet, als mit ihr eingespart oder gewonnen wird.
  • Sinken der Effizienz von Forschung und Entwicklung. Das ist eine unvermeidbare, natürliche Tendenz, deren Folgen oft unterschätzt werden. Forschung und Entwicklung kosten damit immer mehr Nettoenergie, während sie pro aufgewendeter Energieeinheit immer weniger einbringen.
  • Zunehmende Erschöpfung der Lagerstädten fossiler Energieträger und anderer nicht erneuerbarer Rohstoffe. Ein sehr gutes, praktisches Beispiel ist die Steinkohle in Deutschland und England. Zunächst war diese sehr einfach und preiswert zu fördern – was die industrielle Revolution und die gesellschaftliche Entwicklung überhaupt erst möglich gemacht hat. Heute gibt es in England und Deutschland zwar noch große Kohlevorkommen, aber sie können nicht mehr wirtschaftlich genutzt werden. Der Energieaufwand für die Nutzung ist zu hoch. Beim Öl, dem heute wichtigsten fossilen Energieträger, wird im globalen Mittel wahrscheinlich schon in 12 oder weniger Jahren der Punkt überschritten, von dem für die Energieproduktion mehr Energie aufgewendet werden muss, als produziert werden kann. Siehe dazu meinen Artikel Erschöpfung: Das Schicksal des Ölzeitalters.  Wenn für die Energieproduktion mehr Energie aufgewendet werden muss als produziert wird, ist die Nettoenergie bereits negativ.
  • Ob die deutsche Energiewende insgesamt überhaupt einen positiven Beitrag zur Nettoenergie liefert oder ob sie nicht sogar die Nettoenergie Deutschlands reduziert ist unklar. Auf jeden Fall wird die Umstellung auf “erneuerbare Energien” einen dramatischen Rückgang der pro Kopf verfügbaren Nettoenergie mit sich bringen. Siehe auch Einige Fakten zur Energiewende und zum Klimaschutz.
  • Die Praxis des deutschen Asylrechts und die Zuwanderung und der Umbau der deutschen Gesellschaft zu einer Multiethnischen, “bunten” Gesellschaft sind nüchtern betrachtet erhebliche Steigerungen der Komplexitätskosten und Nettoenergieverluste aus Sicht der deutschstämmigen Bevölkerung – auch wenn einzelne Gruppen und Personen damit für sich, auf Kosten der Allgemeinheit, hohe oder auch sehr hohe Nettoenergiegewinne realisieren können.
  • Die EU und andere große Organisationen reduzieren die verfügbare Nettoenergie. Gleichen sie diese Verluste aus? Auch hier gilt wohl, dass sich diese Organisationen für einzelne Personen oder Gruppen (noch) sicher sehr lohnen. Aber wegen der insgesamt knapper werdenden Nettoenergie wird der Kreis der Nutznießer rasant kleiner. Organisationen wie die EU und selbst ein vereinter Flickenteppich wie die Bundesrepublik Deutschland machen nur Sinn, wenn und solange durch sie die verfügbare Nettoenergie der lokalen Bevölkerung insgesamt gesteigert wird. Organisationen, die auf Dauer mehr Energie kosten als sie einbringen oder einsparen, werden zerfallen – wenn man es nicht vorzieht sie rechtzeitig friedlich und geordnet aufzulösen.
  • CO2-Besteuerungen und andere Steuern auf Energie.
  • Technologische Klimaschutzmaßnahmen. Hinter dem Pariser Klimaschutzabkommen verbirgt sich offenbar die Absicht, gigantische Geschäfte mit “negativen Emissionen” zu machen. Dabei geht es darum, auf die eine oder andere Weise der Atmosphäre Kohlendioxid zu entziehen. Was dazu an technologischen Lösungen entwickelt und propagiert wird, hat mich erstaunt. Dazu ein eigener Abschnitt:
Möglichkeiten zur Einlagerung von Kohlenstoff

Ein sehr aktueller, am 16.10.2018 veröffentlichter, umfassender und auf viele andere Artikel und Links verweisender Artikel dazu ist Carbon Capture: What We Don’t Talk About When We Talk About Climate Change von Daniel Ross. Ich habe diesen und viel der dort verlinkten Artikel gelesen. Mein Eindruck ist, dass sich im Westen offenbar kaum jemand der sozialen Sprengkraft bewusst ist, die in den Nettoenergieverlusten schlummert, die alle diese Techniken mit sich bringen würden. Ein großer Krieg, der einen erheblichen Teil der am meisten Treihausgase produzierenden Gesellschaften schnell und effizient abschaltet wird bei diesen technologischen Klimaschutzmaßnahmen natürlich nicht bedacht. Gelohnt hat sich die Lektüre aber, denn ich bin damit auf den EASAC-Report: Negative emission technologies: What role in meeting Paris Agreement targets? gestoßen. Es handelt sich dabei um einen Bericht wissenschaftlicher Berater der EU. Im Teil Annex “Land managment” wird dort das Thema Kohlenstoffspeicherung im Boden mit Hilfe von Landmangement behandelt. Man nennt so etwas auch “regenerative Landwirtschaft”. Was die EU-Berater da schreiben, passt nicht zu den Informationen, die ich habe. Die Speicherkapazität der Böden wird z.B. mit 0,07 bis 0,7 tCO2-Äquivalent pro Jahr und ha angegeben. In meinen Artikel Der Abschlußvortrag der Grassfed Exchange 2016 habe ich die Resultate eines praktischen Versuches auf 400 ha Fläche vorgestellt, bei dem offenbar gut 40 bis 50 Tonnen CO2 pro ha und Jahr durch intelligentes, sehr kostengünstiges  Weidemanagment im Boden gespeichert werden konnten. Mit Blick auf die mikrobiologischen Hintergründe, die ich durch Elaine Inghams Kurs kennengelernt habe ( Erster Eindruck von Elaine Inghams Kursen und  Weiterer Bericht von Elaine Inghams Kursen ), müsste es zudem möglich sein, die Einlagerung von Kohlenstoff im Boden beliebig fortzusetzen, während der Bericht der EU-Berater davon ausgeht, dass man nur ca. 20 Jahre lang Kohlenstoff einlagern kann.  Mit einer intelligenten Kombination aus Weidemanagement, Mikrobiologie und höherem Fleischkonsum könnte man mit den heute verfügbaren Mitteln mehr als genug CO2 aus der Luft entfernen. Das wäre auch eine Möglichkeit, mit aktivem Klimaschutz die verfügbare Nettoenergie faktisch zu steigern – womit ich schon einen Teil der Frage des nächsten Abschnittes, nämlich was ein rationaler Kampf gegen Rechts wäre, beantwortet habe. Damit könnte man meines Erachtens auch das Kriegsrisiko senken.

