Mein Brief an Putin

Wie ich schon in einem Kommentar angemerkt hatte, hat mich seit einigen Tagen eine Idee beschäftigt, die man als “Arche Russland” umschreiben könnte. Das Ergebnis ist zunächst ein Brief an Präsident Putin. Einen Scan dieses Briefes habe ich als kompakte pdf-Datei hochgeladen: BrPutin2017-08-08scan.pdf

Russland hat sehr große, brach liegende Flächen UND Putin hat das Ziel ausgegeben die Nahrungsmittelversorgung Russlands weitgehend vom Ausland unabhängig zu machen UND Russland zum Weltmarktführer für Bioprodukte zu machen.

Hier dazu zwei Links:

Ein anderer Punkt ist, dass Russland sich der Gefahr von EMP-Ereignissen bewußt zu sein scheint und diese nicht verdrängt. Siehe dazu z.B. EMP-Bedrohung – Anhörung im US-Kongress.

Nicht zuletzt macht Putin auf mich einen sehr vernünftigen Eindruck.

Russland hat, ähnlich wie Polen, im 20. Jahrhundert die Folgen von gleich zwei irren, aus Deutschland stammenden Ideologien  auf extrem schreckliche Weise erleben müssen.  Aber vielleicht sind die Russen dadurch jetzt gegen den per Frankfurter Schule ebenfalls wieder aus Deutschland stammenden Kulturmarxis, der gerade den ganzen Westen, einschließlich Deutschland zu ruinieren droht, einigermaßen immun.  Zum Thema Kulturmarxismus hatte ich u.a. in Doug Casey’s zwei Tage mit der wirklichen und der möchtegern Elite ein paar Anmerkungen und Links.

Interessant fand ich auch, dass der Athesismus in Russland in den letzten 3 Jahren um 50 % zurückgegangen ist:

www.breitbart.com/national-security/2017/07/27/report-atheism-in-russia-falls-by-50-percent-in-three-years/

Im Gegensatz zu Deutschland hat Russland wirklich sehr große eigene Rohstoffvorkommen: http://www.investopedia.com/articles/markets-economy/090516/10-countries-most-natural-resources.asp

Deutschlands letzte Zeche schließt 2018. Die Eigenproduktion an Energie in Deutschland hat seit 1990 um 40 % abgenommen: Energietrend in Deutschland seit 1990. Sehr beeindruckt hat mich dazu auch der Artikel Why Germany really lost World War II (dt.: Warum Deutschland den 2. Weltkrieg wirklich verloren hat) . Das zentrale Problem Deutschlands war demnach Treibstoff- und Energiemangel. Deutschland hatte trotz seiner zahlenmäßigen Unterlegenheit durchaus die Technik und auch die Leute um den Krieg zu gewinnen. Aber es fehlte an Treibstoff und an anderen Mineralölprodukten.

Das einzige was Deutschland heute vielleicht hätte haben können wäre die die gute Ausbildung und die Qualität seiner Bevölkerung, sowie der Sozialstaat und sein Zusammenhalt.  Die vielen “qualifizierten Syrer”, die “wirkliche kulturelle Bereicherung” durch Zuwanderung, die “großartige  Buntheit” und dazu Bücher wie

zeigen wie es um die letzte große Rohstoffquelle Deutschlands und um die Zukunft des Sozialstaates bestellt ist. Der Sozialstaat ist dabei für die Erhaltung der Rohstoffquelle Mensch ähnlich wichtig wie das Bildungswesen. Wenn der Sozialstaat keine Zukunft mehr hat, weil er,  wie das heute der Fall ist, von Teilen der Bevölkerung mutwillig z.B. durch Masseneinwanderung zerstört wird, verliert er seine Bindungswirkung.

Der Klimawandel? Zumindest wenn man die landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Methoden, die ich bei den Recherchen für meine Webseite gefunden habe, im großen Umfang nutzen würde, könnte gerade Russland den Klimawandel vielleicht ziemlich gut überstehen und vielleicht sogar davon profitieren.

Kelberg den 10. August 2017

Christoph Becker

 

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5 Gedanken zu „Mein Brief an Putin“

  1. Hallo Christoph,

    auch meine Frau (erfahrene Russisch-Dolmetscherin und -Übersetzerin) und ich haben in den letzten Monaten immer mal wieder erwogen, nach Rußland auszuwandern. Bisher erfolgten diese Überlegungen allerdings eher halbherzig, weil uns das tägliche Hamsterrad einfach zu sehr in Anspruch nimmt und uns die Hindernisse, die bei so einer Übersiedlung zu überwinden wären, unüberwindlich erscheinen. Deshalb Kompliment und herzlichen Dank für Deine Initiative und den Brief an Präsident Putin! Es wäre einfach zu schön, wenn eine halbwegs positive Reaktion käme…

    Solltest Du Mitstreiter für das Projekt „Arche Rußland“ benötigen, wir sind gerne dabei.

