Noch ist Polen nicht verloren!

Die Bedeutung  von Donald Trumps Abstecher nach Polen und seiner dortigen Rede im Vorfeld des G20 Treffens am 6. Juli 2017, wurden meines Erachtens von den deutschen Medien unterschätzt.

Einen Hinweis auf die Bedeutung der Rede und ihrer Inszenierung lieferte zunächst der amerikanische Blogger John Xenakis mit seinem Artikel  Donald Trump’s speech in Warsaw Poland evokes the Clash of Civilizations (dt.: Donald Trumps Rede in Warschau beschwört den Konflikt der Zivilsationen herauf), wobei er damit nichts weniger als einen Weltkrieg meint.

Die Analyse von Trumps Rede zeigt, dass seine Regierung außerdem die Gefahr des von Joseph Tainter aufgezeigten, Kollaps durch Komplexität und auch die Gefahr der inneren Zerstörung des Westens durch den Kulturmarxismus sieht und alle diese Gefahren bekämpfen und überwinden will. Insofern war Trumps Rede düster und optimistisch zugleich.

Zunächst übersetze ich hier die letzten Sätze von John Xenakis oben verlinkten Blogartikel:

Trump und Bannon versuchen einen Weg zu finden um, die Vorhersagen der Generationsdynamik abzuwenden – indem sie …. ,  und indem sie versuchen, den Westen aufzuwecken und ihn dazu zu bringen, die existenziellen Bedrohungen denen er entgegensieht ins Angesicht zu schauen, anstatt in diese leichten, an das Mädchen Pollyanna in dem  Kinderbuch Pollynana erinnernde, gutmenschliche Gefühlsdusselei des Neville Chamberlain-Effektes zu verfallen.

Trump sagte [bei seiner Rede in Warschau]:

„Diese Helden erinnern uns daran, dass der Westen mit dem Blut von Patrioten gerettet wurde. Jede Generation muss aufstehen und ihre Rolle in seiner Verteidigung spielen. Sie erinnern und daran, dass jeder Meter Boden und jeder letzte Zentimeter Zivilisation es wert ist, mit unserem Leben verteidigt zu werden.“

Ich wünschte ich könnte sagen, dass Trump und Bannon einen Weg finden, um den Weltkrieg des Zusammenstoßes der Zivilisationen zu verhindern, aber die Generationsdynamik sagt uns, dass es mathematisch unmöglich ist. Wir können nicht einmal sicher sein, dass die USA den kommenden Weltkrieg überleben werden. Das Beste was wir erhoffen können ist, dass wir überleben und dass die Geschichte einst darauf zurückschauen wird, dass Amerika wieder einmal seinen Teil zur Rettung der Zivilisation beigetragen hat.

Das Nachrichtenportal Epoch Times hat dankenswerterweise den deutschen Wortlaut der gesamten Rede veröffentlicht: Trumps historische Rede an Europa: „Bande von Geschichte, Kultur und Erinnerung“ bedingen das Überleben der Zivilisation

Der Besuch Trumps in Polen und diese Rede wirken wie eine bis in kleine Detail gut eine hervorragend vorbereitete Show.

Ein Link auf eine Doku mit der Zeremonie,  der kurzen Rede von Melania Trump und dann der Rede Donald Trumps:   President Trump speech in Poland.

Der Rede am Denkmal des  Warschauer Aufstand von 1944  ging zunächst ein feierliches Gedenken der Opfer und Helden durch das Aufstellen von zwei Kränzen durch Soldaten und dann das Ordnen der Schleifen durch den polnischen Präsidenten Andrzej Duda und den amerikanischen Präsidenten Donald Trump voraus. Danach trat Trumps Ehefrau Melania ans Mikrofon, bedankte sich für die freundliche Aufnahme und die Gastfreundschaft der Polen und erklärte

„Wie viele von Ihnen wissen, ist ein Hauptziel meines Mannes die Sicherheit (Saftey and Security) des amerikanischen Volkes. Ich denke, alle von uns können zustimmen, dass Menschen ein Leben ohne  Furcht leben können, egal in welchem Land sie leben. Das ist mein Wunsch für alle von uns auf der ganzen Welt. Noch einmal Danke für diesen wundervollen Empfang in Ihrem sehr besonderen Land. Ihre Freundlichkeit und großzügige Gastfreundschaft wird nicht vergessen werden. [Aplaus] Und nun ist es mir eine Ehre, Ihnen meinen Ehemann, den Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald G. Trump, vorzustellen“ .

Worauf dann Donald Trump ans Rednerpult trat.

