Rette sich wer kann

Auf der Suche nach einem Link zu einer Kopie der in der Ausgabe Januar 2018,  des Compact-Magazins auf S. 16-17 abgebildeten, im folgenden wiedergegebenen Europakarte mit dem Titel “Europa unterm Halbmond” habe ich einige interessante andere Links gefunden. 

Europa unterm Halbmond – die Karte

Zunächst die Karte, wegen der ich gesucht hatte. Das Compact-Magazin möge mir verzeihen und ich empfehle sehr, deren Original-Heft als pdf-Datei oder in Papierform zu kaufen, weil darin weitere sehr interessante Artikel zu diesem und anderen Themen zu finden sind:

Seite 16-17 aus der Ausgabe Januar 2018, des Compact-Magazins. Link auf das Original-Magazin: https://www.compact-shop.de/shop/compact-magazin/compact-magazin-januar-2018/

Wie man sieht, gibt es in Europa einen von Estland bis Kroatien und Rumänien reichenden Gürtel, in dem die Islamisierung verschwindend gering ist und voraussichtlich auch bleiben wird.

Zu der obigen Karte passt auch der Bericht des israelischen Journalisten Zvi Jecheskeli, der als syrischer Flüchtling getarnt in Deutschland recherchiert hat. Ein Bericht dazu wurde am 16. Februar 2018 unter anderem auf der Internetseite in der Jungen Freiheit veröffentlicht:  Islamisierung – Eine stille Eroberung.

Türkische Eroberungsphantasien und die BW

Auf der Suche nach einem anderen Link auf die obige Karte habe ich den folgenden Artikel mit Videobeitrag bei Epoche Times vom 17. August 2017 gefunden: „Könnten Europa in drei Tagen erobern“ – Türkische Zeitung propagiert Invasion im Westen, Danach schwelgen manche Türken schon ernsthaft in der Vorstellung, Deutschland mal eben in einem Blitzkrieg militärisch zu erobern. Dieser Artikel der Epoche Times ist sehr lesens- und hörenswert.

Einige Zitate:

Die Erdogan-nahe türkische Tageszeitung „Yeni Söz“ druckte am 2. August als Aufmacher eine Europakarte, farbig markiert, mit dem Titel: „Wenn wir heute früh anfangen, könnten wir Europa in drei Tagen erobern“. Dabei bezog sich die Tageszeitung auf den StratFor-Gründer George Friedmann.

….

Die Eroberungsträume und Gewaltandrohungen kommen nicht aus dem Nichts. Der türkische Präsident Erdogan hatte vor dem G20-Gipfel eine ähnliche Rhetorik angewandt. „Deutschland begeht Selbstmord“, meinte er, als ihm untersagt wurde, auf deutschem Boden aufzutreten.

…..

„Yeni Söz“ behauptete nun: „Friedman sagte, die Türken könnten Deutschland an einem Nachmittag und Frankreich, wenn sie überhaupt den Mut haben zu kämpfen, in einer Stunde besiegen.“ [Anm. d. Red.: Friedman hatte in der Vergangenheit lediglich gesagt, dass er die Türkei für den militärisch stärksten Akteur in Europa hält. Vergangenes Jahr bezeichnete er die Türkei als eine aufstrebende Supermacht, berichtete Turkish Minute.]

„Friedman liegt falsch.“, so der Artikel weiter. „Wenn man dem internationalen Forschungsinstitut Gallup glaubt, das gefragt hat, ob die Menschen für ihr Land kämpfen würden, haben die Europäer die weißen Fahnen schon jetzt ausgepackt, falls es zum Krieg kommt.“ Deutschland würde von seinen Bürgern im Stich gelassen. Am nächsten Tag könne man dann Italien hinzufügen.

Die türkische Zeitung bezog sich dabei auf eine Umfrage von vor zwei Jahren, in der 18 Prozent der befragten Deutschen sagten, dass sie bereit seien, für ihr Land zu kämpfen. Bei den Briten waren dies 27 Prozent, bei den Franzosen 29 Prozent.

Die 18 % der Deutschen, die überhaupt nur noch bereit wären Deutschland zu verteidigen, entsprechen ungefähr dem Prozentsatz derjenigen, die AfD, NPD und Republikaner gewählt haben. Die Mehrheit ist jedenfalls ganz offensichtlich dafür, Deutschland bei einem Angriff kampflos aufzugeben und zu kapitulieren.