Was wäre ein rationaler Kampf gegen Rechts?

Wenn man heute wirklich ernsthaft “gegen Rechts” kämpfen wollte, um Verbrechen und Katastrophen wie die in Nazideutschland zu verhindern, dann würde man zwei Dinge tun müssen:

  1. Verhindern, dass die pro Kopf verfügbare Nettoenergie zu weit fällt. Tatsächlich tut man aber alles, um diese möglichst rasant zu senken. Statt einen Krieg zu führen und zu verlieren kann ein Volk seine pro Kopf verfügbare Menge an Land und Ressourcen z.B. auch durch ein großzügiges Asylrecht und durch Zuwanderung oder durch große Fehlinvestitionen verlieren. Die Tücke unserer Zeit ist dabei, dass die verfügbare Landfläche und auch die verfügbaren Ressourcen von der Verfügbarkeit billiger fossiler Energieträger abhängen und daher in den nächsten 10 bis 15 Jahren kollabieren werden. Es wird damit eine Situation entstehen, die sehr viel schlimmer ist als die, die Hitler an die Macht gebracht hat.
  2. Eine Katastrophe wie den Holocaust zu verhindern, sollte man dafür sorgen, dass IMMER, auch bei einen Totalausfall der Industrie, etwa in Folge eines Krieges mit China, oder in Folge eines von den Chinesen gezielt herbeigeführten Zusammenbruchs der elektronischen und elektrischen Infrastruktur, genügend bezahlbare Nahrungsmittel für alle Einwohner des Landes vorhanden sind. Wenn man das nicht tut, wird die Situation entstehen, dass man nur noch einen mehr oder weniger kleinen Teil der Bevölkerung ernähren kann – was dann faktisch schon auf eine Katastrophe hinausläuft, die dem Holocaust vergleichbar ist oder die diesen sogar weit übertrifft. Wenn es zu einer solchen Katastrophe kommt, dann ist das kein unvorhersehbares Ereignis, sondern ein durch Fahrlässigkeit und Verantwortungslosigkeit verursachtes Verbrechen.

Ein rationaler Kampf gegen Rechts müsste folgendes beherzigen und tun:

  • Vorbereitung auf einen großen Krieg mit China und auch auf dann möglicherweise mit  China verbündeten Staaten (voraussichtlich alle sunnitischen Staaten, wie John Xenakis meint, also auch Türkei und Saudi Arabien!). Zu dem Krieg dürfte u.a. auch der Kollaps der technischen Infrastruktur und der Nahrungsmittelversorgung gehören. China ist heute die große “Rechte” Gefahr schlechthin. Es ist faktisch die Reinkarnation des Nationalsozialismus und ein Krieg mit China wird auch Deutschland mit großer Härte treffen.
  •  Aufbau einer lokalen, krisenfesten Nahrungsmittelproduktion.
  • Vorbereitung auf das Sinken der Nettoenergie, auch dann, wenn es wider Erwarten keinen großen Krieg geben sollte. Siehe Der aufziehenden Sturm am Ölhimmel.  Dazu gehört auch Abschied von dem naiven Glauben an den technischen Fortschritt zu nehmen. Technik setzt Energie voraus, die zunehmend nicht mehr verfügbar sein wird. Forschung und Entwicklung werden mit der Zeit zwangsläufig immer unproduktiver und aufwendiger, so dass es illusorisch ist, von den Erfolgen der Vergangenheit auf zukünftige Entwicklungs- und Problemlösungsmöglichkeiten zu schließen. Es wird ein Weg zurück ins Mittelalter und wenn man nicht aufpasst, auch ein Weg zurück in ein dunkles Zeitalter werden. ABER, wenn man klug ist, die Gefahren und Möglichkeiten gut analysiert und dann kontrolliert und mit Verstand das Land auf die Zukunft vorbereitet, dann wird man auch mit weniger Nettoenergie und ohne die damit wegfallenden Institutionen und Industrien, in Zukunft ein ganz passables Leben führen können.  Das ist letztlich auch die Strategie, die Nate Hagens empfiehlt.

Könnte man den Frieden sichern?

