Updates der Deagel-Liste

In US-Militärwerbung: BRD verliert fast 50 Millionen Einwohner bis 2025 hatte ich schon etwas über die Deagel-Liste geschrieben, auf die ich durch den Artikel  Was taugen die Prognosen der Deagel-Liste? In Deutschland 60% Bevölkerungsrückgang in den kommenden 7 Jahren?? von Konstantin Kirsch aufmerksam geworden war. Nun hat die Deagel-Liste die Prognose für den Bevölkerungsrückgang in Deutschland noch weiter nach unter korrigiert.

Leider habe ich keine Kopie der alten Daten der Deagel-Liste.  Konstantin Kirsch hat für seinen Artikel  aber die historischen Daten und er hat damit sehr übersichtliche  Grafiken angefertigt, die die Veränderungen der Prognosen für die Bevölkerungsentwicklung für Deutschland und die USA zeigen. Ich habe hier die Grafik in einem kleinen Format  einkopiert und verlinke auf das Original

Die Bevölkerungsprognose der Deagel-Liste für das Jahr 2025 für Deutschland lag demnach bis 2014 noch bei ca. 80 Millionen. Seit 2015 wurde für Deutschland in der  Deagel-Liste immer weiter herabgestuft.  Im April 2018 erfolgte nun noch einmal eine Herabstufung um rund 3 Millionen Einwohner, auf nun nur noch  28,1 Millionen für das Jahr 2025 – was ungefähr dem Stand von 1842 entspricht1 . Für Deutschland würde das einen Bevölkerungsrückgang von mehr als 52 Millionen Einwohnern innerhalb der nächsten knapp 7 Jahre bedeuten.

Die  Prognose für die USA wurde nun von vorher 54,3 auf nun über 99 Millionen Einwohner hochgestuft. Donald Trump scheint den USA gut zu tun.

Im Bezug auf die pro Kopf verfügbare Kaufkraft der verbleibenden Restbevölkerung und auch im Bezug auf Militärausgaben sieht die Deagel-Liste Deutschland bis zum Jahr 2025 hinter Ländern wie  wie Argentinien, Turkmenistan, Irak und Polen zurückfallen. Dabei ist zu bedenken, dass der Markt für Immobilien, Land und vieles andere bei einer in kurzer Zeit um mehr als 60 % geschrumpften Bevölkerung hoffnungslos übersättigt sein wird. Was dann wertvoll sein wird, sind menschliche Arbeitskraft, insbesondere wenn sie mit handwerklichem Geschick und Improvisationsvermögen kombiniert ist. Wie die Erfahrung in Russland gezeigt hat, werden auch private Anbieter von “Sicherheit” Konjunktur haben2. In Klartext heißt das, es wird jede Menge Schutzgeld erpressende Gangs, oder was man früher Raubritter nannte, geben . Wer Lebensmittel produziert wird, wie die Bauern im Mittelalter, fast alles abgeben müssen, um nicht geplündert zu werden. Es gäbe natürlich Alternativen, wie z.B. die Organisation lokaler, oder kommunaler Bürgerwehren, aber so etwas ist politisch völlig unkorrekt und daher für fast alle undenkbar. Man wird die Sicherheit also lieber an externe Firmen wie die Mafia und diverse Gangs outsourcen. Faktisch ist das dann aber die Mentalität, die schon im frühen Mittelalter die Leibeigenschaft in Deutschland und anderen Teilen Europas etabliert hat.

Bemerkenswert finde ich die Prognose für Russland. Russland würde demnach zwar auch –  oder nur – ca.  0,429 Millionen Einwohner verlieren. Das Bruttosozialprodukt, der Militärhaushalt und vor allem auch die pro Kopf verfügbare Kaufkraft würde in Russland aber massiv steigen. Die Russen werden demnach in wenigen Jahren pro Kopf eine ungefähr dreimal so hohe Kaufkraft haben wie die verbleibende Restbevölkerung Deutschlands. Während für das Bruttosozialprodukt Deutschlands eine Schrumpfung auf ein Sechstel prognostiziert wird, wird für Russland fast mit einer Verdreifachung gerechnet.