Einer der Gründe für diesen kurzen Auftritt von Melania Trump könnte sein, dass man der nun folgenden Rede Trumps auf diese Weise vorausschicken wollte, dass sein Ziel die Sicherheit und die Unversehrtheit des amerikanischen Volkes ist und dass er daher ganz sicher keinen Krieg, sondern Frieden will. Ein anderer Grund könnte die dezente Betonung der Bedeutung und Rolle der Frauen in Trumps Familie sein. Parallel zu dieser Rede besuchte übrigens seine Tochter Ivanka mit ihrem Mann das ebenfalls symbolisch sehr wichtige Denkmal des Jüdischen Aufstandes im Warschauer Getto, das Trump als erster amerikanischer Präsident seit 25 Jahren nicht besucht hat.

Polen hat durch seine Geschichte und da ganz besonders auch durch die schreckliche Geschichte des Warschauer Aufstandes, für Europa, und vielleicht auch für den gesamten Westen, vor dem Hintergrund dessen, was in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten droht, einen sehr hohen symbolischen Wert. Trump arbeitet das in seiner Rede gut und detailreich heraus.

Er erklärt z.B., dass Polen über hundert Jahre, von 1815 bis 1917 als Staat nicht mehr existierte. Er erwähnt dann das Wunder an der Weichsel in der Schlacht bei Warschau 1920. Dann den Angriff Deutschlands 1939, die Aufteilung des Landes zwischen Deutschland und Sowjetunion und das Massaker von Katyn, Er erwähnt die Schrecken der Besatzungszeit und dann ziemlich detailliert den Aufstand von Warschau 1944, die vielen Opfer und den bei alledem ungebrochenen Widerstandsgeist der Polen, der in dem Text der polnischen Nationalhyme und in der deutschen Redewendung „Noch ist Polen nicht verloren“ zum Ausdruck kommt.  Trump ging dann auch auf die Zeit des Kommunismus und den Widerstand gegen diesen ein und dabei dann auch auf den Besuch Papst Paul II. Einige Zitate bis hier:

TRUMP: Seit zwei Jahrhunderten erlitt Polen konstante und brutale Angriffe. Aber während Polen erobert und besetzt werden konnte und seine Grenzen sogar von der Landkarte gelöscht wurden, konnte es nie aus der Historie oder aus euren Herzen gelöscht werden. In jenen dunklen Tagen habt ihr euer Land verloren, aber nie Euren Stolz.
(BEIFALL)

……

TRUMP: Trotz aller Anstrengungen, Euch zu transformieren, Euch zu unterdrücken oder Euch zu zerstören, habt Ihr es ausgehalten und überwunden.
Ihr seid die stolze Nation von Kopernikus – denkt daran …

… Chopin, Johannes Paul II. Polen ist ein Land der großen Helden.
(BEIFALL)
Und Ihr seid ein Volk, das den wahren Wert dessen kennt, was es verteidigt.
Der Triumph des polnischen Geistes über Jahrhunderte voller Not gibt uns allen Hoffnung auf eine Zukunft, in der das Gute das Böse überwindet und Frieden über Krieg siegt.

Für die Amerikaner ist Polen seit Beginn unserer Nation ein Hoffnungssymbol.

…..

Und so bin ich heute hier, nicht nur, um einen alten Verbündeten zu besuchen, sondern um ein Beispiel für andere zu geben, die Freiheit suchen und Mut und Willen zur Verteidigung unserer Zivilisation sammeln möchten.
(BEIFALL)

Die Geschichte Polens ist die Geschichte eines Volkes, das die Hoffnung nie verloren hat, das niemals gebrochen wurde und niemals vergessen hat, wer es ist.
(BEIFALL) (Publikum: Donald Trump! Donald Trump! Donald Trump!)

TRUMP: Vielen Dank. Vielen Dank. Ich danke euch sehr. So eine große Ehre.
Dies ist eine mehr als 1000 Jahre alte Nation. Eure Grenzen wurden für mehr als 100 Jahre ausradiert und erst vor einem Jahrhundert wiedererrichtet.

…………….

Sie versuchten, diese Nation für immer zu zerstören, ihren Überlebenswillen zu zerstörten. Aber tief im polnischen Charakter gibt es Mut und Kraft, den niemand zerstören konnte.