Die Türken spinnen also keineswegs, was zusätzlich auch die folgenden Nachrichten und Artikel über den traurigen Zustand der Bundeswehr zeigen:

  • Die Welt am 20.1.2018: Wehrbeauftragter hält Bundeswehr für „derzeit nicht einsetzbar“.
  • Die Welt am 16.2.2018: “Dann schlage ich die Auflösung der Bundeswehr vor”.
  • Reuters, 8. Juli 2016: INSIGHT – Leere Munitionsdepots gefährden Einsatzfähigkeit der Truppe. Zitate: Der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels prangert das Problem offen an. “Der frühere Nato-Standard war Gefechtsmunition für 30 Tage. Wir sind jetzt eher bei zwei Tagen”, kritisiert der SPD-Politiker, der schon seit Jahren hohle Strukturen bei Personal und Material beklagt.  …..  “Wir werden am Ende 146 Eurofighter haben und dafür 150 Lenkflugkörper Meteor”, sagt Bartels. “Im Moment verfügt die Luftwaffe, solange der Meteor noch nicht da ist, ich glaube über 86 weit reichende AMRAAM-Raketen für etwa 120 Eurofighter. Das geht in Richtung symbolische Bewaffnung.”
    …. Benötige die Bundeswehr etwa 120-Millimeter-Großkalibermunition, wie sie der Kampfpanzer Leopard 2 verschießt, oder Mittelkalibermunition von 20 oder 30 Millimetern für die Schützenpanzer Marder und Puma, müsse das Unternehmen teils deutlich mehr als ein Jahr vorher Bescheid wissen.
    Die müssten also nach vielleicht 2 Tagen Krieg den Gegner um mehr als ein Jahr Frieden und dazu natürlich auch um einen intakten Welthandel bitten, um Munition zum Weiterkämpfen bekommen zu können. Der nächste Angriff der Türken auf Europa wird daher wohl erst an der Nordsee und nicht mehr bei Wien enden – es sei denn, man setzt ganz real eine größere Menge Atomwaffen ein.
Weitere Probleme der Bundeswehr hatte ich schon in Einige Probleme der Bundeswehr erwähnt.
Speziell zur Türkei siehe auch das Interview  Max Otte: Darum kollabiert die Börse in Trumps erster Amtszeit // Mission Money auf Youtube. Bei [14:53] erklärt Otte darin, dass die Türkei so gut wie pleite ist. Ferner siehe meinen Artikel Der aufziehende Sturm am Ölhimmel, in dem ich die zweiteilige Analyse von Michael Dittmar über die Prognose der Produktion und des Verbrauch von Erdöl bis 2035. Dittmar weißt in Teil 2 darauf hin, das die Türkei oder Ägypten versuchen könnten sich mit den früher zum osmanischen Reich gehörenden muslimischen Staaten am Persischen Golf zu verbünden und deren Öloexportkapazität zu nutzen um im Nahen Osten eine neue, große Wirtschaftsregion auf zu bauen, was dann die am Weltmarkt für Europa und andere Regionen verfügbaren erhältlichen Ölmengen empfindlich reduzieren könnte.

Kriegsindex nach Gunnar Heinsohn

 Die folgende Tabelle mit dem Kriegsindex nach Gunnar Heinsohn (siehe auch seinen Vortrag  Gunnar Heinsohn – Kriegsindex – Unbewaffnete übernehmen Europa vom Juni 2017, auf Youtube) zeigt, dass für Deutschland wohl kaum aus Russland, sondern eher aus Richtung Türkei, Naher Osten und Afrika Gefahr droht. Siehe dazu auch das Interview auf RussiaToday, von Sophie Shevardneze mit dem ehemaligen amerikanischen Verteidigungsminister William Perry vom 16. Februar 2018: Trump’s threats of pre-emptive strike give Pyongyang motivation to strike first – ex-US Defense Sec.  Nach Ansicht von Perry könnte es höchstens durch Missverständnisse oder menschliches Versagen zu einem Krieg zwischen den USA und Russland kommen. Ich sehe auch nicht, warum es zu einem Krieg zwischen Russland und den USA  kommen sollte, bzw. wer ausser China und Muslimen ein Interesse an einem solchen Krieg haben sollte.  Das Risiko eines Krieges mit einem mit den sunnitisch-muslimischen Staaten, also auch mit der Türkei, verbündeten China ist dagegen wohl leider sehr hoch. Siehe dazu z.B. auch