Meine Prognose für Russland ist vor diesem Hintergrund, dass die Masse der Russlanddeutschen, der in den Westen ausgewanderten Russen und auch viele andere Deutsche und Westeuropäer versuchen werden, insbesondere nach Russland auszuwandern.

Das passt alles einigermaßen gut zu den Daten über die Entwicklung  Ölproduktion und den Ölverbrauches in den verschiedenen Regionen, die ich in Der aufziehende Sturm am Ölhimmel auf der Basis der Ausarbeitung von Dr. Michael Dittmar gezeigt habe.  Auch mein  Eindruck, dass BAYER mit dem Kauf von Monsanto eine extreme Fehlinvestitionen getätigt hat, und dass BAYER  die sich anbahnende Revolution in der Landwirtschaft wohl kaum überleben wird, passt in dieses Bild.

Was ich in Einige Fakten zu Energiewende und Klimaschutz zusammengetragen habe, passt ebenfalls zu den Prognosen der Deagel-Liste.

Es könnte vor diesen Hintergründen vielleicht sinnvoll sein, wenn die Bevölkerung zumindest auf lokaler Ebene über die Aufrechterhaltung der Sicherheit und auch der Nahrungs- und Trinkwasserversorgung nachdenken würde. Oder brauchen wirklich fast alle erst eigene praktische Erfahrung? Das Problem mit der eigenen praktischen Erfahrung ist hier, wie in vielen anderen Bereichen allerdings auch, dass sie  ziemlich tödlich und schrecklich sein können. Für viele ist diese Art eigene praktische Erfahrung dann die letzte Erfahrung ihres Lebens. Insofern könnte es Sinn machen hin und wieder etwas voraus zu denken, auch wenn es schwer fällt.

Was für ein Irrenhaus Deutschland mit seinen Parteien, seinen Mainstreammedien und seinen Wählern ist, habe ich gerade noch einmal eindrucksvoll durch den schon am 28.9.2013, also vor fast 5 Jahren, veröffentlichten Youtubebeitrag:  Warum Exportweltmeister nichts gutes ist! Andreas Popp und Prof. Sinn gesehen. D.h. , ist das wirklich  irre was da abgeht? Was ist seit 2013 passiert? Die Flutung Deutschlands mit diesen “Fachkräften” die oft nicht einmal lesen und schreiben können, mit “Schutzsuchenden” die meist nur Schutz vor der Notwendigkeit selber zu arbeiten suchen und  “Bereicherungen”, die faktisch aber eher vermeidbare Belastungen und unsinnige Komplexitätskostensteigerungen und damit Kollapsbeschleuniger3 sind, kann man ebenso wie die zum Scheitern verurteilte “Energiewende”  zynisch als Mittel zum Abbau der deutschen Exportüberschüsse begreifen. Ich wäre eher dafür gewesen, die Exportüberschüsse  durch kürzere Arbeitszeiten, durch Investitionen in bessere Schulen, Bildungsreisen, von Industrieinteressen freie Forschung und die Finanzierung von Auslandsstudien für die deutschstämmige Bevölkerung der BRD abzubauen.  Vermutlich hätte man damit auch für den Rest der Welt wertvolle, Fluchtursachen und Umweltzerstörung in Afrika, im Orient und anderswo reduzierendes Wissen entwickelt, während Deutschland eine ausgeglichene Handelsbilanz gehabt hätte. Stattdessen haben die Deutschen wie die Bekloppten faktisch umsonst gearbeitet, um damit  global und auch in ihrem eigenen Land die Umweltzerstörung und den Verbrauch nicht erneuerbarer, fossiler Energieträger und Rohstoffe zu steigern oder zumindest auf einem hohen Niveau zu halten. Was anderes sind denn die Exporte der teuren deutschen Autos, Agrarchemikalien und Maschinen?