Der polnische Märtyrer, Bischof Michal Kozal, sagte es so: „Schrecklicher als das Besiegtwerden durch Waffen ist der Zusammenbruch des menschlichen Geistes.“

Durch vier Jahrzehnte kommunistische Herrschaft hindurch ertrugen Polen und die anderen gefangenen Nationen Europas eine brutale Kampagne zur Zerstörung Eurer Freiheit, Eures Glaubens, Eurer Gesetze, Eurer Geschichte, Eurer Identität; ja, des Wesens Eurer Kultur und Eurer Menschlichkeit.

Trotz all dem habt ihr diesen Geist nie verloren. (BEIFALL) Eure Unterdrücker versuchten, euch zu brechen, aber Polen konnte nicht gebrochen werden. (BEIFALL)

………

Sie [die Kommunisten] müssen es genau im Augenblick der Predigt von Papst Johannes Paul II. geahnt haben, als eine Million polnischer Männer, Frauen und Kinder plötzlich ihre Stimmen zu einem einzigen Gebet erhoben.

Eine Million polnischer Leute fragten nicht nach Reichtum. Sie fragten nicht nach Privilegien. Stattdessen sagten eine Million Polen drei einfache Worte: „Wir wollen Gott.“ (BEIFALL)

Mit diesen Worten erinnerte sich das polnische Volk an das Versprechen für eine bessere Zukunft. Sie schöpften neuen Mut, ihren Unterdrückern ins Gesicht zu sehen. Und sie fanden Worte, um zu verkünden, dass Polen wieder Polen sein würde.

Wenn ich heute hier vor dieser unglaublichen Menschenmenge stehe, dieser gläubigen Nation, können wir noch jene Stimmen durch die Geschichte widerhallen hören. Ihre Botschaft ist heute so wahr, wie eh und je. Das polnische, amerikanische und das europäische Volk schreien noch immer: „Wir wollen Gott.“
(BEIFALL)
Gemeinsam mit Papst Johannes Paul II. bekräftigten die Polen ihre Identität als eine Nation, die Gott ergeben ist. Und mit dieser kraftvollen Erklärung, wer Ihr seid, verstandet Ihr, was Ihr tun und wie ihr leben [wollt].

Ihr standet in Solidarität gegen Unterdrückung, gegen eine gesetzlose Geheimpolizei, gegen ein grausames und böses System, das eure Städte und eure Seelen verarmte, und Ihr habt gewonnen. Polen siegte. Polen wird immer siegen.

Man kann das alles eben auch als eine indirekt an Deutschland und verschiedene Völker Westeuropas, gerichtete Rede von jemandem verstehen, der weiß, dass auf Westeuropa und Deutschland mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Zeit zukommt, die manchen schrecklichen Abschnitten der polnischen Geschichte sehr ähnlich sein kann.  Ich denke da z.B. an Albert Clarks Roman The Price of Peace, der einen 3. Weltkrieg schildert, in dem weite Teile Europas von mit China verbündeten arabischen Truppen verwüstet werden. Oder an Romane wie One Second After: Die Welt ohne Strom und SS18: The Satan Legacy in denen großflächig die Stromversorgung und Elektronik von einigen wenigen in sehr großer Höhe gezündeten Atomwaffen zerstört werden, so dass 80 bis 90 % der Bevölkerung binnen weniger Monate durch Hunger, Chaos und durch damit verbundene Gewalttaten ums  Leben kommen. Natürlich denke ich dabei auch an meine eigenen in Operation Troja angestellten Überlegungen.

Trump kommt dann auf den islamistischen Terror und das für die Polen besonders beunruhigende Thema Ukraine zu sprechen. Ebenso auf Computerangriffe, Finanzkriminalität und Propaganda. Schließlich muss er z.B. die Besorgnisse der Amerikaner und Westeuropäer wegen der angeblichen Wahlbeeinflussungen ansprechen.

Das Ausufern der Bürokratie als Gefahr

Dann kommt er zu etwas, was ich nicht erwartet hatte:

Schließlich sind unsere Bürger auf beiden Seiten des Atlantiks noch mit einer weiteren Gefahr konfrontiert, die [jedoch] vollkommen in unserer Hand liegt. Diese Gefahr ist für einige unsichtbar, aber den Polen vertraut: [Es ist] das schleichende sich Ausweiten der Regierungsbürokratie, die dem Volk Vitalität und Wohlstand aussaugt.

Nicht Papierkram und Regulierungen machten den Westen groß, sondern [der Umstand], dass den Menschen erlaubt war, ihren Träumen und Schicksalen nachzugehen.

Diese Stelle zeigt meines Erachtens, dass man in der Regierung Trump unter anderem auch Joseph Tainters Buch über den Kollaps Komplexer Gesellschaften und die darin beschriebene Gefahr kennt. Siehe dazu auch meine Übersetzung Kollaps komplexer Gesellschaften – Interview mit Prof. Dr. Joseph Tainter.