Was die Welt in eine Katastrophe stürzt, ist die Propagierung des westlichen Lebensstils und das irre Versprechen, dass alle Menschen und Völker gleich sind und daher alle das Recht und den Anspruch auf diesen Ressourcen verprassenden Lebensstil und Wohlstand haben. Insbesondere die Chinesen nehmen diesen Teil der Menschenrechtscharta der UN und des deutschen Grundgesetzes jetzt sehr ernst und sind offenbar entschlossen, sich ihr auch ihnen von westlichen Gutmenschen vor dem Hintergrund der Ergebnisse des 2. Weltkrieges eingeräumtes Recht auch durchzusetzen.  Das Problem ist nur, dass die Politik und Vorgehensweise der Nazis im 2. Weltkrieg, deren schreckliche Folgen zu eben dieser UN-Charta und dem Grundgesetz geführt haben, auch nur die Folge davon waren, dass ein hochzivilisiertes, technologisch besonders hochentwickeltes Volk, nämlich die Deutschen, sich benachteiligt sah und versucht hat, seinen Energie- und Ressourcenmangel mit sehr rabiaten Methoden auf Kosten anderer Völker beheben. Zusätzlich zur Zeit der Nazis geht es heute auch um das globale Problem der CO2-Emissionen, die als treibende Kraft der globalen Klimaerwärmung wahrgenommen werden und deren massive Reduzierung auch von führenden Wissenschaftlern des Westens als sehr dringend wahrgenommen wird.

Die Situation ist als ähnlich wie vor dem 2. Weltkrieg, nur globaler und wegen der technischen Möglichkeiten der modernen Kriegsführung um einige Größenordnungen gefährlicher und tödlicher. Die deutschen Demonstrationen und Rituale “gegen Rechts” wirken vor diesem Hintergrund bemitleidenswert naiv und zugleich aber auch extrem rassistisch, weil sie ernsthaft unterstellen, dass eine Hand voll nachdenkliche, konservative Deutsche die Welt in den Abgrund stürzen könnten, während man das objektiv größte und intelligenteste Volk der Welt, die Chinesen, aber auch die speziell für Europa gefährlichen Türken und Araber, offenbar für unterentwickelt und unterlegen hält.

Ein rationaler “Kampf gegen Rechts” müsste jedenfalls überzeugende Konzepte und praktische Beispiele hervorbringen, mit denen man insbesondere auch die Chinesen davon überzeugen kann, dass das Führen eines großen Krieges, mit dem Ziel den westlichen Lebensstil für einige Jahre oder Jahrzehnte auf Kosten des Restes der Menschheit für alle Chinesen realisieren zu können, die damit verbundenen Risiken nicht wert ist.

Die militärischen Risiken zu steigern, wie Donald Trump es zum Glück konsequent tut, ist kurz und mittelfristig sicher sehr wichtig und gut.

So wie der amerikanisch-westliche Lebensstil die Masse der Deutschen nach dem 2. Weltkrieg bekehrt hat, müsste man nun aber Lebensstile und Gesellschaftsmodelle entwickeln, die ohne die für den westlichen Lebensstil notwendigen Mengen an fossilen Energieträgern und andere Ressourcen mindestens so viel Lebensqualität bieten und die auch sonst wirklich attraktiv und nachahmenswert sind. Dazu müsste aber auch den Deutschen klar sein, dass ihr Lebensstil keine Zukunft hat und so oder so in wenigen Jahren Vergangenheit sein wird.

Zum Krieg kommt es dann, wenn eine Seite zu der Überzeugung gelangt, dass der Fortbestand des Friedens unattraktiver oder gar gefährlicher ist als ein Krieg. Wer den Frieden erhalten will, muss glaubwürdig entweder den Krieg schrecklicher und gefährlicher, oder/und den Frieden attraktiver machen.

Schlussbemerkung

Ich müsste den obigen Artikel eigentlich noch etliche Male überarbeiten und umschreiben. Aber warum? Die wesentlichen Zusammenhänge und Informationen liefert er so auch. Bezahlt werde ich nicht für das Schreiben von Artikeln, sondern vor allem für intelligent geplanten und handwerklich gut ausgeführten Zahnersatz und für Implantatarbeiten und da meist auch erst nur, wenn ich die Rechnungen dazu schreibe. Deutschland und damit auch meine Region, die Eifel, sind wohl ein hoffnungsloser Fall – nicht, weil es keine Chancen mehr gäbe, sondern weil die politische Führung und auch die Masse der Bevölkerung so ist, wie sie nun einmal ist. Als ich vor über vier Jahren mit www.Freizahn.de begonnen habe, war das vor allem als Versuch gedacht, die Überlebens- und Zukunftschancen der Bevölkerung hier in meiner Verbandsgemeinde und in meinem Landkreis zu verbessern. Das ist nicht gelungen. Für mich war das Schreiben für www.freizahn.de allerdings ein wertvoller Lernprozess und für manchen außerhalb meiner Region scheint es hier und da auch interessant gewesen zu sein.

In deutscher Sprache sollte und möchte ich mich jetzt auf einige zahnmedizinische Themen konzentrieren. Vielleicht sollte ich auch noch etwas über Ernährung schreiben.

In den anderen Bereichen, vor allem im Bereich Landwirtschaft,   sollte und möchte ich auf Englisch Quellen und Ideen für die Menschen in den baltischen Staaten, in Polen und auch in Russland sammeln. Meinen ersten Komposthaufen habe ich jetzt auch gebaut und möchte weiter in diese Richtung üben und experimentieren. Wenn ich meine Steuererklärung fertig und meine ungeschriebenen Rechnungen geschrieben habe, möchte ich auch mit Hilfe meiner Mikroskope (Mehrzahl, weil jetzt auch ein Fluoreszenzmikroskop dazu gehört) das mit dem Kurs von Elaine Ingham erworbene Wissen weiterentwickeln. Auch möchte möchte ich das Holisticmanamgent-Lehrmaterial ww.savory.global/holistic-management/ durcharbeiten endlich vollständig durcharbeiten und ernsthafter Russisch lernen.