Das Deutschland der Angela Merkel ist meines Erachtens ein  im Grunde abgrundtief böses und zugleich auch sehr dummes Land.

Die Quittung kommt nun allmählich, wie die auf der Analyse von Daten der CIA, des IMF, der UN und vieler anderer Organisationen beruhenden Prognosen www.deagel.com/country/forecast.aspx  andeuten.

Schade, dass man in Deutschland zum Lernen offenbar immer eigene praktische Erfahrung zu benötigen scheint – auch wenn diese Erfahrung den Tod von Millionen Menschen oder/und die Zerstörung der Umwelt bedeutet.

Kelberg, den 6. Juli 2018

Nachtrag vom 22.7.2018:

Zum Thema Deagel-Liste möchte ich die folgenden Links nachtragen:

Christoph Becker

 

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  1.  https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Volkszählungen_in_Deutschland  

  2. siehe auch  Dmitry Orlov The Five Stages of Collapse: Survivors’ Toolkit  

  3. siehe Kollaps komplexer Gesellschaften – Interview mit Prof. Dr. Joseph Tainter  

20 Gedanken zu „Updates der Deagel-Liste“

  1. Die vorherrschende Ideologie in Politik, Medien, Schulen etc. lässt sich vielleicht am besten mit einem riesigen Ozeandampfer vergleichen. Es dauert lange, bis er Fahrt aufnimmt. Ist er jedoch einmal in Schwung, ist eine abrupte Kurskorrektur so gut wie unmöglich.
    Auch wenn sich da und dort Zellen aufmüpfiger Bürger finden, so bedeutet das noch lange nicht, dass der Kahn plötzlich seine Richtung ändert. Die Geschichte bietet dafür beredte Beispiele.
    Das Schiff wird erst dann zum Stillstand kommen, wenn es auf Grund läuft. Und dann wird es plötzlich heißen: Rette sich, wer kann!

  2. Hallo Herr Becker,

    Was ist Iher Meinung nach der Grund, dass die Niederlande laut Deagel-Prognose 2025 soviel besser abschneiden werden, sowohl finanziell als auch qua Bevölkerungsrückgang?
    Ich sehe ehrlich gesagt keine großen Unterschiede zwischen Deutschland und Holland die eine so große Diskrepanz erklären und verstehe auch nicht warum eventuelle Katastrophen vor einer Grenze haltmachen würden.

    1. @Peter,
      das mit den Niederlanden habe ich auch gesehen und mich gefragt wie das möglich ist. Flüchtigkeitsfehler?
      Ich kenne die Wirtschaftsdaten der Niederlande nicht gut genug, aber nach allem was ich weiß und sehe sind die Niederlande durch ihre Häfen, ihr Engagement in der Binnenschifffahrt und auch im Bereich Gartenbau und Landwirtschaft sehr von der Wirtschaft in Deutschland abhängig.
      Der anonyme Niederländer vom Blog thesenecaeffect.wordpress.com , den ich in zitiert habe, sieht es wohl auch so, dass die Niederlande bei einem wirtschaftlichen Kollaps zu den richtig heftig betroffenen Ländern gehören.
      Es geht bei der Deagel-Liste übrigens nicht um Katastrophen oder Kriege, sondern ausdrücklich “nur” um einen wirtschaftlichen Kollaps oder Niedergang, wie ihn z.B. Dmitry Orlov in seinem Buch über die 5 Stadien des Kollapses beschreibt.

    2. Darüber war ich auch überrascht, und ich habe mir Gedanken gemacht.

      Wir wissen ja nichts über die Zusammensetzung der Reduktion. Das müssen nicht alles Tote sein.
      Wenn es z. B. in Deutschland zu einem Bürgerkrieg kommt (z. B. Gutmenschen gegen schlechte “Rechte”, oder Moslems gegen Andersgläubige), dann würden die Angreifer sicher vertrieben.
      Vllt. helfen auch die Russen und verlieren Hunderttausende.
      Aber dann strömen Deutsche vllt. nach Holland und Russland und würden den Bevölkerungsrückgang kompensieren.

