Donald Trump als Klassenkämpfer

Bevor ich mir Donald Trumps Amtseinführung angesehen und seine erste Rede als Präsident der USA Live angehört habe, habe ich mir John M. Greers neustes Essay The Hate that Dare Not Speak its Name (dt. Der Hass der es nicht wagt seinen Namen aus zu sprechen) durchgelesen, was mir das Verständnis der Rede und auch des Sieges Donald Trumps sehr erleichtert hat.

John Michael Greer erklärt in seinem Essay, dass der Wahlkampf in den USA, und die ungewöhnlich heftige und von Emotionen wie Hass und Verachtung aufgeladene Reaktion auf die Wahl und die Amtsübernahme Donald Trumps zumindest teilweise das Resultat eines nicht offen diskutierten Klassenkampfes sei.

Vereinfacht ausgedrückt war die amerikanische Arbeiterklasse, zu der auch die kleinen Angestellten, Handwerker usw. zählen, durch den wirtschaftlichen Aufschwung nach dem 2. Weltkrieg zufrieden und zum Leidwesen der Marxisten nicht zu Revolutionen bereit.

Die Marxisten hätten sich dann anderer “benachteiligter Gruppen” wie der Frauen, Farbigen, Behinderten, Schwulen usw. angenommen, die fast alle gemeinsam haben, dass sie durch biologische Merkmale haben.

Die Klasse der Wohlhabenden habe diese neuen Klassen korrumpiert, indem sie ausgesuchten Führungspersonen dieser neuen Klassen untergeordnete Positionen in der Klasse der Wohlhabenden verschafft habe.

Die Klasse der Wohlhabenden habe dann mit Hilfe der Globalisierung und der Einwanderung  die Friedfertigkeit und Zufriedenheit der Arbeitklasse ausgenutzt und sich schamlos auf Kosten der Arbeiterklasse bereichert.  Greer hat dazu z.B. an anderer Stelle mehrfach erzählt oder geschrieben, dass in der Zeit seiner Kindheit, in den 60er Jahren, in einer Arbeiterfamilie nur der Mann arbeiten musste und dass die Familie sich trotzdem ein Haus, ein Auto, ein bis zweimal im Jahr einen Urlaub und eine gute Ausbildung für die Kinder leisten konnte. Heute reiche ein Arbeitereinkommen in den Städten oft nicht einmal mehr um Obdachlosigkeit zu verhindern. Die Klasse der Wohlhabenden hat aber ihren Wohlstand massiv gesteigert. Billige Importe und billige Dienstleistungen durch Einwanderer haben vor allem den Wohlhabenden genutzt.

Donald Trump hat sozusagen diese Marktlücke im Klassenkampf erkannt und er hat sich sehr erfolgreich zum Anfüherer der Arbeiterklasse aufgeschwungen. Trumps im Wahlkampf typische rote Baseball-Mütze sei eben so wie seine vermeintlichen Skandale ein Mittel gewesen mit dem sich Trump glaubwürdig mit der Arbeiterklasse identifiziert habe. Seine Antrittsrede, die der Spiegel als “Unanständigkeitserklärung” titulierte, entsprach ebenfalls diesem Image. Trump sieht sich als der Präsident der Arbeiterklasse, der aufräumen und das Amerika in dem die amerikanische Arbeiterklasse, wie in den 50er und 60er Jahren,  mit ihrem Schicksal zufrieden war wieder entstehen lassen.

Trump müßte damit eigentlich für alle echten Linken, Sozialdemokraten und auch Christdemokraten und ihre Medien der Wunschkandidat sein, zu dem man die amerikanische Arbeiterklasse beglückwünsche und um den man diese beneide.

Dass das nicht so ist, zeigt, dass die Linken, die Sozialdemokraten, die Christdemokraten und auch deren Medien in Deutschland und Europa, die Hillary Clinton, und damit der Vertreterin der Klasse der Wohlhabenden klar favorisiert haben, auch nicht mehr die deutsche und europäische Arbeiterklasse sondern die Interessen der Klasse der Wohlhabenden Vertreten, von denen auch sie korrumpiert wurden.

Greer meint auch, dass es sich mit diesen Aspekten des Klassenkampfes wie mit der Sexualität in England im Viktorianischen Zeitalter verhalte: Sie seien allgegenwärtig, aber es dürfe nicht darüber gesprochen werden.

