Für ein wirklich grünes Asyl- und Einwanderungsrecht

Mit Erstaunen stelle ich fest, dass die angeblich auf Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz bedachten Grünen in der Flüchtlings-, Einwanderungs- und Asylfrage das genaue Gegenteil von dem tun und verlangen, was eine ökologische, klimafreundliche und nachhaltige, also eine tatsächlich “grüne” Politik eigentlich erfordert.

Indem wir in Deutschland Flüchtlinge und Einwanderer aufnehmen vergrößern wir, von einigen sehr wenigen Ausnahmen abgesehen, auf vielfache Weise

  1.  Den ökologischen Fußabdruck, den Ausstoß klimaschädlicher Gase und den Verbrauch nicht erneuerbarer Ressourcen von Deutschland als Ganzem
  2. Den ökologischen Fußabdruck, den Ausstoß klimaschädlicher Gase und den Verbrauch nicht erneuerbarer Ressourcen von jedem einzelnen Flüchtling und bei erfolgreich integrierbaren Wirtschaftsflüchtlingen sogar zusätzlich den okologischen Fußabdruck usw. von dessen Angehörigen in Afrika oder wo auch immer. Wir verwandeln, wie Prof. William Catton es sagen würde, mit unserer derzeitigen Flüchtlingspolitik massenweise Menschen der Gattung  Homo sapiens in Menschen der Gattung Homo colossus.
  3. Den ökologischen Fußabdruck, den Ausstoß klimaschädlicher Gase und den Verbrauch nicht erneuerbarer Ressourcen der Weltbevölkerung als Ganzes.
  4. Weil unsere Gesellschaft durch die Zuwanderung und die Aufnahme von Flüchtlingen aus anderen Kulturkreisen multikultureller wird, wird sie, wie die Geschichte und die Forschung zeigen ineffizienter, anfälliger für innere Unruhen, für Bürgerkriege, Korruption usw.. Deutschland wird also durch die Zuwanderung auch pro Kopf weniger energieeffizient und umweltschädlicher werden, als es dies ohnehin schon ist. Außerdem  vermindern steigende Mulitikulturalität nachweislich auch die Auslandshilfen und damit die Möglichkeit in den Ländern, aus denen heute Flüchtlinge kommen, den Menschen zu helfen ihre Lebensumstände zu verbessern, und zwar auch umweltverträglich zu verbessern. Siehe zu diesem 4. Punkt insbesondere auch die Rede und das Interview von Dr. Frank Salter , die ich für meine Webseite, www.freizahn. de, in den letzten Tagen ins Deutsche übersetzt habe.

Zum Thema ökologischer Fußabdruck und Ressourcenverbrauch siehe insbesondere auch das Interview des amerikanischen Soziologieprofessors und Ökologen Dr. William Catton, das ich für meine Webseite übersetzt habe sowie dessen bahnbrechendes Buch Overshoot: The Ecological Basis of Revolutionary Change
(dt.: Überschießen: Die ökologische Basise für revolutionäre Veränderungen)

Die Politik und die aktuellen Forderungen der Grünen in Sachen “Flüchtlinge” und Zuwanderung sind daher  in höchstem Maß als umweltschädlich zu verurteilen. Die Grünen outen sich mit ihren Positionen zur Flüchtlingspolitik, Asyl  und Zuwanderung  vielmehr als umweltfeindliche, verantwortungslose und damit in keinster Weise grüner Partei. Man kann die Grünen höchsten als ökologische und umweltpolitisch unausgereift und grün im Sinne von unausgereift und damit, als von verantwortungsbewußten, umweltbewußten  Menschen nicht mehr wählbar betrachten.

Was wäre ein umweltverträgliches Einwanderungs- und Asylrecht?

Ein umweltverträgliches, ökologisch verantwortungsbewußtes Einwanderungs- und Asylrecht müßte zunächst dafür sorgen, dass der ökologische Fußabdruck von Asylanten, Einwanderern und Flüchtlingen durch deren Aufnahme in Deutschland NICHT vergrößtert werden darf, aussgenommen werden sollten nur hochqualifizierte Wissenschaftler und Ingenieure, wenn und soweit diese durch ihre Arbeit nachweislich den ökologischen Fußabdruck, bzw. den Ressourcenverbrauch Deutschlands und der Welt als ganzes verringern,  wenn sie nach Deutschland einwandern. Die Bezugsgröße für den ökologischen Fußabdruck aller anderen, die diese durch einen Aufenthalt in Deutschland nicht überschreiten dürfen,  sollte dabei nicht größer sein, als die Obergrenze der Armutsgrenze in den Herkunftsländern der Flüchtlinge bzw. Asylanten.