Wider den Kulturmarxismus

Die Amerikaner, Polen und Nationen Europas schätzen Freiheit und Souveränität. Wir müssen gemeinsam den Kräften entgegentreten, – egal ob sie von Süden, Osten, innen oder außen kommen – die mit der Zeit drohen, diese Werte zu untergraben und Bande der Kultur, des Glaubens und der Tradition zu löschen, die uns zu dem machen, was wir sind.

Mit „aus dem Süden und Osten“ dürften die muslimischen Staaten, der Isalm und auch China gemeint sein.

Wenn sie unkontrolliert bleiben, werden diese Kräfte unseren Mut untergraben, unseren Geist aussaugen und unseren Willen schwächen, uns [selbst] und unsere Gesellschaften zu verteidigen.

Aber wie unsere vergangenen Gegner und Feinde hier in Polen lernten, wissen wir, dass auch diese Kräfte zum Scheitern verurteilt sind, falls wir ihr Scheitern wollen. Und wir wollen wirklich, dass sie scheitern.

(BEIFALL)

Sie sind nicht nur deshalb dem Untergang geweiht, weil unsere Allianz stark ist, unsere Länder belastbar und unsere Macht unübertroffen ist. (Man muss sagen, all das ist wahr.)

Unsere Gegner sind dem Untergang geweiht, weil wir niemals vergessen werden, wer wir sind. Und wenn wir nicht vergessen, wer wir sind, können wir einfach nie geschlagen werden. Die Amerikaner werden es nie vergessen. Die Nationen Europas werden es nie vergessen. Wir sind die festeste und größte Gemeinschaft. Nichts gleicht unserer Völkergemeinschaft. Die Welt hat nie eine Völkergemeinschaft wie die unsrige gekannt.

Man beachte, er spricht von Völkern und Nationen.

Wir schreiben Symphonien. Wir streben nach Innovation. Wir feiern unsere alten Helden, pflegen unsere zeitlosen Traditionen und Bräuche und suchen stets neue Grenzbereiche zu entdecken.

Wir belohnen Brillanz, wir streben nach Vorzüglichkeit und schätzen inspirierende Kunstwerke, die Gott ehren. Wir schätzen die Rechtsstaatlichkeit und schützen das Recht auf freie Rede und freie Meinungsäußerung.

So sollte es sein, aber leide ist es nicht mehr so.  Die alten Helden werden zumindest in Deutschland eher verachtet.  Quoten und Politische Korrektheit sind faktisch Mittel zur Belohnung und Förderung von Zweitklassigkeit, die zunehmend auch per Gesetz durchgedrückt werden. Rechststaatlichkeit gibt es zumindest in Deutschland auch nicht mehr wirklich. Die politische Gesinnung und auch die Ethnie der Täter ist heute gefühlt oft wichtiger als das Gesetz. Als Bürger bemüht man Gerichte und Rechtsstaat am besten gar nicht mehr. Nur zu oft erweist sich der Rechtsstaat als unfähig und wertlos. Meinungsäusserung in Deutschland ist nur dann frei wenn sie politisch korrekt, das heißt ausreichend weit links  ist und die herrschenden  Machtverhältnisse nicht bedroht1. Der Gott den wir im Westen ehren ist hauptsächlich der des technischen Fortschritts(( Nach dem Fortschritt )), ergänzt durch eine ziemlich irre und maßlose Menschenanbetung2.  Alles in allem aber hat Donald Trump wohl allen Konservativen aus der Seele gesprochen und gesagt was sein sollte bzw. was man auch in Westeuropa wieder als Ziel haben sollte, wenn man den Untergang Europas aufhalten möchte.

So gesehen kann man Donald Trumps Rede als Aufruf zum Kampf gegen den die politische Korrektheit und den Kulturmarxismus verstehen. Zum Thema Kulturmarxismus einfach mal auf Youtube mit „Kulturmaxismus“ oder auch mit „Frankfurter Schule“ suchen. In meinem Blogbeitrag Doug Casey’s zwei Tage mit der wirklichen und der möchtegern Elite hatte ich mich schon einmal mit dem Thema Kulturmarxismus und seinen Folgen befasst.

Das Thema Frauen

Wir geben Frauen die Macht, Säulen unserer Gesellschaft und unseres Erfolges zu sein. Wir stellen Glauben und Familie, nicht Regierung und Bürokratie, in den Mittelpunkt unseres Lebens.