    Beste Grüße,

    Nordlicht

  2. Die Idee mit dem Brief finde ich äußerst gut. Ich fürchte jedoch um ein gewisses zeitliches Problem bei der Umsetztung. Bis man sich im der russischen Hinterland eigerichtet hat und vorallem auch ein soziales Umfeld geschaffen hat, welches jemanden in schlechteren Zeiten auch akzeptiert als Zugereister, fehlt fürchte ich die Zeit. Ich selber bin in meinen 20ern und am überlegen welchen Weg ich gehen kann um mich und meine Familie für die Zukunft am besten zu schützen. Meine zeitliche Einschätzung spricht aber eher für “kleinere” Lösungen, auch wenn ich Ihre Idee mit Russland brilliant finde. PS.: Ich verfolge seit längerem Ihre Website und bin von Ihren Artikeln begeistert!

  3. Hat Herr Putin inzwischen auf Ihren Brief geantwortet?
    Diese Frage stellt sich mir nicht nur deshalb, weil derartige Reaktionen vielbeschäftigter, mit weit wichtigeren Aufgaben voll ausgelasteter Staatslenker, äußerst selten sind. Meist werden solche Briefe, wenn überhaupt, von Sekretären u.ä beantwortet. Ein weiterer Grund für meine Neugier ist jedoch auch die Tatsache, daß Sie im Anschreiben viel zu weitschweifig und diffus bleiben. Daher dürfte wenig Interesse bestehen, die angegebenen Links zu bemühen, deren Inhalt zwar interessant, aber keinesfalls so überzeugend ist, daß mit einer Nachfrage gerechnet werden könnte.
    Ich würde mich sehr freuen, wenn ich mich irrte.

    1. Nein, Herr Putin hat natürlich nicht geantwortet. Ziel war aber auch eher, dass man sich innerhalb der russischen Verwaltung mit dem Thema beschäftigt.
      Davon abgesehen hat sich meine Sicht der Dinge seit jenem Brief sehr viel weiter entwickelt. Zunächst kam danach das Thema Bodenmikrobiologie ( https://www.freizahn.de/2018/08/weiterer-bericht-von-elaine-inghams-kursen/ ) und der Klimaschutz ( https://www.freizahn.de/2018/11/wirksamer-klimaschutz-ist-gemeinde-und-laendersache/ )jetzt bin ich (soweit mir meine Praxis mit allem was dazugehört die Zeit lässt) mit dem Thema Ernährung beschäftigt ( https://www.freizahn.de/2019/01/gesund-abnehmen-auch-ohne-sport-und-hunger/ ), was mich u.a. darauf gebracht hat, dass ich dieses Jahr die Heilpraktikerprüfung ablegen und Ernährungs- und Gesundheitsberatung, neben Implantologie und Zahnersatz, zum wichtigsten Geschäftsfeld meiner Praxis machen möchte. Auch für die Russen dürfte auf Dauer interessant sein, dass man Klimaschutz, Gesundheit und eine gute Ernährung mit geringem Energieverbrauch und eine die Böden verbessernden, statt wie der heute meist die Böden zerstörenden Nahrungsmittelproduktion genial kombinieren kann – was die Attraktivität eine Landes für wirkliche Fachkräfte sehr steigern kann.
      Putins Sorge dürfte zunächst aber eher der Brain Drain Russlands sein ( https://www.heise.de/tp/features/Russland-Kapitalflucht-und-Brain-Drain-4282774.html ) – zumindest bis die Wirtschaft hier im Westen kollabiert.

  4. Hallo Christoph,
    auch meine Frau (erfahrene Russisch-Dolmetscherin und -Übersetzerin) und ich haben in den letzten Monaten immer mal wieder erwogen, nach Rußland auszuwandern. Bisher erfolgten diese Überlegungen allerdings eher halbherzig, weil uns das tägliche Hamsterrad einfach zu sehr in Anspruch nimmt und uns die Hindernisse, die bei so einer Übersiedlung zu überwinden wären, unüberwindlich erscheinen. Deshalb Kompliment und herzlichen Dank für Deine Initiative und den Brief an Präsident Putin! Es wäre einfach zu schön, wenn eine halbwegs positive Reaktion käme…
    Solltest Du Mitstreiter für das Projekt „Arche Rußland“ benötigen, wir sind gerne dabei.
    Beste Grüße,
    Nordlicht

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