      Die Deagel-Liste zeigt ja nur Summen, nicht ihre Zusammensetzungen.

  3. Keine Ahnung was der Hintergrund der Deagel-Liste ist oder wer Sie auf Basis von was fabriziert. Akuell haben wir jedoch so viele Abbruchkanten…. (http://limitstogrowth.de/2018/06/05/von-kollaps-abbruchkanten-und-naechster-wirtschaftskrise/) – und in DE noch ein paar mehr davon, wie Herr Becker korrekt ausführt – da wird einem (und mir) schwummerig.

    Jedoch werden meiner Ansicht nach nur wenige daraus Schritte ableiten. Es müssen ja nicht mal die richtigen sein, denn keiner weiss was “richtig” im historischen und persönlichen Kontext hätte “sein” sollen oder können. Weiter so und aussitzen ist sicher keine Gute und von Erfolg gekrönte Strategie.

    1. @hc
      schwummerig ist mir dabei nicht. Es wird eine heroische Zeit.
      Ich habe mir dazu gerade Schillers Reiterlied, “Wohl auf Kameraden, aufs Pferd!” ( https://youtu.be/MciCKJDF-l0 ) angehört.
      Aus meiner Jugendzeit passt auch Bob Dylans “The Times They Are A-Changin'” ( https://youtu.be/TlPV4wtZ6HE ).
      Es ist ja nicht das Ende der Welt. Wie bei einem Schiffsuntergang kommt es darauf an, dass alle sich anstrengen und ihre Rolle gut ausfüllen. Mit etwas Glück geht die Reise dann eben mit dem Rettungsboot weiter.
      Ein Resultat meiner Beschäftigung mit alle den schlimmen Dingen, die passieren können und teilweise voraussichtlich auch wirklich passieren werden, ist bei mir das Thema Landwirtschaft, das mich jetzt zu der Boden-Mikrobiologie gebracht hat. Ein absolut spannendes Thema und wohl auch eine phantastische, sehr praktische Möglichkeit, mit der ich so noch vor wenigen Wochen nicht gerechnet habe.

      1. Wie bei einem Schiffsuntergang kommt es darauf an, dass alle sich anstrengen und ihre Rolle gut ausfüllen.

        Ich denke sehr, sehr viele werden einfach unfähig sein zu handeln, schuldige Suchen, etc. pp. Heute ist ja fast alles die Schuld eines anderen, irgendwer anders zuständig und alles was unbequem ist wird vermieden.

        Gute Dinge Essen und selber zubereiten? Unbequem…
        Bewegung & Sport? Unbequem und anstrengend…
        Gemüse & Obst-Garten? Anstrengend….
        Spaaren und erst später kaufen? Keine Geduld….
        Lesen, recherchieren, gedanken machen? Anstrengend…
        etc. pp.

        Der aktuelle Podcast bei Martenson (https://www.peakprosperity.com/podcast/114151/charles-hugh-smith-we-desperately-need-shared-values-connection-positive-social-roles) geht in eine ähnliche Richtung. Er thematisiert auch den Unterschied von Regeln und Werten (Values) als Basis von Gemeinschaften.

        Gerade deswegen sehe ich u.a. in DE keine Zukunft. Die gemeinsamen Werte werden mehr und mehr zerstört. Auf mehreren Ebenen. Die Regeln hingegen werden gebogen wie es nur geht – außer z.B. bei den Steuergesetzten & Abgaben.

        Es wird und bleibt spannend….