Trump ist übrigens nicht nur von “ungebildeten weißen Männern” gewählt worden. Er wurde auch von 53 % der weißen Frauen gewählt. Im für die Wahl wichtigen Swingstate Florida hat Trump auch deshalb gewonnen, weil besonders viele kubanisch stämmige und damit nicht weiße Wähler für ihn gestimmt haben. Auch wenn Frau Clinten bei Schwarzen, spanisch stämmigen Männern und bei farbigen Frauen mehr Stimmen als Trump bekommen hat, so haben auch aus diesen Unterklassen viele für Trump gestimmt UND es sind viele registrierte Wähler der Partei von Frau Clinton zuhause geblieben, was ebenfalls zum Sieg Donald Trumps beigetragen hat.

Nicht zu unterschätzen ist auch Donald Trumps Rückhalt bei Militär und Polizei. In der Rede zu Annahme der Wahl im November 2016 hatte er sich unter anderem auch bei einer ganzen Reihe Militärs, bei der Polizei im Allgemeinen und bei der Polizei New Yorks im Besonderen bedankt. Er hatte dabei auch erwähnt, dass 200 Generäle und Admiräle ihn unterstützt hätten. Sein Verteidigungsminister ist nur ein ehemaliger General der als Elitetruppe geltenden Marineinfantrie.

Die Klassenkampfhypothese von John M.  Greer finde ich jedenfalls sehr interessant und zumindest als teilweise Erklärung plausibel.

Eine Gefahr im Bezug auf Donald Trump sehe ich nur darin, dass er voraussichtlich feststellen wird, das die Ressourcen für seine Reformvorhaben nicht mehr reichen. Der Wirkungsgrad der Öl- und Gasförderung, des Kohlebergbaus und auch der Erzgewinnung wird nun mal zunehmend schlechter und er ist schon jetzt sehr viel schlechter als in der Zeit vor 1970. Aber spätestens irgendwann zwischen 2025 und 2030 wird sogar weltweit im Mittel der Punkt überschritten an dem die Suche und Förderung von Erdöl mehr Energie kosten wird als sie einbringt (Erschöpfung – Das Schicksal des Ölzeitalters). In den USA wird dieser Punkt zumindest in der Frackingindustrie voraussichtlich schon früher überschritten. Tatsächlich konnten die Frackingfirmen bisher mit der Öl- und Gasförderung offenbar im Mittel keine Gewinne erwirtschaften.

Was werden Donald Trump und seine Wählerschaft tun, wenn sie erkennen, dass die Qualität und Menge der materiellen Ressourcen dieser Erde für diese großen Vorhaben nicht mehr ausreichen? Irgendwie haben sie das wohl schon begriffen, denn “Amerika first”, also “Amerika zuerst”, bedeutet zuerst und vor allem, dass man davon ausgeht, dass nicht mehr genug für alle da ist.

DAS dürften aber unter anderem  die Chinesen auch so sehen, womit zum inneramerikanischen und in Zukunft dann wohl auch innereuropäischen und innerdeutschen Klassenkampf zwangsläufig auch wieder richtige Ressourcenkriege kommen werden.

Dazu ein Zitat aus dem Beitrag von John Xenakis zur Antrittsrede von Donald Trump:

Chris Matthew von MSNBC machte die wahrhaft idiotische Feststellung, dass Trumps Antrittsrede “Hitleristisch” gewesen sei. Tatsächlich war sie viel mehr “Rooseveltisch”, weil sie die heutige nationale Gefühlslage sehr ähnlich zu der nationalen Gefühlslage der 1930er Jahre beschreibt — nicht Deutschlands Gefühlslage, sondern Amerikas Gefühlslage.

Vielleicht ist Trump beim Entwurf seiner Rede von seinem Chefstrategen Steve Banon beeinflußt worden, der ein sehr umfassendes Wissen im Bezug auf Generationsdynamik und im Bezug auf Geschichte im Allgemeinen  hat. Aber wie auch immer es war. Trumps Sicht auf das heutige Amerika ähnelt in bemerkenswerter Weise der Sicht der Generationsdynamik über die ich seit Jahren schreibe. Und die Generationsdynamik sagt voraus, dass die Welt sich auf einen Weltkrieg des Zusammenstoßes von Kulturen zubewegt, in dem China und seine Verbündeten gegen Amerika und seine Verbündeten antreten. Dies ist es was Amerika und die Regierung Trump vorbereiten sollten. 