Das mit den Frauen ist sehr geschickt ausgedrückt und im selben Abschnitt mit Glauben und Familie verknüpft. Trump hat bei der Präsidentschaftswahl nicht ohne Grund zum Entsetzen der Linken und Feministinnen mehr als die Hälfte der Stimmen der weißen Frauen bekommen3. Und er lebt mit seiner Frau Melania und seiner Tochtern Ivanka locker ein Patriarchat  mit Frauen als Säulen der Gesellschaft und des Erfolges vor, das auch alte Germanen, die alten Wikinger und große konservative Europäer des 19.Jahrhunderts vermutlich völlig in Ordnung finden würden.  Beim G20-Gipfel ließ ich Trump zeitweise sogar von seiner Tochter vertreten und dann hatte er wohl zum Ärger vieler Deutscher nichts dagegen, dass seine Tochter beim Abschlussfoto neben der deutschen Bundeskanzlerin posierte, während er sich  im Hintergrund hielt. Mich lässt diese Formulierung mit den Frauen „als Säulen der Gesellschaft und des Erfolges“  auch an die Mütter und Frauen großer Männer, wie z.B. an die Mutter und die Frau Otto von Bismarcks denken, als deutsche Politikerinnen und  Quotenfrauen. Siehe auch Volker Elis Pilgrims Buch Muttersöhne . Auch der als Anitfeminist und  Autor von Büchern wie  Kriegs-Kultur: Warum wir kämpfen: Die tiefen Wurzeln bewaffneter KonflikteFrauen und Krieg, Wir Weicheier; Warum wir uns nicht mehr wehren können und was dagegen zu tun ist und Das bevorzugte Geschlecht  bekannte Martin von Creveld wird  Donald Trumps Formulierung vermutlich sehr gut finden. Immerhin hält Martin van Creveld die Frauen für einen der wichtigsten Faktoren für die Kampfkraft einer Streitmacht, während er zugleich den Feminismus und Frauen im Militär, wie sie heute im Westen üblich sind, für ein die Kampfkraft zersetzendes Gift hält. Siehe dazu auch meine Blogartikel Nur noch Schmusekatzen und Einige Probleme bei der Bundeswehr.

Meinungsfreiheit und freie Wissenschaft

Und wir diskutieren alles. Wir hinterfragen alles. Wir wollen alles wissen, damit wir besser über uns selbst Bescheid wissen.

Einfach Klasse dieser Präsident. Auch hier wieder der alte, große Geist, der Europa und Amerika so erfolgreich gemacht hat. Und welch krasser Gegensatz zu den Denkverboten der politischen Korrektheit und dem linken Gesinnungsterror! An dieser Stelle habe ich bei Google mit „Linke Bücherverbrennung“ gesucht und u.a. folgende Artikel gefunden: Linker Anti-Rassismus ist nahe am Naziterror und Alarm: Die Bücherverbrennungen kehren zurück.

Geschichtsbewusstsein und unabhängige Nationen

 Solang wir unsere Geschichte kennen, wissen wir, wie wir unsere Zukunft bauen können.

Die Amerikaner wissen, dass eine starke Allianz von freien, souveränen und unabhängigen Nationen die beste Verteidigung unserer Freiheiten und Interessen ist.

Eine klare Absage an all jene in Europa, die die Nationen abschaffen  wollen.

Psychische Verteidigungsbereitschaft

Die grundlegende Frage unserer Zeit ist, ob der Westen den Willen zum Überleben hat. Haben wir den Glauben an unsere Werte, um sie um jeden Preis zu verteidigen? Haben wir genug Respekt für unsere Bürger, um unsere Grenzen zu schützen? Haben wir den Wunsch und den Mut, unsere Zivilisation vor denjenigen zu bewahren, die sie untergraben und zerstören würden?

Wir können die größten Volkswirtschaften und die tödlichsten Waffen der Erde haben, aber wenn wir keine starken Familien und starke Werte haben, werden wir schwach sein und nicht überleben.

(BEIFALL)

Wenn jemand die entscheidende Wichtigkeit dieser Dinge vergisst, dann lasst ihn ein Land besuchen, das dies niemals tat, dann lasst ihn nach Polen kommen …

(BEIFALL)

… und lasst ihn nach Warschau kommen und die Geschichte des Warschauer Aufstandes lernen.

In der Rede folgen Details zum Warschauer Aufstand.

………..