Hier nun Grunnar Heinsohns Kriegsindex-Tabelle:

Quelle: Prof. Dr. Gunnar Heinsohn

Ich vermisse an der obigen Tabelle, dass den folgenden Variablen und Fakten Rechnung getragen wird:

  • Der Kriegsindex nach Heinsohn ist zu statisch, bzw. simplistisch. Das Zahlen-Verhältnis der jungen Männer zur Vätergeneration müsste um Faktoren für verfügbare Landmenge, die verfügbare Technologie und die Zugänglichkeit und Verfügbarkeit von Rohstoff- und Energievorräte erweitert werden. Mit diesen entstehen oder verschwinden attraktive Plätze für die nachwachsenden jungen Männer.  Die Welt, und da ganz besonders auch der Nahe Osten, befindet sich in einer Phase, in der die Ressourcen und damit auch die Plätze für die nachwachsenden junge Männer knapper werden. Der amerikanische Soziologe William Graham Sumner hatte das in seinem Essay  Earth-Hunger or the Philosophy of Landgrabbing  (dt. Landhunger oder die Philosophie des Land Grabbing)  besser erklärt. Siehe dazu meinen Artikel Landhunger.
  • Wenn man einen Kriegsindex wie den von Gunnar Heinsohn entwickelt, dann sollte man ergänzend dazu auch einen Kriegsindex entwickeln, durch den die Einladung oder Provokation zum Krieg ausgedrückt wird, die durch fehlende Kriegsbereitschaft, zu große Friedfertigkeit, Unfähigkeit, Attraktivität als Ziel von Angriffskriegen usw. gegeben ist. Man müsste dann die Kriegsindizes verschiedener Staaten zusammen sehen und könnte daraus auf die Kriegsgefahr schließen. Die Daten von Prof. Heinsohns Kriegsindex könnten dabei für Angreifer und Angegriffene nur ein Teilaspekt sein.  Deutschland, hat, wenn man so einen vollständigeren Kriegsindex betrachtet, inzwischen ein sehr hohes Potenzial zur Provokation eines Angriffskrieges. Die Verteidigungspolitik der Bundesregierung und auch Parteien wie die Linken und die Grünen könnte man damit dann als verfassungsfeindlich einstufen.

Kollaps durch steigende Komplexitätskosten

Bei alledem scheint so gut wie niemand die Gefahr eines Zusammenbruchs durch die ständig zunehmenden Komplexitätskosten zu sehen. Siehe dazu

Wohin man auch sieht, mit wem man sich auch immer unterhält, die zunehmende Komplexität und deren immer drückendere Kosten unserer Gesellschaft ist in allen Berufen und Sektoren zu spüren. Die Gefahr, die davon ausgeht scheint unseren europäischen  und deutschen Politikern völlig unbekannt zu sein. Jedenfalls wird zumindest in Deutschland alles getan, um die Komplexitätskosten immer weiter zu steigern. Die Auslegung und Diskussion des Asylrechts mit all ihren die Komplexitätskosten der Gesellschaft in vielen Bereichen steigernden Folgen ist dabei nur ein Beispiel von vielen. Die neue Düngemittelverordnung in der Landwirtschaft und Online-Überprüfung der Versichertenkarten im Gesundheitswesen sind weitere Beispiele.

Tatsächlich geht ein großer Teil des Wirtschaftswachstums seit einiger Zeit wohl eher nur noch auf das Konto von Komplexitätssteigerungen und von anderen Maßnahmen zur Reduzierung der Leistungsfähigkeit der Wirtschaft. Das heißt, die Politik steigert das Wirtschaftswachstum mit Maßnahmen, die den Kollaps beschleunigen.

Die Energieproblematik

Zu alledem kommt, dass die Energieproblematik offensichtlich verdrängt und ignoriert wird. Weder den Politikern noch der Bevölkerung scheint klar zu sein, was die Statistiken zum Energieverbrauch wirklich aussagen – nämlich, dass unsere Wirtschaft in den nächsten Jahren und Jahrzehnten real massiv schrumpfen wird.