Kelberg, den 25.10.2018

Christoph Becker

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  1. Das Buch ist inzwischen auch kostenlos als pdf-Datei verfügbar:  monoskop.org/File:Catton_Jr_William_R_Overshoot_The_Ecological_Basis_of_Revolutionary_Change.pdf  

11 Gedanken zu „Warum bald Krieg?“

  1. Sehr geehrter Herr Becker,

    ich habe es schon mal geschrieben. Wirklich beeindruckend. Mit Ihren Artikeln kann man sich Tagelang beschäftigen.

    Ob die Chinesen Europa und die USA (und Russland) angreifen um unseren CO2 Ausstoß zu reduzieren? An den Grund glaube ich nicht unbedingt. Aber irgendwas ist im Busch.

    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2018/10/chinas-prasident-ordnet-militar-sich.html?m=1

    Das wir Europäer ins eigene Fleisch schneiden wenn wir gegen den VNF Vertrag votieren dürfte klar sein. Die deutsche Regierung scheint aber sowieso nur Entscheidungne zu treffen die Deutschland expliziert schaden.

    https://alles-schallundrauch.blogspot.com/2018/10/ausgerechnet-deutschland-stimmt-gegen.html

    Ist ja bei Euro, Energie und Einwanderung (Migrationspakt) genauso. Mit der Energie ist es so wie Sie schreiben. Geht uns die billige Energie aus werden die Leute hier verhungern. Wie es dann hier ausssieht läuft gerade im Fernsehen. Es ist der Jahrestag vom Ende der 30jährigen Krieges. So ähnlich wird es hier ablaufen.

    Vollkommen überzeugt bin ich von Ihrer EMP These. Spielen Sie mal mit dem Programm hier.

    https://nuclearsecrecy.com/nukemap/

    Was soll ich ein Land mit Atombomben beharken. Es wird viel zerstört und man kommt Trotzdem nicht viel weiter. Probieren Sie es. 20 SS20 auf Deutschlands Metropolen.

    Dazu im Gegensatz eine Atombombe in großer Höhe. Europa ist
    auf dem Stand von 1800, nur ohne die damalige Infrastruktur und mit einer Bevölkerung von 80 Millionen. Man möchte sich wirklich nicht vorstellen was dann passiert.

    Mit einer Bombe die gesamte Infrastruktur, die Lebensmittelversorgung, die medizinische Versorgung und die Produktion lahmlegen oder zerstören. Erschreckend.

    Nach dem Krieg hätte das gar nicht funktioniert. Ich komme von einem kleinen Bauernhof, so wie sie es hier überall gab. Mein
    Großvater hat erst 1955 Strom bekommen. Hier wäre keiner
    verhungert. Es hätte noch alles funktioniert. Leben möchte ich so aber auch nicht, war schon hart. Dilemma.

  2. Sinkende Nettoenergie ist der sicherste aller denkbaren Kollaps-Trigger. Es gibt viele Machtzentren, die über diese Tatsache und andere von ihnen thematisierten Bereiche Bescheid wissen. Wir sind sicher nicht schlauer als diese Drahtzieher. Das zeitliche Handlungsfenster ist mittlerweile sehr klein, weil ohne günstige Energie kein Reset möglich ist.
    Wir haben keine 10 Jahre mehr. Der Versuch, z.B. der Chinesen oder der Amerikaner, sich auf Kosten anderer Blöcke zu retten, muss jetzt stattfinden, wenn Aussicht auf Erfolg bestehen soll.
    Ich glaube jedoch, dass jeder Reset-Versuch das gesamte Kartenhaus zum Einsturz bringt. Scheinbar ein Naturgesetzt.
    Wir können jeden Tag über die Klippe gehen!
    Eigentlich wundere ich mich, dass es überhaupt solange gut gegangen ist.

  3. Ein gutes Beispiel für eine aktuelle Energieverknappung liefert Belgien, wo fast die gesamte nukleare Stromerzeugung vom Netz genommen wurde. Szenarios für den Blackout werden entworfen, weil weder die vorhandenen erneuerbaren Kapazitäten ausreichend sind, die Lücke zu schließen, noch genügend andere Kraftwerke zur Verfügung stehen.

    Man stelle sich das vor: eine der wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften der EU kann ihre Energieversorgung nicht sicherstellen.

    Hätte jemand so etwas vor 20 Jahren behauptet, er wäre ausgelacht worden.