    2. @hc

      Aktuell haben wir jedoch so viele Abbruchkanten…. (http://limitstogrowth.de/2018/06/05/von-kollaps-abbruchkanten-und-naechster-wirtschaftskrise/)

      Habe gerade den verlinkten Artikel auf limitstogrowth.de gelesen. Beeindruckend, es wäre zu wünschen, dass zumindest die etwas höheren Chargen, so ab Ortsparteivorsitzender, Bürgermeister, Landrat und Schuldirektor, das lesen und zumindest halbwegs verstehen würden.
      Etwas zynisch betrachtet wird allerdings schon sehr intensiv an Lösungen gearbeitet, wie ich in https://www.freizahn.de/2017/05/gedanken-zum-film-bauer-unser/ zu erklären versucht habe:

      Während ich den Film gesehen hatte, drängte sich mir daher immer wieder der folgende Gedanke auf: “Die Menschen in Europa bauen sich ihr eigenes Vernichtungslager.” Die bereiten eine Massenvernichtung der Mitglieder ihrer eigenen Zivilisation vor, verglichen mit der die Verbrechen der Nazis sich wie ein zwar extrem schreckliches, aber mit Blick auf die Zahl der Toten am Ende wohl ziemlich harmloses Vorspiel ausnehmen werden

      Dabei ist auch an Afrika, Asien und Südamerika gedacht, wo immer mehr Menschen in Megastädten konzentriert werden, die bei einem Kollaps der Nahrungs- und Trinkwasserversorgung, genauso wie Köln, München, Hamburg, Berlin und das Ruhrgebiet faktisch zu ziemlich effektiven Vernichtungslagern werden, auch wenn die Vernichtung etwas chaotisch abläuft.
      Dabei wird auch ein möglicher weiterer Grund für den prognostizierten, weiteren wirtschaftlichen Aufstieg Russlands deutlich:
      Man stelle sich vor, es kommt z.B. wegen einer Hitzewelle oder aus anderen Gründen zu einer heftigen Missernte in Mittel- und Westeuropa. Die Russen könnten dann in die Lage kommen, dass sie nicht nur erst irgendwann Ende der 20er Jahre für Öl, sondern schon einige Jahre früher für Nahrungsmittel, fast jeden Preis erzielen können, den die Kunden im Ausland noch irgendwie bezahlen können.

      1. @cb

        Danke für die Blumen für den Artikel. Ja, ich weiß nicht ob das einer meiner letzten dort sein wird. Irgendwie ist bei mir alles gesagt und durchgedacht.

        Da bei peak-oil.com außer meinen Gastbeiträgen nichts mehr läuft kenne ich nur noch Dein Blog hier, was wirklich qualifiziert diese Themen analysiert, Gedanken dazu formuliert und versucht konstruktive Ausblicke zu geben.

        So hoffe ich auch, das dieser Sommer nur ein Ausreißer ist… und denke dabei latent an McPhersons Zusammenfassungen zum Klimawandel und der Dynamik, welche ja auch von Sam Canara (Kunstname, Arctic-News Blog), etc. pp. Egal wie man es sieht – in den nächsten 10 Jahren haben wir eine Unmenge von Abbruchkanten und Zuspitzungen… ich denke nicht das die Systeme, selbst wenn gewollt, dieses verkraften können.

    1. Dazu habe ich noch einen Bericht gefunden, wo ein Ausschnitt aus dem russischen TV gezeigt wird: https://schluesselkindblog.com/2018/07/09/suedafrika-rassismus-gegen-weisse-bevoelkerung-wird-das-ende-des-einst-erfolgreichen-afrikanischen-landes-sein/
      Demnach ging die Initiative von Russland aus, dort ist man anscheinend sehr daran interessiert, die Landwirtschaft aufzubauen. Hier tut man also etwas für die Zukunft, ganz das Gegenteil davon was in Deutschland derzeit passiert. Wer weiß vielleicht hat auch Christoph Beckers Brief an Putin zur Inspiration beigetragen?