Siehe auch meinen Blogbeitrag Unkonventionelle Kommentare zur Wahl Donald Trumps – Generationsdynamik.

Als oberster Kriegsherr des Westens in einem wahrscheinlich unvermeidlichen, kommenden 3. Weltkrieg ist Donald Trump meines Erachtens schon genau der Richtige und in dieser Rolle könnte er mit etwas Glück und Gotte Segen  wirklich Erfolg haben.

Zum Thema Klassenkampf in den westlichen Industriestaaten vor dem Hintergrund schwindender Ressourcen habe ich noch ein paar sehr interessante Sachen gefunden:

Als ich auf  ClubOrlov nach dem Blogbeitrag mit dem Interview mit Piero San Giorgio über die englischsprachige Ausgabe seines Buches über die Probleme der Frauen in Zeiten des Zusammenbruchs ( Women on the Verge of Societal Breakdown: Preserving Hard-Won Freedoms during an Age of Uncertaintygesucht habe, hat mich Dmitry Orlovs Blogbeitrag, The Day the World Changes vom 17. Januar 2017 neugierig gemacht. Er zitiert dort aus dem Roman Seat of Mars von Jason Heppenstall. Ich haben diesen dann bei Amazon gesucht und übersetze hier nun die ersten Sätze der Buchbeschreibung bei Amazon.de:

Wie vom Teufel besessen von dem Ziel, die Privilegien der Reichen angesichts der sich abzeichnenden Ressourcenkrise zu erhalten, führt die britische Regierung eine als terroristischen Angriff getarnte Aktion durch und schaltet das nationale Stromnetz mit dem ausdrücklichen Ziel ab, die Bevölkerung schnell zu reduzieren. In den folgenden Unruhen …..

DAS wäre eine ganz neue und durchaus plausible Version des Klassenkampfes, für die dann auch die Flüchlings- und Einwanderungspolitik der “linken”, “sozialdemokratischen” oder/und “christdemokratischen” Regierungen wirklich Sinn macht:

Man tut alles um die Menschen in Städten und Ballungsräumen zu konzentrieren. Auch tut man alles um die Landwirtschaft zu industrialisieren und die Nahrungsmittelversorung von Importen und komplexen technischen Systemen abhängig zu machen. Dazu bringt man Millionen ungebildete aber agressive junge Männer anderer Ethnien in die Städte. Und dann begibt sich die Creme der Creme in sichere, gut vorbereitete Rückwärtige Kommandostände und Zufluchtsorte und zieht den Stecker. Man lässt die Stromversorgung großflächig ausfallen und tut so als wären die Täter ausländische Terroristen – vorzugsweise aus den Stämmen der Zuwanderer. Das kann man übrigens  auch in den Megastädten der 3. Welt machen. Und dann wartet man einfach eine Weile ab. Ohne Strom, Computer und Telekommunikation wird binnen weniger Monate der größte Teil der Arbeiterklasse verhungern und durch von der Hungersnot befeuerte Gewalttaten sterben. Die vielen importierten jungen Männer und überhaupt die vorher mit viel Werbung absichtlich zur Perfektionierung dieses Verbrechens beworbene “Vielfalt” und “Buntheit” der Gesellschaften werden die Grausamkeiten und Gewalttaten und damit auch die Reduktion der Bevölkerungsdichte maximieren. Schon heute ist es in der Tat so, dass ich und viele andere z.B. keinen Sinn mehr darin sehe einen Garten an zu legen oder in der Landwirtschaft zu investieren, weil im man Ernstfall sowieso alles durch Plünderer verlieren wird.

Diese, in dem Roman Seat of Mars  von Jason Heppenstall vorgestellte Form des Klassenkampfes, mit der man z.B. in Deutschland locker 60 Millionen Menschen auslöschen könnte, würde durchaus Sinn machen. Am Wochenende habe ich z.B. im neuen Heimatjahrbuch für den Kreis Vulkaneifel einen Artikel über Wetterkatastrophen in der Eifel gelesen. Da wird z.B. auch von einem Dorf erzählt wo  im Winter 1847/48 wegen der großen Kälte ziemlich früh die zugeteilten Holzkontingente verbraucht waren. Die Folge war offener “Holzfrevel”,  bei dem die Bürger sich einfach unerlaubt im Wald Holz beschafft und damit damit den Wald ruiniert haben. Heute ist die Bevölkerung um ein Vielfaches größer und die Wälder wären in einem kalten Winter wohl in kurzer Zeit ruiniert.