    Schöne Grüße aus Luxemburg

    Manfred Jacobi

    1. Was vielen vielleicht auch nicht ausreichend klar ist, ist dass ein ganz entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit und die Wirtschaftskraft die Zuverlässigkeit der Stromversorgung ist. Schon eine geringfügig reduzierte Zuverlässigkeit lässt die Produktivität und den Wohlstand erheblich einbrechen. Wenn bei mir z.B. beim Gießen einer zahntechnischen Arbeit oder beim 3-Druck im falschen Moment der Strom ausfällt, dann kann ich wieder von vorne anfangen und es sind unter Umständen einige Stunden Arbeit und u.U. auch einiges an Material verloren. Wenn die Ausfälle eine bestimmte Häufigkeit überschreiten würden, könnten immer mehr Arbeiten überhaupt nicht mehr ausgeführt werden. Natürlich kann man solche Ausfälle mit einer Kombination aus Notstromaggregat und batteriegestützter Stromausfallsicherung verhindern, aber das sind dann auch wieder Energie, Kapital und Komplexitätskosten, um die sich der Ertrag des Betriebes reduziert. Bei mir wäre eine solche Absicherung wegen der geringen Leistung der fraglichen Geräte noch ziemlich preiswert machbar, aber es gibt sicher auch jede Menge Firmen mit hohem Strombedarf, bei denen die zusätzlichen Kosten sehr hoch wären.
      Es erstaunt mich daher immer wieder, wenn Franz Alt u.a. auf Telepolis verkündet, dass die Sonne und der Wind keine Rechnung schicken und den Strom sozusagen umsonst liefern.
      Übrigens würde ein wirklich funktionierender Klimaschutz, wie in z.B. Prof. Wilhelm Ripl vorschlägt, die Windgeschwindigkeiten und wahrscheinlich auch die Effizienz der Solarkraftwerke sehr deutlich reduzieren ( http://www.aquaterra-berlin.de/images/stories/klimamemorandum/ripl-scheer_2007-11-15_memorandum-klimawandel_.pdf und https://vimeo.com/ondemand/klimaschutz/163536481 ).

  4. In jeder ernsthaften Firma – selbst in Mikrounternehmen – sind heute USV an der Tagesordnung. Keine Ahnung, was du mit gestiegener Komplexität meinst. Das kauft man einmal und ist i.d.R. wartungsfrei und kann man jahrelang nutzen. Kostet nicht mal 40 EUR für einen PC. Diesen Betrag erwirtschaftet ein Einzelunternehmer in zehn Minuten. Mittelständler haben solche Anlagen schon seit 40 Jahren in Benutzung und im Keller stehen. Kostet ein paar tausend Euro, also fast nichts. Stromausfälle gibt es ja nicht erst seit Gestern!

    Bitte weniger Panikmache, vieles in dem Beitrag hier ist einfach unglaubwürdig und völlig überzogen dargestellt. Von Seriösität kann man nicht mehr sprechen, was ich sehr schade finde.

    PS: Was Telepolis vom Stapel lässt, ist bekanntermaßen zu 99% politisch gefärbter Schund. Und Franz Alt ist seit den 1980er Jahren unglaubwürdig. Wer das in den letzten vierzig Jahren noch nicht gemerkt hat… dass solche Hanswürste überhaupt noch hier Erwähnung finden, wundert mich. Nicht jeder Schwachsinn von einem dahergelaufenen Untergangspropheten muss kommentiert werden. Da hätte man ja viel zu tun um diesen Unfug zu widerlegen. Aber wer Zeit und Lust dazu hat – bitte!
    Man kann ja auch jeden Tag Walter Eichelburg widerlegen, viel Spass. Manche Typen muss man einfach unter der Kategorie Spinner abhaken und nicht mehr darüber nachdenken. Das ist Zeitverschwendung.

    1. @Richard,
      die USV, die heute angeblich jeder hat, machen nur Sinn wenn die Stromausfälle von kurzer Dauer sind und wenn man z.B. nur Computer absichern will. Bei mir ist übrigens nur der Notebook mit der üblichen Batterie abgesichert. Eine USV für meine anderen Computer macht der bisherigen Stabilität des Stromnetzes keinen Sinn, weil ich als Datenbank Postgresql nutze. Postgresql ist extrem stabil, so dass man für einen normalen Praxisserver keine USV benötigt.
      Wenn ich Vorwärmofen, Keramikofen, Giessanlage, 3D-Drucker, Kompressor, Absauganlage, Licht, Schweißgeräte, alle Geräte im Sterilisationsraum usw. alle mit einer USV und dann womöglich auch noch für einige Stunden oder Tage absichern wollte, wird die USV ein System, dass etliche tausend Euro kostet und ist dann auch alles andere als wartungsfrei. Das dann zusätzlich zur batterie betriebenen USV notwendige Notstromaggregat müsste man regelmäßig Probelaufen lassen und warten – und selbst dann wäre im Ernstfall noch mit Pannen zu rechnen, wie ich meiner Seefahrtzeit an unseren Rettungsbootsmotoren eindrucksvoll gelernt habe. Zu meine Aufgaben als Schiffsingenieur gehörte auch die regelmäßigen Kontrolle der Bootsmotoren. Ich erinnre mich noch gut daran wie ich die Motoren beider Rettungsboote zum ersten Mal kontrolliert habe: Es waren luftgekühlte Dieselmotoren. Beide Motoren waren von meinem Vorgänger regelmäßig überprüft und für funktionsfähig befunden worden. Sie sprangen auch gut an. Aber ich habe etwas genauer hingesehen: Die Lüfter beider Motoren waren fest gerostet. Mangels Ersatzteilen habe ich die Motoren mit den noch immer nicht funktionierenden Kühlgebläsen im nächsten Hafen auch erfolgreich der US-Coast-Guard vorgeführt. In einem Ernstfall wären aber beide Bootsmotoren aber schon nach kurzer Zeit wegen Überhitzung ausgefallen. Auf dem selben Schiff gab es noch andere Mängel, wie eine mutwillig unbrauchbar gemachte Fernauslösung der Absperrventile der Brennstoffversorgung, die man bei einem Brand im Maschinenraum benötigt hätte. In meiner Zeit waren diese Ventile funktionsfähig und auch die Bootsmotoren waren bald wieder voll einsatzfähig. Die Rettungsboote wurden dann in meiner Zeit auch reichlich für längere Fahrten benötigt, weil zweimal jeweils einige Wochen vor Annapolis auf Reede geankert haben. Die Boote haben der Besatzung regelmäßigen Landgang ermöglicht.
      Doch zurück zur Notstromversorgung. Ich habe mich vor einigen Tagen erkundigt, was ein Notstromaggregat für den kleinen elektrisch betriebenen Kompostwender CMC SF 200 kosten würde. Ein Gerät, das die benötigten 10 KW liefern kann, würde rund 5000 Euro kosten und kann leicht mehr als 300 kg wiegen. Wenn ich meine Praxis bei häufigen und längeren Stromausfällen weiter betreiben wollte, bräuchte ich aber ein sehr viel stärkeres Aggregat UND es wäre zusätzlich eine batteriebetriebene USV nötig, die die Stromversorgung übernimmt bis das Notstromaggregat hochgefahren ist. Wenn man die Produktionsanlagen eines mittelständiger Betriebe wegen sich häufender Blackouts absichern wollte, käme man schnell in die bei großen Frachtschiffen üblichen Größenordnungen für Stromversorgung im Hafen oder sogar für den gesamten Schiffsantrieb nötige Größenordnung. Bei wirklich wichtigen Prozessen würde man zudem mindestens 2 parallel betriebene Anlagen benötigen.