Diese Helden erinnern uns daran, dass der Westen mit dem Blut der Patrioten gerettet wurde, dass jede Generation aufstehen muss und ihre Rolle bei seiner Verteidigung spielen muss …

(BEIFALL)

… und dass jede Fußbreite Boden und jeder letzte Zentimeter Zivilisation es wert ist, mit eurem Leben verteidigt zu werden.

Unser eigener Kampf für den Westen beginnt nicht auf dem Schlachtfeld. Er beginnt mit unseren Köpfen, unserem Willen und unseren Seelen. Heute sind die Bande, die unsere Zivilisation vereinen, nicht weniger lebenswichtig und fordern nicht weniger Verteidigung als jener nackte Fetzen Land, der einst die Hoffnung von ganz Polen bedeutete.

Unsere Freiheit, unsere Zivilisation und unser Überleben hängt an diesen Banden der Geschichte, der Kultur und der Erinnerung. ………..

(BEIFALL)

An den obigen Zitaten erkennt man, dass in der Regierung Trump Leute sitzen, die wirklich etwas von Krieg und Kampfgeist verstehen, die nachdenken und die sich um die Zukunft Europas und der westlichen Gesellschaft ernsthafte Sorgen machen.

………..

So wie Polen nicht gebrochen werden konnte, erkläre ich heute vor der ganzen Welt, dass der Westen niemals je gebrochen werden wird. Unsere Werte werden sich durchsetzen, unsere Völker werden gedeihen, und unsere Zivilisation wird triumphieren.

Nur die alten Wert Europas und der USA

Es geht aber NICHT um die Verteidigung der Werte der Kulturmaxisten, sondern ….

Also lasst uns alle gemeinsam kämpfen wie die Polen, für Familie, für Freiheit, für Vaterland und für Gott.

Vielen Dank. Gott segne euch, Gott segne das polnische Volk, Gott segne unsere Verbündeten, und Gott segne die Vereinigten Staaten von Amerika.

Vielen Dank. Gott segne euch. Vielen Dank.

Die FAZ fand in ihrem Artikel  Trump in Warschau: Die Bedrohung vom 6. Juli 2017, die Rede überzogen und geschmacklos, weil die heutige Situation in Europa nicht mit der in Warschau 1944 zu vergleichen sei. Wenn man die Geschichte und die Gefahren unserer Zeit ignoriert und glaubt, dass der Frieden sicher sei, dann hat die FAZ recht. Aber was ist wenn es wirklich einen Weltkrieg gibt und wenn Europa zum Schlachtfeld wird? Trump ist der Oberkommandierende der teuersten Streitmacht der Welt und oberster Chef eine ganzen Reihe von Geheimdiensten. Man kann annehmen, dass er umfassende rund besser über die Weltlage und die Gefahren für die USA und Europa unterrichtet ist als die Redaktion der FAZ.

Man kann die Kriegswahrscheinlichkeit reduzieren oder einen Krieg sogar verhindern, indem man die die eigene Fähigkeit und Bereitschaft im Ernstfall tatsächlich zu kämpfen und zu siegen überzeugend verbessert. Genau das war und ist wohl das Anliegen der Regierung Trump.

Die Gewaltausbrüche beim G20-Gipfel

Bei den Bildern und Berichten von den gewalttätigen Protesten in Hamburg beim G20 Gipfel ist zu bedenken, dass dieser Gipfel Monate und Jahre vorher geplant wurde und dass dazu auch aus anderen Bundesländern rechtzeitig Polizei zur Verstärkung eingetroffen war, UND dass diese Proteste in fetten Friedenszeiten stattfanden UND dass die Zahl der Gewalttäter mit  1500 bis 2000(?) vergleichsweise extrem gering war UND dass die gewalttätigen Demonstranten keine Schusswaffen und erst recht keine Kriegswaffen eingesetzt haben.

Was wäre wohl los, wenn Terroristen oder anonyme staatliche Angreifer in Westeuropa, einschließlich Deutschland und in Nordamerika  die Stromversorgung und Elektronik zerstören und wenn dann gleichzeitig, vorher von Geheimdiensten oder organisierten Kriminellen ins Land geschmuggelte, richtige Pistolen, Kalaschnikows und Munition an gewisse, besonders gewaltbereite Bevölkerungskreise in den Städten verteilt würden, um das Chaos und den Kollaps der Gesellschaft zu maximieren, während allen klar wird, dass mit der Stromversorgung auch die Versorgung mit Lebensmitteln und Trinkwasser ausgefallen ist?  So etwas wird z.B.  in dem Roman The Price of Peace geschildert, in dem weite Teile Europas im Laufe des Krieges von mit China verbündeten muslimischen Streitkräften mindestens so übel zugerichtet werden wie Warschau 1944 von der Wehrmacht. Anders als in diesem 30 Jahre alten Roman ist der Westen heute technologisch relativ zu China viel schwächer und er ist wegen der gestiegenen Abhängigkeit von Elektronik und Just in Time Lieferungen viel verwundbarer geworden. Siehe hier auch EMP-Bedrohung – Anhörung im US-Kongress am 13. Mai 2015