Ein Artikel in der Jungen Freiheit, über ein Essay des Historikers Rolf Peter Sieferle, hat mich neugierig gemacht. Zunächst habe ich zu dem betreffenden Essay den Gastbeitrag  „Deutschland, Schlaraffenland“ oder: der Untergang Europas – Rolf Peter Sieferles† letzter Essay  von Jürgen Fritz auf der mir bis dahin unbekannten, offenbar sehr interessanten Internetseite philosophia-perennis.com gefunden. Das Original des Essays als pdf-Datei ist dort ebenfalls verlinkt. Es stammt aus der Zeitschrift Tumult – S für Konsensstörung, von der ich mir gleich zwei Ausgaben als pdf-Datei gekauft habe. Es scheint eine sehr interessante Zeitschrift zu sein.

Zu Rolf Peter Sieferle habe ich dann etwas weiter recherchiert und unter anderem bei Amazon.de gesehen, dass er schon 1982 das Buch Der unterirdische Wald. Energiekrise und Industrielle Revolution geschrieben hatte. Selbst wenn man das Nahrungsmittelproblem z.B. mit den Methoden von John Jeavons und Joel Salatin, Allan Savory und anderen gelöst bekäme, bliebe zumindest in Europa mit seinem kalten Klima selbst bei einem Verzicht auf alle technischen Errungenschaften ein Energieproblem, das bei der heutigen Bevölkerungsdichte nicht mehr auf Dauer mit Holz und erneuerbaren Energien gelöst werden könnte. Man bedenke, dass die heutigen “erneuerbaren” Energien nicht wirklich selbstständig ohne die Unterstützung einer mit großen Mengen an fossilen Energien betriebenen Industriegesellschaft produziert, erhalten und erneuert werden können ( 100 Prozent erneuerbare Energie bis 2030? ). Wenn die wohlhabende Klasse ihren Wohlstand angesichts schwindender Ressourcen einigermaßen gut in die Zukunft retten will,  macht die Art von Klassenkampf, die Jason Hepenstall offenbar in seinem Roman  Seat of Mars  annimmt durchaus Sinn. Vor diesem Hintergrund macht aber wie gesagt auch die Masseneinwanderung und vieles andere was z.B. auch die deutsche Bundesregierung tut oder auch nicht tut wirklich Sinn.

In verschiedenen Ausgaben der oben erwähnten Zeitschrift Tumult – Vierteljahresschrift für Konsensstörung, finden sich aber wie ich schon an den Titeln der Aufsätze gesehen habe, auch andere plausible Erklärungen für den Sinn etwa der Asyl- und Einwanderungspolitik, wie z.B. das man damit mutwillig den Sozialstaat zerstören will – womit wir aber auch wieder beim Thema Klassenkampf sind, denn der Sozialstaat war und ist ein Zugeständnis der Klasse der Wohlhabenden an die Arbeiterklasse, dass man zuerst im Deutschen Reich unter Bismarck und später dann auch anderswo in Europa gemacht hat, weil die ethnisch homogene, dank Wehrpflichtige und nach den Weltkriegen auch Kriegserprobte extrem kampfstarke Arbeiterklasse zufriedengestellt werden sollte.

Vor diesem Hintergrund und den modernen Möglichkeiten des Klassenkampfes ist es geradezu beruhigend, dass nun Donald Trump im Weißen Haus regiert und dass es unter anderem China seiner gewaltigen Rüstung, seinem knallharten Nationalismus und seinem Anspruchsdenken gibt.