      Ansonsten. Vielleicht kann und werde ich am Ende sogar davon profitieren, wenn das, was ich hier geschrieben habe in Deutschland keiner Ernst nimmt oder lächerlich und Schund findet. Das ist vielleicht wie mit der Zahnmedizin. Da verdienen ich und meine Kolleginnen hier in der Verbandsgemeinde heute hauptsächlich nur noch, weil meine Vorschläge und Hinweise nur von sehr wenigen ernst genommen wurden. Meine Verdienstchancen als Zahnarzt sind heute sogar sehr viel besser als sie es jemals zuvor waren – und eine meiner Kolleginnen baut hier gerade noch eine neue Praxis, die schon eher ein Palast der Zahnheilkunde wird, und die einige Millionen kosten dürfte – in einem Ort in dem mir der Vorgänger eben dieser Kollegin, der damals als ich hier vor fast 30 Jahren anfing, nur einen Behandlungsstuhl und nur eine Helferin hatte, gesagt hat, dass sich hier in keine zwei Zahnärzte halten könnten. Der Fortschritt der Zahnmedizin hat dann, unterstützt von verantwortungslosen Journalisten und Aberglauben (Stichwort Amalgam) faktisch zu einer Explosion der Nachfrage und vor allem der Umsätze geführt – obwohl ich mir große Mühe gegeben habe den Leuten zu zeigen, wie sie zahnärztliche Behandlungen weitestgehend überflüssig machen und sich jede Menge teure Behandlungen sparen können.

  5. Schöner umfangreicher Bericht, bedauerlich finde ich die Ankündigung, dass Sie sich künftig bzgl. Landwirtschafts-Themen zurückhalten möchten, denn ich habe mir aus diesen Blog (und über die weiterführenden Links und Buchempfehlungen) so viele themengerichtete Informationen geholt wie nirgendwo anders und einiges davon ist schon in Praxis umgesetzt. Deswegen wünsche ich mir dass Sie sich nicht dem Frust hingeben, dass Sie mit Ihren Vorschlägen in Ihrem Landkreis nicht das erreicht haben was Sie sich gewünscht haben (wie auch bei dieser Bevölkerung und mit diesen Politikern?), sondern Ihren Blog auch in Zukunft mit wunderbaren Beiträgen über die gleichen Themen wie bisher weiterführen (Zahnmedizin-Themen werden mich wahrscheinlich nicht vom Hocker hauen). Ich denke die meisten Leser hier würden das genau so begrüssen und Trolle (Stichwort “Schund”) gibt es halt überall.
    Eine Anmerkung zu “Ein EMP-Angriff auf Nordamerika und Europa wäre aber nur eine von mehreren Möglichkeiten, um die Treibhausgasemissionen und den Verbrauch von fossilen Energieträgern und anderen Ressourcen durch die betroffenen Staaten schnell und effizient sehr drastisch zu senken.”. Hiebei komme ich zu einer gegenteiligen Schlußfolgerung. Im Zustand des Versorgungszusammenbruchs würde die Rest-Bevölkerung (ich glaube nicht, dass sich diese wirklich innerhalb kurzer Zeit auf nur 1% reduzieren würde) zum Heizen und Kochen zu allem greifen was brennbar ist. Vgl. Erlebnisbericht aus Bosnienkrieg (Internet-Suche ‘ein-jahr-in-der-holle-uberleben-im-bosnienkrieg’): “Wir entfernten alle Türen in unserem Haus, rissen Fensterrahmen, Holzböden und Möbel aus verlassenen Häusern und verbrannten all das zusammen um unser Haus zu heizen.”. Es würde nicht lange dauern bis jemand auf die Idee kommt, das während der vergangenen Jahre großzügig verbaute Styropor von den Häuserwänden zu reissen und zu verheizen (Es entsteht dann ein neuer Beruf – Styroporsammler). Nicht zu vergessen das brennbare Plastik das in unserer Welt en masse vorhanden ist, und “schönen” Feinstaub produziert. Letztendlich würde man die Wälder abholzen, damit kann man auch noch etliche Jahre die Luft verpesten, bis alles abgeholzt ist. Infolge eines EMP-Angriffs würde es gleich zu Beginn zu massiven Bränden aufgrund von Kurzschlüssen kommen. Dass es infolge des Kollaps zu Raubzügen von plündernen Banden und im Zuge dessen zu gelegten Bränden kommen würde, halte ich für sehr wahrscheinlich. Für mich wären dies keine guten Voraussetzungen für eine Senkung der Treibhausgasemissionen.