  4. Aus gegebenem Anlass möchte ich darauf hinweisen, dass die Deagel-Liste global bis zum Jahr 2025 nur eine eher geringe Bevölkerungsreduktion von weniger als 7 %, nämlich von 7,4 Milliarden im Jahre 2017 auf 6,9 Milliarden im Jahre 2025 prognostiziert.
    http://www.deagel.com/country/Germany_c0078.aspx
    Bei dieser Gelegenheit habe ich noch einmal etwas recherchiert und den folgenden Artikel vom Januar 2016 gefunden:
    https://linkezeitung.de/2016/01/22/die-neue-deagel-liste-die-isis-die-halbierung-der-bevoelkerung-und-die-drittelung-des-bip/
    Darin sieht man, dass die damalige Deagel-Liste für Deutschland im Jahre 2025 noch eine Bevölkerung von mehr als 48 Millionen annahm. Heute liegt die Prognose bei 20 Millionen weniger.
    In dem Artikel von Norbert Nelte in der Linkszeitung seht gleich zu Anfang:
    Deagel ist ein professioneller Geheimdienst-Informationsdienstleister, der alle westlichen Geheimdienste bedient. Seine Informationen bezieht der Dienstleister von offiziellen Daten, die er nur zusammenfasst. Die Summe seiner neuen Liste stimmt in etwa überein mit der Prognose des MIT Forschungszentrums der Harvard Universität.

  5. Das ist doch alles UNMÖGLICH….

    …soviele fehlende Menschen würde das gesamte Wirtschaftsleben auf den Kopf stellen. Ein Land wäre so nicht mehr zu betreiben, es gäbe große Geisterstädte wo niemand mehr wohnt, ja sogar ganz Geisterregionen mit leeren Städten und Autobahnen die verfallen…

    … es sei denn es gab einen großen Krieg, aber dann ist sowieso ALLES komplett anders, und wir leben auch wieder so wie im 18 oder 19. Jahrhundert.

    1. Klar, wenn über 50 Millionen in wenigen Jahren das Land ungeplant in Richtung Jenseits und Ausland verlassen, dann ist das Land nicht mehr so zu betreiben wie bisher. ABER, die Annahme der Deagel-Liste ist, dass diese vielen Menschen das Land auf die eine oder andere Weise verlassen, weil die Wirtschaft nicht mehr funktioniert und weil das Wirtschaftsleben auf dem Kopf steht.
      Die Grundannahme der Leute hinter der Prognose der Deagel-Liste ist dabei, dass es hier im Westen zu einem Kollaps, wie in den Ländern der ehemaligen UdSSR in den 90er Jahren kommen wird. Das Problem des Westens ist dabei die Fallhöhe. In der UdSSR waren die Leuten einigermaßen daran gewöhnt und damit auch darauf eingestellt, dass das System nicht richtig funktioniert. In den westlichen Industriestaaten ist das anders.
      Ein Kollaps der Wirtschaft würde hier in Deutschland auch ganz ohne Krieg in ziemlich kurzer Zeit die Städte weitgehend entvölkern. Menschen können etwa 3 Tage ohne Wasser und ca. drei Wochen ohne Nahrung überleben. Die Städte haben wahrscheinlich für ca. 3 Tage Lebensmittel. Nach wenigen Tagen ohne Lebensmittel wird ein großer Teil der Bevölkerung ziemlich heftig ausrasten und sich plündernd, raubend und mordend zu holen versuchen was noch zu bekommen ist. Viele werden einfach Selbstmord begehen.
      Anders als bei der letzten Hungersnot nach dem 2. Weltkrieg wird nun auch auf dem Land fast nichts mehr zu holen sein. Das Leben in Deutschland ist heute von extrem komplexen Strukturen und ständigem Nachschub an Energie, Nahrungsmitteln und Rohstoffen abhängig. Deutschland ist heute wie die Titanic: Die meisten Passagiere und die Schiffsführung halten es für unsinkbar und genießen das Leben. Die verfügbaren Rettungsmittel sind völlig unzureichend. Aber tatsächlich ist das Schiff sehr wohl sinkbar und es ist viel zu schnell in sehr gefährlichen Gewässern unterwegs.
      Wie Joseph Tainter gezeigt hat ( ) wird Deutschland auf jeden Fall, auch ganz ohne Krieg an seiner zunehmenden Komplexität kollabieren. Die Grenzöffnung von 2015 und die Vorfälle in der Silvesternacht 2015/16 in Köln und anderswo waren nur kleine Kostproben und erste Anzeichen.
      Die erstaunliche Verbesserung der Prognose der Deagle-Liste für die USA könnte auch damit begründet sein, dass Donald Trump tatsächlich versucht die Komplexität der USA kontrolliert zu reduzieren.
      In Deutschland dagegen steigt die Komplexität weiter an.
      Auf Youtube findet man mit “deagel liste” übrigens eine ganze Menge. Durch diese kann man auch Daten älterer Prognosen finden.