Siehe dazu u.a. meine Blogartikel Blut für ÖlGrafiken zum Thema Öl und Über den Finanz-Tsunami.

Sehr aktuell zum Thema Energie ist der zweiteilige Artikel von Dr. Michael Dittmar:

 

Andere Blogs und Webseiten mit vielen Artikeln zum Thema Energie:

Dazu kommt dann die Landwirtschaft und mit dieser die Nahrungsmittelversorgung, die heute beide extrem, wie nie zuvor in der Geschichte,  von der Verfügbarkeit billiger fossiler und damit nicht nachwachsender Energie und von dem Funktionieren komplexer technischer Systeme abhängig sind. Gleichzeitig zerstört die Landwirtschaft aber im großen Stil die Mutterböden dieser Erde, wie die Karte in Weltweite Verschlechterung der Bodenqualität zeigt – wie man auch bei Fahrten durch Deutschland beobachten kann.

Gepflügte Felder und Bauern, die ihre Kühe an 5 von 12 Monaten oder sogar das ganze Jahr über im Stall halten und die das nötige Futter natürlich durch extremen Maschineneinsatz produzieren findet man überall. Nachhaltig, klimaschonend und krisenfest geht anders.

Nicht klar ist den deutschen Politiker und Wählern wohl auch, dass die heute in Deutschland vorhandene Bevölkerungsdichte um ein Vielfaches zu groß ist, wenn man sich die fossilen Energieträger wegdenkt und sich überlegt, dass und wie in Zukunft z.B. mit Holz und anderer Biomasse geheizt und gebaut werden müsste.

Während die nötigen Nahrungsmittel bei rechtzeitiger Umstellung der Landwirtschaft vielleicht noch produzierbar wären, ist die Produktion der nötigen Mengen an Heizmaterial und  Konstruktionsholz wohl unmöglich. Dabei ist noch zu bedenken, dass all die tollen neuen Isolierungen und Baumaterialien der Häuser bei der Produktion, Verarbeitung und Entsorgung jede Menge billige fossile Energieträger erfordern. Auch ist es so, dass die Haltbarkeit der modernen energiesparenden Häuser und der in diesen verwendeten Technik ziemlich begrenzt ist und ausserdem vom Funktionieren der Stromversorgung und des Verkehrswesens abhängig ist. Die Stromversorgung und das Verkehrswesen sind dabei nach wie vor in hohem Maße von fossilen Energieträgern abhängig.

Gleichzeitig werden die Versprechen und Verpflichtungen des Sozialstaates, der Pensionskassen usw. immer größer.

Die für Deutschland und andere westliche Staaten sehr finstere Prognose der sogenannten Deagle-Liste, auf die ich in US-Militärwerbung: BRD verliert fast 50 Millionen Einwohner bis 2025 hingewiesen hatte, ist damit wohl sehr realistisch. Das erfreuliche an der ganzen Geschichte ist, dass die Muslime und die Türken damit wohl ähnlich wenig dauerhafte Freude und Nutzen von der Eroberung Deutschlands und Westeuropas haben werden, wie Tilly und seine katholische Liga von der Eroberung Magdeburgs im Mai 1631. Eine sehr sehenswerte Doku zu diesem denkwürdigen Ereignis ist 1631 Das Massaker von Magdeburg – Doku deutsch über das Massaker von Magdeburg. Die Doku lässt ahnen, wie schnell und total ein stolzes, reiches, sich für unverwüstlich haltendes Gemeinwesen in kürzester Zeit zerstört und ruiniert werden kann.