    1. Zunächst einmal habe ich mir gestern für 5000 Dollar (ca. 4550 Euro) das komplette “Consultant Training Program”-Paket von Elaine Ingham geleistet ( https://www.soilfoodweb.com/p/classes-and-training ), wozu aber (für mich zumindest nachvollziehbar und verständlich) auch so eine Art Schweigeverpflichtung gehört. Anderseits ist mit dem Trainingsprogramm auch der Zugang zu zwei Skype-Gruppen verbunden, was einiges an Lesearbeit erfordert. Auch ist es so, dass ich mir die Onlinekurse und Webinare alle noch einmal anhören, bzw. die Transkripte durchlesen möchte, um das Maximum aus dem Trainingsprogramm heraus zu holen.
      Davor schon habe ich mir übrigens schon einen 1,5-Tonnen-Rückwärtskipper-PKW-Anhänger zum Herbeischaffen von Material für die Kompostierung und ein Fluoreszenzmikroskop zur besseren und schnelleren Untersuchung von Bodenproben und Kompost geleistet, was auch alles Zeit kosten wird. Das Gesamtpaket ist vielleicht meine bis heute intensivste Investition in die Zukunft.
      Zum Thema Klima und Krieg ist habe ich vielleicht nicht deutlich genug herausgearbeitet, dass es mir vor allem darum ging und geht, die Gefahr der aktuellen, auf die Treibhausgase CO2 und Methan fixierte Klimapolitik und Debatte zu erschüttern um dann zu zeigen das und wie man das Problem der Klimaerwärmung wirklich effizient und vielleicht auch friedenssichernd angehen kann. Inzwischen habe ich dazu auch noch einen ganze Reihe Links gefunden und Teilweise auch gemailt bekommen. Dazu mehr in einem eigenen Artikel.
      Bei einem EMP-Angriff oder wie sonst auch immer herbeigeführten Wirtschaftskollaps würde zumindest bei kaltem Wetter in der Tat alles mögliche verheizt und Deutschland würde sehr schnell zu einer ziemlich baumlosen, unfruchtbaren Heidelandschaft. Aber die Todesrate durch Hunger und die damit verbundene Kriminalität würde die Bevölkerung auch sehr schnell sehr heftig dezimieren. Man geht davon aus, dass 90 % der Gesamtbevölkerung in den USA das erste Jahr nach so einem Angriff nicht überleben würden. In Ballungszentren werden es noch mehr sein. Was in Deutschland passieren würde ist die Frage. Ich vermute, dass bei so einem Kollaps binnen weniger Tage türkische Truppen bis zur Nordsee vorstoßen würden, mit der offiziellen Begründung, sie müssten den in Deutschland, den Beneluxstaaten und Frankreich lebenden Muslimen helfen. Was dabei und als Folge eines solchen Angriffes passieren würde ist unklar.

  6. Zur Notstromversorgung: wie gesagt, einige tausend Euro zu investieren – auch jährlich – ist für ein mittelständisches Unternehmen lächerlich im Vergleich zu anderen Investitionen. Schade, dass hier lediglich Untergangsvisionen gewälzt werden, die teilweise so absurd sind, dass ich darüber nur den Kopf schütteln kann.
    Sorry, Herr Becker. Sie treten hier – was ich durchaus mutig finde – mit Realnamen auf. Aber Sie haben nicht bemerkt, dass Sie sich hier um Kopf und Kragen reden, und die Szenarien einfach nur bar jeder Vernunft in den Raum gestellt werden. Nun gut, wenn Sie sich Ihren Ruf permanent ruinieren möchten – es ist ihr Leben. Und davon haben Sie nur eines. Denken Sie daran.

    Ich kann Ihnen versichern: die meisten Untergangsszenarien sind auf Basis falscher Daten entwickelt, und auf falschen Assoziationen. Das trifft auf Sie genauso zu, wie auf Gail Tverberg oder einem Ugo Bardi oder einem Herbert Gruhl. ALLE diese Szenarien sind nicht eingetroffen, und werden nicht eintreffen. Weil Sie eine falsche Datenbasis zu Grunde legen, und sie von denjenigen auf’s Glatteis geführt werden, die möchten, dass Sie auf’s Glatteis gehen.

    Und jeden Tag den Untergang mit X-Szenarien herbeizubeten und dann wirklich am Tag “X” zu rufen: “Seht, ich hatte recht”, ist irgendwie ein No-Brainer. Und was haben Sie dann erreicht? Nichts. Nur dass Sie zwanzig Jahre in Angst und Schrecken vor dem Untergang gelebt haben, und auch noch andere Menschen den Tag und das Leben vergällt haben. Und das ist eigentlich schade, da es eine Vergeudung von Lebenszeit und Lebensfreude darstellt.

    Ein Walter Eichelburg ist bestimmt auch kein glücklicher Mensch. Er lebt ständig in Furcht vor Crash, Moslemkrieg, Hungertod und Weltuntergang. Findet man das erstrebenswert? – Nein.