Russia Today meldete am 22. Januar 2017 in dem Artikel  No ‘word bombs,’ pressure from outside can stop drills in S. China Sea – Chinese state media faktisch, das weder China noch die USA dran denken klein bei zu geben. Einer wird das Gesicht verlieren und klein bei geben, oder es wird Krieg geben. Die Klasse der Wohlhabenden wird die Arbeiterklasse brauchen wenn sie den kommenden Krieg gegen China und seine Verbündeten gewinnen will. Frau Merkel ihre Gesinnungsgenossen haben Millionen junge Männer und auch Familien aus eben den Ländern und Völker die im 3. Weltkrieg voraussichtlich mit China verbündet sein werden nach Deutschland und Europa geholt. Die Klasse der Wohlhabenden hat sich damit vermutlich ebenso verkalkuliert wie mit der amerikanischen Präsidentschaftswahl. Das oben schon erwähnte Essay „Deutschland, Schlaraffenland – Auf dem Weg in die multitribale Gesellschaft“ zeigt weitere Gründe warum die Klasse der Wohlhabenden sich verkalkuliert hat.

Vor einer Woche hätte ich nicht gedacht, dass das Thema Klassenkampf überhaupt noch existiert und schon gar nicht, dass es so aktuell sein könnte. Dass das Thema Klassenkampf derart mit Donald Trump und seiner Wahl zum Präsidenten der USA verknüpft sein könnte, hätte ich ebenfalls nicht gedacht.  Dass die Linken, die Grünen und die angeblichen Sozial- und Christdemokraten durchweg ihre ursprünglichen Wählerschichten verraten haben und verraten und nur noch Marionetten des internationalen Großkapitals sind – oder sich zumindest so verhalten als wären sie es oder als wollten sie es gerne sein, ist mir allerdings schon lange aufgefallen.

Kelberg, den 23. Januar 2017

Christoph Becker

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3 Gedanken zu „Donald Trump als Klassenkämpfer“

  1. Die These, dass der Arbeiter nicht revolutionsfähig sei weil er schon zu tief mit dem System verwoben ist, gab es schon direkt nach dem 1. Weltkrieg.
    Subversive Kräfte haben auch schon immer versucht Keile in Gesellschaften zu treiben. Diesmal versucht man es mit Migranten aus Regionen die so anders sind, dass sie einfach nicht integrierbar sind ohne dass wir uns selbst abschaffen.
    Dass die herrschende Klasse die einen gegen die anderen auszuspielen versucht, sollte uns nicht überraschen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Georgia_Guidestones

    PS

    Ich lese regelmäßig Ihren Blog. Einfach klasse.

  2. https://medium.com/@End_of_More/the-drumbeat-strengthens-c5a46951c7bf#.wtptf02zj
    Norman Pagett zeigt auf, was die nächste Dekade in USA passieren wird.
    Massiver Notstand, Militäreinsatz, Kriegsrecht, Auseinanderfallen der USA in kleinere Landesteile, Faschismus, etc.

    Es kommen harte Jahre auf uns zu.
    Aber ich kann noch nicht akzeptieren, dass es keine Lösungen gibt.
    Was ich noch nicht ganz verstanden habe, die fossilen Brennstoffe sind sicher nicht auf einen Schlag weg. Ist es nicht möglich das System stückweise runterzufahren?
    Z.B. Individualverkehr massiv reduzieren, weg von Lebensmitteln, die nur mit intensiven Einsatz von fossilen Brennstoffen herzustellen sind
    wie Fleisch, Milchprodukten, Convenience-Food hin zu lokal erzeugter Pflanzenkost?
    Reduzierung des Unterhaltungsprogramms wie Fernreisen, Wellness, Fitness, Wochenendshopping, etc. und raus aufs Feld?
    Eine Reduzierung des Budgets für Gesundheitskosten ist dann ein Problem für die Kranken.
    Klar werden dann viele Menschen einkommenslos, aber diese frei werdende Power kann doch dann für den Umbau eingesetzt werden.
    Den Rückbau sehen wir ja schon seit Jahrzehnten, die Fleischtöpfe werden kleiner. Menschen falllen aus dem System und müssen mit viel weniger auskommen. Oder junge Menschen kommen erst gar nicht rein.

    Danke auch für die vielen Links bzgl. Bio Intensive Grow, sehr interessantes Thema.
    Trotz deiner Skepsis finde ich das den richtigen Ansatz.
    Verantwortung übernehmen.
    So ein Bürgerkrieg ist ja nicht ein Tagesereignis. Das kann sich über Jahre hinziehen.

    Vielleicht empfiehlt es sich, diverse Mittel zum eigenmächtigen Beenden des Daseins zu bevorraten.