Rette sich wer kann. Aber wohin? hatte eine Leserin des Artikels  Drei Viertel von Berlins Drittkläßlern können nicht richtig schreiben geschrieben, was mich zu diesem Blogartikel hier motiviert hat. Ich hatte unter anderem in Strategie des Austauschs versucht, eine Antwort auf die Frage nach dem Wohin zu finden: Russland könnte für viele eine gute Lösung sein. Dafür spricht auch die Prognose der Deagel-Liste. Während dort für Deutschland und andere westliche Ländern ein radikales Schrumpfen der Bevölkerungsgröße und der Kaufkraft vorhergesagt wird, wird Russland ein Bevölkerungswachstum und ein kräftiger Anstieg der Kaufkraft prophezeit. Die Russen werden danach 2025 sehr viel wohlhabender sein als die dann noch in Deutschland lebenden Deutschen. Die baltischen Staaten und Polen sind für Auswanderer vielleicht auch Alternativen. Allerdings vielleicht eher nur in Einzelfällen. Für die Meisten wird es aber keine Fluchtmöglichkeit geben. Die für die Meisten beste Lösung wäre der Versuch, sich mit der  Realität abzufinden und lokal gemeinsam mit anderen brauchbare Problemlösungen zu suchen. Das ist im Grunde auch der Rat von Nate Hagens, den dieser in seinem sehr guten, neuen Vortrag gibt, den er im Januar 2018 an der König Abdullah Universität in Saudi Arabien gehalten hat: WEP2018 TV: Energy, Money and Technology – From the Lens of the Superorganism: Im aktuellen Beruf gut weiter arbeiten, aber daneben die Fähigkeiten entwickeln, die am Tag X nötig und nützlich sein werden. Für die, die nicht nach Osteuropa fliehen und sich dort nützlich machen können oder wollen, bleibt nur sich lokal Gleichgesinnte zu suchen (Nat Hagens: “Choose your Tribe” = Wähle deinen Stamm, bzw. die Leute, mit denen Du deine Zeit vertreibst) , nach Möglichkeiten zu suchen die eigenen Fähigkeit im Bezug auf das, was kommt zu verbessern. Einsame Prepper werden dabei besser Russisch oder eine andere osteuropäische Sprache lernen und sich irgendwo in Sibirien oder in einer dünnbesiedelten Gegend im  Osten Europas niederlassen. Aber auch dort gibt es böse Buben.

Zwei sehr gute Bücher zum Schluss, die beide leider nur auf Englisch verfügbar sind:

Zu bedenken sind z.B. auch folgende Fakten:

  • Renten- und Pensionszahlungen aus Deutschland und anderen westlichen Staaten werden versiegen. Besitzansprüche und Ansprüche gegen Sozialstaaten werden annulliert oder entwertet werden. Der Grund ist, dass die Staaten, Banken, großen Unternehmen und Versicherungen sich auf Leistungen in der Zukunft eingelassen haben, die sie nicht werden halten können. Vermeintlich wohlhabende Rentner, Pensionäre und Aktionäre könnten böse Überraschungen erleben, wenn sie sich ins Ausland absetzen. Die für diese Gruppe beste Strategie könnte in vielen Fällen eher eine Investition in deutsche Dörfer und deren Überlebensfähigkeit sein.
  • Gold, andere Edelmetalle und heute hochpreisige Wertgegenstände ziehen in Krisenzeiten Kriminelle an und können ihren Besitzen und deren Angehörigen ein ziemlich grauenhaftes Ende bescheren.
  • Land und Immobilien können in vielen Gegenden völlig wertlos werden oder enteignet werden. Vor allem Immobilienvermögen in den Städten dürfte davon betroffen werden.
  • Waffen sind ein sehr heikles Thema.  Der Nutzen und die Wirksamkeit von Waffen hängen von einer Vielzahl von Faktoren ab. Wenn, wie heute in Deutschland, die Gesellschaft als gesamtes versagt und aufgibt, und ihre organisierte Wehrhaftigkeit verloren hat, dann können Einzelne das nicht kompensieren, indem sie sich bewaffnen. Einzelne  fliehen dann besser und unterstellen sich dem Schutz wehrhafter Völker und Kriegsherren, wie z.B. den Russen unter Putin.  Man beachte aber dazu die Geschichte. Die Geschichte der Juden, die Geschichte verschiedener Minderheiten in Polen und die Geschichte von Polen als Ganzes, die Geschichte der Deutschen in Russland und auch die Geschichte der kleinen baltischen Völker ergibt ebenso wie die deutsche Geschichte kein durchweg eindeutiges Bild. Für intelligente, mobile, geschickte und qualifizierte Einzelpersonen, die bereit und in der Lage sind sich zu integrieren, gibt es wahrscheinlich immer sehr gute Möglichkeiten bei anderen, wehrhaften Völkern unterzukommen.  Peter Turchins Buch Ultrasociety: How 10,000 Years of War Made Humans the Greatest Cooperators on Earth  ist hier eine gute Ergänzung. Kultur, Zivilisation und auch Religion waren und sind in erster Linie Mittel zur Steigerung der Kampfkraft und Wehrhaftigkeit einer Bevölkerung. In Deutschland werden sie heute dagegen – mit Zustimmung einer sehr breiten der Mehrheit der Wähler(!)  sehr erfolgreich zu deren Zerstörung verwendet.