    2. Ich möchte ausserdem anmerken, dass Deutschland momentan eines der dichtbesiedelsten Länder Welt ist!

      Also orgelheinz, leben ist auch möglich wie in anderen Ländern! 🙂

      1. Wozu man sich dann auch noch klar machen sollte, dass man in Deutschland eben nicht das ganze Jahr im Lendenschurz herumlaufen kann. Im Winter, und oft auch im Herbst und Frühjahr, kann man in Deutschland ohne Heizung und/oder entsprechende Kleidung nicht überleben. In Deutschland und auch in England waren nun aber die Wälder, also die Bioenergiequellen, schon bei Beginn der industriellen Revolution zu stark benutzt und heftig geschrumpft. Hier in der Eifel war vor 200 Jahren, also Folge des übermäßigen Holzverbrauchs, die Hälfte der Fläche nur noch Ödland. Dabei war die Bevölkerungsdichte weit geringer als heute (https://www.freizahn.de/2015/04/unsichtbare-nutzflaechen/ ). Wind- und Solarenergie waren neben der nicht mehr genug nachwachsenden Bioenergie, bis zum Beginn der industriellen Revolution faktisch die einzigen Energiequellen. Den daraus resultierenden Lebensstandart kann man in diversen Museen kennenlernen. Der Mangel an Energie war damals der Anreiz die fossilen Energieträger nutzen zu lernen. Für viele war der Energiemangel mit seinen Folgen auch ein Grund aus zu wandern. Jetzt sind die fossilen Energievorräte in D aufgebraucht, außerdem ist viel Land ist durch die verlorenen Kriege, durch Umweltschäden und Bodenversiegelung verloren gegangen, während die Bevölkerung sich dank der Verfügbarkeit großer Mengen fossiler Energieträger vervielfacht hat. Gute Vorbilder in der Natur sind die Bakterien in einem Weinfass und auch die Geschichte von den Rentieren auf St. Matthew Island: http://www.stuartmcmillen.com/de/comic/die-insel-st-matthew/ . Obwohl die Deutschen als Menschen einen Verstand haben und besser gebildet und informiert sind (oder zumindest sein könnten) als jede Generation vor ihnen, unterscheiden sie sich von den Bakterien und den Rentieren, indem sie Millionen, meist ungebildete “kulturelle Bereicherungen”, “Schutzsuchende” (komischerweise meist junge Männer im wehrfähigen Alter), “Fachkräfte” usw. aus anderen Kulturkreisen als zusätzliche Esser und Umweltverbraucher ins Land holen und so die Bevölkerungsdichte, den Umweltverbrauch und die Komplexitätskosten weiter steigern.
        Zum Thema “unmöglich” noch ein Zitat des Kapitäns der Titanic, Edward John Smith ( https://www.gutzitiert.de/zitat_autor_edward_john_smith_7205.html )

        In meiner ganzen Berufserfahrung habe ich kein einziges Mal ein Schiff in Seenot gesehen. In all meinen Jahren auf See bin ich niemals schiffbrüchig gewesen, und niemals war ich in einer Situation, die drohte in irgendeiner Art von Desaster zu enden.

        Als Abschluss seiner Karriere hat er dann eine der größten Schiffskatastrophen der Geschichte als Kapitän miterlebt ( https://de.wikipedia.org/wiki/RMS_Titanic )

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