    Grüsse

    Grete

    1. @Grete,
      was bei Norman Paget nicht vorkommt ist die Möglichkeit eines Weltkrieges, wie ihn z.B. John Xenakis auf generationaldynamics.com kommen sieht. Xenakis sieht dabei die USA zusammen mit Russland, den europäischen Nato-Staaten (wohl ausser der Türkei), Japan, Indien und auch dem Iran gegen eine Allianz aus China, Pakistan und den anderen sunnitisch-islamischen Staaten (Nordafrika, Arabien und wohl auch die Türkei) antreten. Ich denken das ist in der Tat sehr wahrscheinlich, wobei die Eröffnung durchaus mit einem anonymen “Terroranschlag” in Form eines EMP-Angriffs auf Europa und die USA erfolgen könnte, bei dem in Europa ebenso wie in den USA die Stromversorgung und Elektronik weitgehend zerstört wird. Zu solchen Terrorangriffen und ihrer Wirkung siehe meine Beiträge Eine Sekunde danach und Weitere Literatur zum Thema EMP.
      Ein anderes Sezanrium ist ein konventioneller Krieg in Übersee, bei dem China die amerikanische Marine und die amerikanischen Land- und Luftstreikräfte übel zurichtet und deren Ruf entzaubert, wie das John M. Greer in seinem Roman Twilight’s last Gleeming passieren lässt. In diesem Roman lösen sich die USA nach ihrer Niederlage ganz legal und ziemlich geordnet auf. Die amerikanische Verfassung sieht laut Greer die Auflösung der Union vor, wenn ein Verfassungskonvent einberufen wird bei dem dann eine Mehrheit von über 70(?) Prozent für die Auflösung der Union stimmt. Greer meint, dass die Konförderierten unter Jefferson Davis auf diesem Wege den amerikanischen Bürgerkrieg im Grund hätten vermeiden können.
      Die Aussicht auf einen Krieg mit China wird die Union meines Erachtens aber bis auf weiteres zusammenhalten, denn in so einem Krieg bringt die Größe, und bringt auch die Qualität eines Präsidenten wie Donald Trump sehr viel. D.h., ich denke die Aussicht den 3. Weltkrieg tatsächlich irgendwann in den nächsten Jahren führen zu müssen wird auch Donald Trump vor einem Staatsstreich schützen, wie ihn z.B. James H. Kunstler für wahrscheinlich hält. Trump dürfte jedenfalls aus verschiedenen Gründen der für die USA mit sehr weitem Abstand denkbar beste Präsident für die Vorbereitung und Führung eine solchen großen Krieges sein. Trump ist halt der “Grey Champion”, also der große unerschrockene alte Mann mit natürlicher Autorität, der in der amerikanischen Geschichte wohl in Zeiten der Not immer wieder eine große Rolle gespielt hat. Siehe Unkonventionelle Kommentare zur Wahl Donald Trumps – Generationsdynamik und den dort verlinkten Artikel über den Grey Champion.

      Was ich noch nicht ganz verstanden habe, die fossilen Brennstoffe sind sicher nicht auf einen Schlag weg. Ist es nicht möglich das System stückweise runterzufahren?
      Z.B. Individualverkehr massiv reduzieren, weg von Lebensmitteln, die nur mit intensiven Einsatz von fossilen Brennstoffen herzustellen sind
      wie Fleisch, Milchprodukten, Convenience-Food hin zu lokal erzeugter Pflanzenkost?
      Reduzierung des Unterhaltungsprogramms wie Fernreisen, Wellness, Fitness, Wochenendshopping, etc. und raus aufs Feld? ….