Für meisten Deutschen gibt es realistisch betrachtet wohl nur die Möglichkeit, die Realität zu verdrängen mit allen Folgen, die das haben wird, oder sich lokal zusammenzutun und gemeinsam zu  versuchen, Sicherheit, Nahrungsmittelsicherheit und auch die Versorgung mit grundlegenden Dienstleistungen zu sichern.

Freizahn.de war der Versuch, angeregt durch James Howard Kunstlers  Sachbücher  The Long Emergency: Surviving the End of Oil, Climate Change, and Other Converging Catastrophes of the Twenty-First Century und Too Much Magic: Wishful Thinking, Technology, and the Fate of the Nation, sowie durch seine Romane der World Made by Hand -Reihe, nach für die Eifel und auch für Deutschland insgesamt mit Blick auf die Zukunft brauchbaren Ideen, Wegen und Möglichkeiten zu suchen, um den Weg in die Zukunft und die Zukunft möglichst gut werden zu lassen.  

Ich habe viel mehr gefunden als ich zu finden erwartet habe. Insofern hat es sich sehr gelohnt. Der Bevölkerung hier in der Eifel, für die ich es ursprünglich gesucht habe, und auch Deutschland als Ganzes, wird es aber wohl eher nichts nützen. Im Koalitionsvertrag der neuen Regierung kommt der Begriff Ernährungssicherheit nicht vor. Überhaupt macht der Koalitionsvertrag der neuen Regierung auf mich den Eindruck, dass die großen Gefahren und Probleme der nächsten Jahre nicht bekannt sind oder bewusst ignoriert werden.

Deshalb, “Rette sich wer kann!”

Wir leben zugleich aber in einer sehr spannenden, hoch interessanten Zeit. Die Zukunft wird drastisch anders werden als die meisten denken, aber gerade das macht das Leben heute so interessant und eröffnet auch viele interessante Möglichkeiten. Ein exzellentes Buch dazu ist Prosper!: How to Prepare for the Future and Create a World Worth Inheriting von Chris Martenson und Adam Taggert. Ich übersetze zum Abschluss hier die Buchbeschreibung von amazon.de:

Die nächsten 20 Jahre werden vollständig anders sein als die letzten  20 Jahre. Die derzeitigen Trends sind trostlos: Schwaches Wirtschaftswachstum, zu große Schulden, sinkende Einkommen für die unteren 99%, eine gefährliche Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und Umweltzerstörungen – um nur einige wenige zu nennen. Viele von uns haben verständlicherweise das Gefühl der Resignation und haben sich mit einem sinkenden Lebensstandard in den kommenden Jahren abgefunden. Bestenfalls. Aber was, wenn wir Ihnen sagen, dass es spezifische, erreichbare Schritte gibt, die Sie heute unternehmen können, um Ihre Verwundbarkeit diesen Trends gegenüber zu begrenzen und die Ihnen helfen: Reicher und mit größerem Sinn zu leben, gesünder zu leben, von anderen mehr geschätzt zu werden, glücklicher zu sein. Sicherer vor Schäden, das ist genau das, was dieses Buch bietet: Eine Blaupause, um ihr Schicksal unter Kontrolle  zu bringen und zu verbessern. Es skizziert praktische, umsetzbare Investitionen Ihrer Zeit und Ressourcen, die Ihnen mehr mehr Erfolg und Freude am Leben und verschaffen, was auch immer die Zukunft bringen wird. In diesem Buch erklären Martenson und Taggert die Trends die höchstwahrscheinlich Ihr Leben in den nächsten 20 Jahren formen werden – und warum die Entwicklung von Resilienz  (de.wikipedia.org/wiki/Resilienz_(Psychologie) ) Ihnen die besten Chance  zum Gedeihen gibt, auch wenn die Gesellschaft unter diesen Veränderungen die diese Trends bringen  leidet.