    Ugo Bardi denkt ständig, das Kohlendioxid führt zum Verglühen unserer Erde und das Erdöl ist bald alle. Und alles wird zusammenbrechen. Traurig, dass er die Realitäten und neueste Forschungen dazu nicht zur Kenntnis nimmt. Dann würde er nämlich nicht ständig wissenschaftlich unhaltbare Thesen vertreten. Das ist absolute Kleingeistigkeit, wie sie bei “Grünen” ständig zu finden ist.

    Machen Sie nicht den gleichen Fehler, Herr Becker.

    Manchmal muss man sich wie ein Mann hinstellen und sagen: “Ich habe mich komplett geirrt.” DAS hätte Schneid und Charakter. Aber das wird man von den ganzen Weltuntergangs-Fetischisten nicht hören. Die sind zu sehr in ihrer Filterblase verhaftet, und aus Schamhaftigkeit will man sich nicht eingestehen, dass man 15 Jahre lang Unsinn gepredigt hat.

    Denkt mal darüber nach, ganz emotionslos bitte.

    1. Eichelburg und Tverberg in einem Zusammenhang?!
      Passen Sie auch auf Ihren Ruf auf, Richard!
      Brexit, Trump, Bolsonaro, Verschuldungsorgien …….. etc., haben eine gemeinsame Ursache:

      Es ist nicht mehr genug Suppe (Nettoenergie) für alle da.
      Die Physik gewinnt immer!

    2. @Richard,
      über den Sinn und Unsinn von Extremwerten und entsprechenden Szenarien kann man zumindest längere Artikel schreiben. Eine kurze Antwort ist, dass man mit Hilfe von Extremwertbetrachtungen komplexe Zusammenhänge und Entwicklungen besser verstehen kann. Damit kann man dann auch erfolgreicher nach wirklich funktionierenden Problemlösungen suchen.
      Dass die Beschäftigung mit Katastrophenszenarien welcher Art auch immer Angst verursacht, kann ich nicht nachvollziehen. Wenn einem so ein Szenarium unglaubwürdig erscheint kann und wird man es verdrängen. Wenn es vernünftig und begründet erscheint, dann wird man vernünftiger Weise weiter darüber nachdenken und nach Problemlösungen suchen. Angst wird man nur dann haben, wenn man das Szenarium für realistisch und für wirklich sehr gefährlich hält UND wenn man gleichzeitig keine akzeptablen Problemlösungen finden kann. Wenn dass der Fall sein sollte, können öffentliche Diskussionen und zusätzliche Informationsquellen vielleicht doch zu akzeptablen Problemlösungen führen.
      http://www.freizahn.de war und ist in diesem Sinne eine Suche nach Informationen und Bausteinen für die Lösung von Problemen die bei vielen Angst auslösen, eben weil diese Probleme einerseits sehr gefährlich und anderseits mit den den meisten Zeitgenossen bekannten Informationen nicht lösbar erscheinen. So gesehen halte ich das Schreiben für http://www.freizahn.de für eine ethische und religiöse Verpflichtung, im Sinne des Gleichnisses von den Anvertrauten Talenten: https://de.wikipedia.org/wiki/Gleichnis_von_den_anvertrauten_Talenten und auch für eine Bürgerpflicht.

      Anderseits kann es für mich in der Tat sehr vorteilhaft sein, wenn möglichst viele meine Bedenken für Blödsinn halten.
      Das das Erdöl nie wirklich alle sein wird ist mir ebenso klar, wie die Tatsache, dass Deutschland nach wie vor über großer Steinkohlevorräte verfügt. Selbst in der Eifel hier gibt es ganz real Steinkohleflötze, die hier dazu sogar sehr nah an der Oberfläche liegen, wie ich vor einigen Monaten bei einer Waldbegehung gelernt haben. Das Problem ist nur immer wieder die Nettoenergie. Eine Kohleflötze von 2 bis 3 mm Dicke in 50 cm Tiefe hier in der Eifel, oder ein Kohleflötz von vielleicht 50 cm Dicke und in 1500 m Tiefe, oder was man jetzt im nördlichen Ruhrgebiet oder im Saarland noch hat, kann einfach nicht die Nettoenergie liefern, die man zum weiteren Betrieb unserer Zivilisation benötigt. Wind- und Solarenergie können es auch nicht. Die historische Referenz für eine wirklich nur eine mit erneuerbaren Energien betriebene Gesellschaft habe ich im letzten Sommer in den Freilichtmuseen in Telsiai in Litauen und in Riga in Lettland, sowie in Schloss Rundale gesehen. Am beeindruckendsten fand ich das faktisch fensterlose, unisolierte und unbeheizte Wohn- und Arbeitszimmer eines Knechtes in einem Gebäude, ungefähr aus der Zeit des 1. Weltkrieges. So sah sie aus, die nur mit erneuerbaren Energien betriebene Welt. Aber nicht nur so. Das Schloss Rundale ( https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Rundāle ) mit all seinem Luxus war auch ein Zeugnis vom Leben in einer nur mit erneuerbaren Energien betrieben Welt, und es ist viel älter als die allermeisten dieser ärmlichen Häuser der Bauern, Fischer und Handwerker in den Freilichtmuseen.
      Ein Projekt hinter http://www.freizahn.de ist die Beantwortung der Frage, wie man die Lebensqualität und den Lebensstandard in einer solchen, nur von erneuerbaren Energien abhängigen Gesellschaft durch intelligente Anwendung des heute vorhandenen Wissens auf Dauer, und nicht nur für ein paar Jahre oder Jahrzehnte, höher ansiedeln kann als früher.

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