      Man kann sicher und man wird das auch spätestens dann tun wenn die Umstände dazu zwingen. Aber man muss auch die Geschichte sehen. Admiral Hyman Rickover hat im Mai 1957, damals war ich erst ein paar Monate alt, in seiner berühmten Rede “Energy resources and our future”, also vor fast 60 Jahren, eigentlich das Wesentliche gesagt. Die zu dem Buch “Grenzen des Wachstums” führenden Simulationen haben es anfang der 70er Jahre bestätigt. William Cattons Buch Overshoot: The Ecological Basis of Revolutionary Change ist Anfang der 80er Jahre veröffentlicht worden. Aber was haben die Menschen getan? Die Autos sind mehr und größer geworden. Früher kam nur die Post und bei schwereren Teilen eine Spedition um Waren anzuliefern. Heute kommen täglich mindestens 6 bis 7 Paketdienste usw.. Journalisten und Unternehmer die eigentlich eine gute Ausbildung haben, schreiben und argumentieren faktisch wie kleine Kinder und belügen systematisch sich und ihre Mitmenschen. Eine Bundeskanzlerin die in Physik promoviert hat und die sogar Umweltministerin war, flutet das extrem überbevölkerte Deutschland mit Millionen “Schutzsuchenden” und Einwanderern, und steigert gerade auch damit den Ressourcenverbrauch Deutschlands massiv während sie die Zukunftschancen für alle damit reduziert. Die Kanzlerin und große Teile der Bevölkerung halten das allen Ernstes für gut und die Delegierten der großen Volkspartei der sie angehört klatschen zu diesem extremen Wahnsinn der Bundeskanzlerin frenetisch Minuten lang Beifall.
      Die plötzliche Verfügbarkeit billiger Energie hat die durch die Natur, Mangel und eine ziemlich blutige und schreckliche Geschichte geformten Menschen in Deutschland völlig überfordert. Die verhalten sich völlig irre weil die durch Not, Jahreszeiten, Energie- und Ressourcenmangel gebildeten Grenzen zeitweise durch die Entdeckung der fossilen Energieträger weggefallen sind. Diese Grenzen werden aber wieder kommen. Der Steinkohleabbau an der Ruhr, mit dem die Industrialisierung und damit die Zeit des Schlaraffenlandes in Deutschland ihren Anfang nahmen, wird mit der Schließung der letzten Zeche 2018 endgültig zu ende gehen. Die Party geht halt zu ende. Überleben werden wie in alten Zeiten halt die die klug vorausplanen und die es damit auch über kalte und lange Winter schaffen. Und manchmal wird, wie 1816, auch wieder eine Ernte ausfallen und dann werden die Grenzen die zum Überleben notwendige Vorausplanung und Zusammenarbeit noch einmal ein Stück höher sein.

      Vielleicht empfiehlt es sich, diverse Mittel zum eigenmächtigen Beenden des Daseins zu bevorraten.

      DAS glaube ich nicht. Betonung auf glauben. Ich möchte dazu auf das Buch “Der Verkehr mit der Geisterwelt – seine Gesetze und sein Zweck” von Johannes Greber hinweisen, sowie auf die Bücher von Werner Schiebeler, die man bei http://www.ih-buch.de bekommen kann. Das Buch von Johannes Greber hatte ich zuerst auf niederländisch, am Anfang meines Zahnmedizinstudiums gelesen. Es war für mich das beste und wertvollste Buch überhaupt, und es hat es mir überhaupt erst möglich gemacht die Bibel zu verstehen und Religion und Christentum ernst zu nehmen.
      Selbstmord ist danach jedenfalls keine gute Lösung. Es ist demnach nicht möglich per Selbstmord vor der Realität zu fliehen, sondern man verdammt sich demnach mit dem Selbstmord dazu genau die Situation vor der man mit dem Selbstmord fliehen zu können glaubte für sehr lange Zeit immer wieder zu erleben.
      Kampf und der Versuch die Situation zu verbessern ist wohl das was so gesehen am vernünftigsten ist.
      Dabei ist dann nach Greber zu bedenken, dass man sehr wohl damit rechnen sollte, dass man später in dem Land und in der Gegend in der man heute lebt, oder aber auch in dem Land seiner Feinde wieder geboren zu werden. Es ist demnach nicht egal was man tut und “nach mir die Sintflut”, oder “dann bin ich ja schon tot” und “das ist nach meiner Zeit, dann lebe ich schon lange nicht mehr”, könnte sich demnach als furchtbarer Irrtum erweisen. Ein Hintergrund, vor dem es Sinn macht die Möglichkeiten und Chancen die man heute hat klug und vorausschauend zu nutzen.
      Zur Qualität von Johannes Grebers Logik und Übersetzung des Neuen Testamentes siehe die vier Gegenüberstellungen, die ich in der Adventszeit 2014 angefertigt habe:

    2. Die Bergpredigt
    3. Der Anfang des Neuen Testamentes
    4. Römer 13
    5. Jesus, Krieg und Frieden
    6. Gruß
      Christoph

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