Wo ich das gerade übersetzt und noch einmal gelesen habe, möchte ich auch auf ein kürzlich erschienenes Buch hinweisen, das ich  erst vor wenigen Tagen bekommen und noch nicht gelesen habe: 12 Rules for Life: An Antidote to Chaos von Jordan Peterson.  Ein Buch von 448 Seiten, an dem Jordan Peterson viele Monate gefeilt hat, kann man nicht in gut 15 Minuten erklären. Gunnar Kaiser hat aber dennoch auf Youtube in deutscher Sprache versucht, das Wesentliche wiederzugeben:

Nachdem ich mit dem Artikel fertig war, hatte gerade die Junge Freiheit die folgende Dokumentation ins Netz gestellt:

Zu dem dort erwähnten Spiegel-Zitat “Mehr Waffen mehr Tote” hier der Link auf die in der Doku der Jungen Freiheit erwähnte Studie  WOULD BANNING FIREARMS REDUCE
MURDER AND SUICIDE?  (dt.: Würde ein Verbot von Schußwaffen die Mordrate und die Selbstmordrate reduzieren ) von Don B. Kates  und Gary Mauser:  www.law.harvard.edu/students/orgs/jlpp/Vol30_No2_KatesMauseronline.pdf. Ich hatte diese Studie schon vor einiger Zeit gelesen und sehr interessant gefunden. Die Meinung, dass ein Mehr an legalen  Schußwaffen zu mehr  Morden- und Selbstmorden führt ist falsch.

Mit “Frauendemo Kandel” findet man auf Youtube neben der Rede der einen Frau aus der Doku der Jungen Freiheit auch noch andere Reden.

Rette sich wer kann! Oder mit Bob Dylan: The Times They are a Changingyoutu.be/TlPV4wtZ6HE

Kelberg, den 21. Februar 2018

Christoph Becker

 

 

 

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3 Gedanken zu „Rette sich wer kann“

  1. Christoph, wie denkst du über Ungarn?
    Positiv wären die Temperaturen und die Sonnenstunden. Und die deutlich geringere Bevölkerungsdichte.
    Schwierig wird es mit der Sprache,aber nicht wenige können deutsch.
    Nicht unproblematisch könnte aber auch die Nähe zum Balkan sein.
    Überhaupt wird spannend sein wie sich dieVisegrad-Staaten behaupten.

    Meinen Zeithorizont schätze ich auf noch 20 Jahre, aber es kann ja auch anders kommen.
    In Bezug auf die schwindenden Energiereserven und die im Compact Artikel beschriebene fortschreitende Islamisierungung von Teilen Europas
    wird es mit Sicherheit zu immensen Verwerfungen kommen. Angesichts der gewollten Planlosigkeit der Regierenden sicher nicht zum Vorteil der normalen Bevölkerung.

    Man muss sich ja nur mal die Rentenstatistik und die Ausgaben für Flüchtlinge vergegenwärtigen.
    Einnahmen der Rentenkasse 2016 durch Beiträge ca. 214Mrd. + Steuerzuschüsse 64 Mrd. für ca. 25 Mio Rentner und 50 Mrd. für 1,5 ? Mio Flüchtlinge.
    Pro Kopf/Jahr = 11.120 Euro zu 33.333 Euro pro Jahr. Und Krankenkassenbeiträge + Verwaltungskosten bei den Rentnern gehen auch noch ab.
    Das kann nicht lang gut gehen. Und wir haben noch keine Rezession.

    Das was aktuell passiert war ausserhalb meiner Vorstellung bis 2015.
    Dieses Deutschland, für viele Menschen der Welt das Paradies schlechthin- man denke nur an die WM 2006- , behandelt sein eigenes Volk wie Dreck und die Menschen akzeptieren dies auch manels Verständnis für das große Bild, noch, wenn auch murrend. Die Weltkriege und die Schuldzuweisungen haben ihren Auftrag maximal erfüllt.

    Wir sind von der Natur maximal entkoppelt, schweben in irgendwelchen höheren Sphären,
    wir hören dass jetzt Transgender, vormals männlich, mittels Chemiecocktail stillen können, leider nur etwas mehr als 200 ml pro Tag und nicht ausreichend für das Baby.
    Wir lesen mit Erstaunen dass immer mehr Fake-Ärzte in D eingestellt werden und die, damit es nicht so auffällt eher im OP als in der Visite operieren. Hauptsache die Stelle ist besetzt und der Versorgungsgrad der Republik ist gedeckt.Geht`’s noch?