Zum G20-Gipfel gehörte auch die Erklärung der Staats- und Regierungschefs, die ebenfalls von der Epoch Times vollständig wiedergegeben wurde4. Dieser Abschlusserklärung ist zu entnehmen, dass die Staats- und Regierungschefs zumindest offiziell alle auf weiteres Wirtschaftswachstum setzen.  Das wird es aber wegen der ökologischen Grenzen nicht geben können. Wegen der hohen Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und dem in der folgenden Grafiken gezeigten Zusammenhängen von Energie und Wirtschaftsleistung  ist Wachstum auch mit Blick auf die Treibhausgasemission bzw. den Klimaschutz, dem sich außer den USA angeblich aller G20-Teilnehmer verpflichtet fühlen, nicht möglich:

(Quelle)

(Quelle)

In einer begrenzten Welt, die ihre Wachstumsgrenzen und die Belastbarkeitsgrenzen der Umwelt erreicht hat ist Wachstum am Ende nur noch möglich wenn andere schrumpfen oder verschwinden. Alleine der angeblich von allen, außer den USA unterstützte Klimaschutz, würde daher negatives Wirtschaftswachstum in Europa und auch in Asien und Afrika verlangen. Von allen wird aber das Gegenteil angestrebt.  Was wird die Folge sein?

Am 5. Juli bekam ich eine Mail des Post Carbon Institutes mit dem Betreff „Can we avoid the Collapse?“ und einem Link auf die Vorschau des 9. Teils von Richard Heinbergs Think Resilienze Course:, den ich wegen des hier gut passenden Bildes einbinde:

Die ersten 6 der insgesamt 22 Lektionen kann man sich auf Youtube kostenlos ansehen5.  Ich habe mir den vollständigen Kurs für etwas über 18 Euro gekauft und mir inzwischen die ersten 9 Lektionen angesehen. Der Kurs ist sehr empfehlenswert, auch wegen der darin angegebenen weiterführenden Literatur.

Da alle Teilnehmerstaaten des G20-Gipfels weiter auf Wachstum setzen, während die Ressourcen und die Belastbarkeit der Umwelt begrenzt sind, ist ein Weltkrieg oder ein anderes zu gesellschaftlichem Kollaps und Massensterben führendes Ereignis unvermeidlich.

Deutschland und weitere Teile Westeuropas laden dabei  wegen ihrer Schwäche, ihrer Verwundbarkeit  und ihrem fehlenden Verteidigungswillen,  heute eher zum Krieg als zum Frieden ein.

Damit aber war Trumps Rede in Warschau insbesondere auch mit Blick auf Westeuropa und  Deutschland wichtig und notwendig.

An dieser Stelle möchte ich etwas aus John Xenakis Blogbeitrag vom 8. Juli 2017 übersetzen:

….. China bereitet sich auf einen Krieg mit den USA, Indien, Russland und verschiedenen seiner Nachbarn vor.

Ich habe heute BBC gesehen und sie interviewten einige Pro-Peking Bürger aus Hongkong über Chinas neuen Flugzeugträger. Diese Leute sprudeln über vor Freude und Enthusiasmus. Sie sagen, dass der Flugzeugträger eine weitere Sache ist, die China zur mächtigsten Nation der Welt macht. Das chinesische Volk ist betrunken vor Macht und sieht einem Krieg entgegen, ungeduldig einen Krieg erwartend, von dem sie glauben dass sie ihn schnell gegen jeden in der Welt gewinnen.  Tatsächlich werden sie damit enden, dass sie Vernichtung und Zerstörung über den größten Teil der Welt einschließlich sich selber bringen.