    In Bezug auf Gesundheit finde ich den Blog und die Beiträge von Dr. Jack Kruse hochinteressant:
    https://www.youtube.com/watch?v=5W6x7EsE8C4
    Es gibt noch viel mehr Vorträge/Interviews auf YT.

    Die Verbindung Sonnenlicht- Auge-Energiekraftwerke- Stoffwechsel des Menschen- vielleicht ist das der Schlüssel zu einem gesunden Leben.
    Diesen Winter ist Sonne leider Mangelware in D. – hoffen wir aufs Frühjahr.

    1. Warum nicht Ungarn?
      Das Klima und auch vieles anderen an Ungarn ist verführerisch.
      ABER:
      Wenn die Sozialsysteme in Deutschland, den Benelux-Staaten, Frankreich und Skandinavien in den nächsten Jahren kollabieren und insbesondere auch “Merkels Gäste” nicht mehr bezahlen und versorgen können, wird es Szenen geben, die es der Türkei ermöglichen ein Bündnis Muslimisch-sunnitischer Staaten zu bilden und mit dessen Unterstützung Europa an zu greifen. Ungarn hat das Pech dabei auf auf dem Weg zu liegen. Die Frage ist, was dann passiert. Ungarn hat schon einmal beim Angriff der Goldenen Horde etwa die Hälfte seiner Bevölkerung verloren und es war über 145 Jahre unter türkischer Herrschaft.
      Ich nehme an, das zumindest Herr Orban und seine Leute die Geschichte Ungarn gut kennen und sich so ihre Gedanken gemacht haben und machen, und dass das auch der Hintergrund von Ungarns Haltung in der Flüchtlingsfrage ist.
      Ich nehme an, dass der zu erwartenden türkisch-muslimische Angriff zumindest in der Anfangsphase sehr erfolgreich sein wird und erst an der Nordsee und am Atlantik zum Stehen kommt. Einige Ideen zum Ablauf: Mein Artikel https://www.freizahn.de/2015/10/operation-troja/ und der Roman The Price of Peace von Albert Clark, bei dem es sich um das “Kriegsspiel” eines Oberstleutlands a.D der USAF handelt, der allerdings auch ein Nostradamus-Fan ist. Bei Clark, der noch vor dem Hintergrund der späten 80er Jahre schrieb, besiegen am Ende die Amerikaner die Allianz aus Arabern und Chinesen. Die Verluste der USA sind aber so extrem, dass diese nach dem Krieg die Polygamie einführen. Europa ist weitgehend verwüstet.
      Wie auch immer, ich denke, dass die baltischen Staaten, aber auch Russland und Polen wegen des Kriegsrisikos in den nächsten Jahrzehnten trotz ihres kälteren Klimas für deutsche Auswanderer die besser Wahl sind. Bedenken sollte man allerdings, dass Deutschland in Zukunft nicht nur keine Sozialleistungen, sondern auch keine Renten und Pensionen mehr wird überweisen können. Als Bettler im Ausland zu enden ist keine gute Idee. Man muss den Leuten in dem Land in das man geht durch sein Wissen und Können etwas wert sein, andernfalls beleibt man besser in seinem Land und versucht dessen Schicksal so gut es geht noch zu mildern, auch wenn das noch so schwierig und hoffnungslos erscheint.

      1. Ungarn, bzw. Osteuropa ist m.M. nach keine Option. Ein Angriff aus dem Nahen Osten geht über die meisten Länder Osteuropas.
        Ein Ausfall Deutschlands als Wirtschaftsmotor durch eine muslimische Eroberung bedeutet auch massive wirtschaftliche Probleme in osteuropäischen Staaten.

        Eigentlich bleibt nur das Verlassen des Kontinents, bzw. in Staaten, die laut Deagel-Liste ein Wachstum aufweisen. Ev. Südamerika. Ein Auswandern hängt auch stark vom Einzelnen ab. Was will die Person? Nur ein einfaches Leben in Ruhe führen? Karriere machen?

        Mein persönlicher Favorit ist Südamerika.

        Auf ein Umdenken in Europa glaube ich nicht mehr.

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