Unter anderem DIE ZEIT berichtete am 16. März 2017: Türkischer Außenminister warnt vor Religionskriegen in Europa. Zitat aus diesem Artikel:

Europa werde schon lernen, wie man mit der Türkei umzugehen habe, sagte der Außenminister weiter. Ansonsten werde es die Türkei Europa beibringen. „Ihr werdet von Eurem befehlenden Diskurs absehen. Die Türkei befiehlt“, sagte er. Die Türkei sei die Umma, die weltweite Gemeinschaft von „zwei Milliarden“ Muslimen. „Deshalb könnt Ihr mit der Türkei nicht im Befehlston sprechen. Ihr müsst anständig reden, Ihr könnt um etwas bitten.“

Dazu passt  George Friedmanns Interview zur Türkei auf Youtube:  G. Friedman: „Türkei besiegt Deutschland an einem Nachmittag und Frankreich in einer Stunde“ und George Friedman Predicts World War 3 Between Turkey and Poland. Siehe außerdem Neues vom Nahen und Fernen Osten.

Tumps abschließendes, großes Lob für Merkel und den für ihn perfekten Verlauf des Gipfels:

Schmunzeln lies mich der Kommentar von Carsten Luther mit dem Titel G20 Gipfel: Einmal mit Profis arbeiten in der Zeit vom 8. Juni 2017:

Für ihn [Donald Trump] ist es großartig gelaufen, schon am Vormittag stellte er fest: „Es war wirklich unglaublich, wie die Dinge hier angegangen wurden. Nichts davon war einfach. Aber so professionell. Und ohne große Störung, abgesehen von einer ganzen Menge Leute.“ Nun ja, Teile der Stadt lagen in Schutt und Asche, aber sein Gipfelerlebnis hat das wohl nicht getrübt. Auch für die Bundeskanzlerin hatte er nur Lob, sie habe einen „großartigen Job“ gemacht: „Ihre Führerschaft ist absolut unglaublich. Sehr anregend.“

In der Tat. Aber auch der Umstand, dass Teile Hamburgs am Ende in Schutt und Asche lagen, war dabei aus der Sicht von Trumps Regierung ein Erfolg, der in das Gesamtkonzept passte, weil damit der Glaube an jene linken, kulturmarxistischen Paradigmen erschüttert wurde.  Auch wurde mit den trotz des riesigen Polizeiaufgebotes brennenden Autos, den Plünderungen und den Gewalttaten, die nur von einer eigentlich kleinen Gruppen verursacht wurden, gezeigt, wie schwach und verletzlich die Staaten Westeuropas heute sind. Gerade auch mit Blick auf diese eindrucksvolle Darbietung linksextremer Gewalt und staatlicher Schwäche hat die deutsche Bundeskanzlerin wirklich einen „großartigen Job“ gemacht. „Ihre Führerschaft ist absolut unglaublich. Sehr anregend“. Trotzdem wird sie im September voraussichtlich wiedergewählt, weil die Mehrheit der deutschen Wähler trotz alldem glauben, dass es keine Alternative für Deutschland gibt.

Aber dank Donald Trumps Rede in Warschau können wir, egal was kommt, an Polen und die Polen denken und uns dabei an die deutsche Redewendung „Noch ist Polen nicht verloren“ erinnern. Trumps Rede in Warschau war ein Lehrstück über alte europäische Kultur und Werte, das in Erinnerung zu behalten sich lohnen könnte.

Kelberg, den 10. Juli 2017

Christoph Becker

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  1. Heise.de: Verfassungsfeindlichen Parteien soll Steuergeld verwehrt bleiben und Netzwerkdurchsetzungsgesetz   

  2. http://www.ecosophia.net/the-twilight-of-anthropolatry/  

  3. Spiegel-Online: Trump Wähler: Nicht nur alte, weiße Männer  

  4. Die Entdeckung der Epoch Times als wertvolle Nachrichtenquelle ist für mich ein wichtiges praktisches Ergebnis der Rede von Donald Trump in Polen und  des G20-Gipfels. 

  5. Link auf den Youtubekanal des Post Carbon Institutes: https://www.youtube.com/channel/UC4aS7WdRm8_IkIBpDVJZNww  

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Ein Gedanke zu „Noch ist Polen nicht verloren!“

  1. Grund für Rede von Frau Trump:

    Sie ist Slawin und das ist für Polen extrem wichtig.

    Da spielt es denn auch keine Rolle, daß die Slowenen (gleichauf mit den Slowaken) die mit Abstand „westlichsten“ Slaven sind, während die Polen von allen West-Slaven sicher die mit der größten Distanz mindestens seit 1848 gegenüber Zentraleuropa und dem Deutschen Volk waren und sind.

    Polen und Tschechen (nicht aber Slowaken) hatten schon immer und heute noch einen latenten Minderwertigkeitskomplex gegenüber (nicht nur) Deutschen.

    Das weiß ein Deutscher, seit 20 Jahren in einem slawischen Nachbarland (nicht Polen) gern lebend mit demnächst einer polnischen Ehefrau.

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