Für die meisten der noch kommenden und schon hier anwesenden  “Flüchtlinge” heißt das,  dass trotz des in Deutschland kälteren Klimas und des Winters darf der gesamte Energieverbrauch und der Resourcenverbrauch pro Flüchtling, einschließlich aller für die Flüchtlingen erforderlichen Sicherheitsdienste, Polizeieinsätze, Sprachkurse und deren Lehrer usw. netto nicht größter sein, als er es gewesen wäre wenn der Flüchtling in seiner Heimat geblieben wäre. Für die Flucht sollte ebenfalls ein Energie- und Ressourcenverbrauch angerechnet werden. Anzurechnen ist wegen der kompelexeren Gesellschaft in Deutschland auch ein Komplexitätsfaktor, weil jeder Flüchtling auch die Komplexität der deutschen Gesellschaft steigert. Zum Thema Komplexität und Komplexitätskosten siehe das von mir übersetzte Interview mit Prof. Joseph Tainter über den Kollaps komplexer Gesellschaften, sowie meinen Blogbeitrag Dem Energiedilemma auf den Grund gegangen.

Die Folgen sind sofort klar erkennbar:

Der Lebensstandard und Ressourcenverbrauch der Flüchtlinge muss nach deren Ankunft in Deutschland aus ökologischen Gründen leider unter das Niveau gesenkt werden, das er in deren Heimat hatte und haben würde. Also kein Taschengeld, kein Smartphone mehr, selbst wenn das in deren Heimat selbstverständlich war. Unterbringung in Wohncontainern oder gar in Hotels geht gar nicht.  Fließendes Wasser können wir uns auch nicht leisten, vor allem kein warmes Wasser.  Heizung ist bei Flüchtlingen aus Afrika und aus anderen südlichen Gegenden von Gesetz wegen aus ökologischen Gründen nicht mehr drin. Aus humanitären Gründen können wir nur noch wintertaugliche Schlafsäcke verteilen und die Leute in Zelten unterbringen.

DAS wäre wirklich grüne, umweltpolitisch verantwortbare, zukunftsfähige Politik.

Das Ergebnis wäre, dass die Flüchtlinge Deutschland ziemlich schnell wieder freiwillig aus eigenem Antrieb verlassen würden. Zuhause ging fast allen nämlich besser,  weil wir ja bei der ökologischen Berechnung auch die ökologischen Kosten der Flüchtlingshelfer und der ziemlich komplexen deutschen Verwaltung in Rechnung stellen und den persönlichen ökologischen Fußabdruck des einzelnen Flüchtlings damit unter das Niveau absenken müssten, dass dieser in seiner Heimat hatte und haben würde.

Wir sollten aber aber keine Unmenschen sein und sollten daher großzügig anbieten, dass wir in unserer neues grünes Gesetz für Flüchtlinge, Asylanten, Ausländer und Einwanderer auch aufnehmen, dass wir uns verpflichten, insbesondere auch in Afrika und Asien land- und gartenbauliche Lehrbetriebe und Schulen finanzieren, die der Bevölkerung dort helfen eine ökologische verträgliche, nachhaltige, ertragreiche Nahrungsmittelproduktion aufzubauen. Beispiele, Anregungen und weiterführende Literatur dazu kann man z.B. meinen im Folgenden aufgelisteten Blogbeiträgen entnehmen:

Weltweite Verschlechterung der Bodenqualität
Das Hauptliniensystem

Landwirtschaft im Wandel

Restaurierende Landwirtschaft

Dorfgartenprojekte und Bodenverbesserung

Damit würden mein oben gemachter Vorschlag für ein wirklich grünes Asyl- und Einwanderungsrecht, aus dem man mit nur kleinen Änderungen auch ein im Wesentlichen auf das Gleiche hinauslaufendes, wirklich sozialdemokratisches und ein wirklich christdemokratisches Asyl- und Einwanderungsrecht machen könnte, auch aktiv zum Abbremsen oder vielleicht sogar zum Stoppen des Klimawandels beitragen können.  Wir würden mit unserem Gesetz nämlich auch dafür sorgen, dass die Menschen in Afrika und Asien die Qualität ihrer Böden verbessern und damit mehr Kohlenstoff aus dem CO2 der Luft gewinnen und im Boden und in Pflanzen und Pflanzenresten einlagern. Vermutlich ist das die einzige wirkliche Chance die wir haben um den Klimawandel auf zu halten. Unsere Energiewende wird nämlich nicht zum Erfolg führen, wie der folgende Artikel aus den Deutschen Wirtschaftsnachrichten: Stanford-Forscher: Erneuerbare Energien können Klimawandel nicht stoppen zeigt. Nachdem ich mir insbesondere auch den eigentlichen Artikel dieser beiden Forscher, Ross Koningstein & David Fork, durchgelesen habe, sehe in der weltweiten Verbesserung der Bodenqualität die einzige realistische, technisch-wissenschaftlich bekannte und verfügbare Möglichkeit den Klimawandel auf zu halten.

Selbstverständlich bräuchten wir aber auch neue Gesetze um den Wasserhaushalt und die Bodenqualität in Deutschland ganz erheblich zu verbessern und so auch in Deutschland mehr Kohlenlenstoff auf natürliche Weise aus der Luft zu entfernen und im Boden zu speichern. Damit würden wir, wenn wir vernünftig vorgehen,  zugleich auch unsere eigene Überlebensfähigkeit in Krisen, Kriegen und bei Mega-Naturkatastrophen, wie sie für das 21. Jahrhundert noch zu erwarten sind,  steigern können.

Fazit:

Die derzeitige Grüne Flüchtlings- und Asyl- und Einwanderungspolitik ist nicht grün, sondern im höchsten Maßen antigrün und umweltschädlich.

Das Flüchtlingsproblem ist  mit einem wirklich grünen,  ethisch und ökologisch verantwortbaren Flüchtlings- , Asyl- und Einwanderungsrect recht gut lösbar. Ein solches Gesetz würde die Sozialkassen, die Gemeindekassen und den Bundeshaushalt sehr entlasten, den ökologischen Fußabdruck und die Komplexitätskosten Deutschlands wieder verkleinern und es würde die Situation und in den Herkunftsländern der Flüchtlinge deutlich verbessern.

Das Vorgeschlagen neue Gesetz würde zugleich einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz leisten können,  der bei konsequenter und intelligenter Vorgehensweise den Klimawandel mit all seinen negativen Folgen abbremsen oder sogar stoppen könnte.

Kelberg, den 3.9.2015 Christoph Becker

 

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6 Gedanken zu „Für ein wirklich grünes Asyl- und Einwanderungsrecht“

  1. Das liegt daran, dass die Grünen eben nicht grün sind.

    Genauso wie die Roten sich immer in Kapitalismus- , Gesellschafts- und Konsumkritik üben. Aber plötzlich wird der Einwanderer als Retter des Abendlandes stilisiert, der unsere Renten zahlt und die deutsche Industrie aufrecht erhält.
    Wie bei den Grünen, von ursprünglichen Zielen keine Spur mehr, wenn diese denn jemals so vorhanden waren.

    Letztendlich ist bei rot/grün alles gegen Deutschland ausgerichtet. Ein ausgeprägter Hass gegen alles was deutsch ist: Menschen, Kultur, Land, Umwelt… Ist es hingegen nicht deutsch, ist es plötzlich okay. ,,Die haben halt ein anderes Temperament… diese Kulturen sind so vielfältig, wir können so viel lernen… da muss man tolerant sein… bla bla bla”

    Ich frage mich, ob das denen nicht selbst auffällt.
    Die können doch nicht alle so geisteskrank sein. Es muss Abweichler geben! Und was ist mit den Frauen? Warum sind die so selten konservativ (im Sinne von erhaltend)?
    Gerade die jungen Mädels, anything goes?!

    1. Was mich an der ganzen Situation beruhigt, ist, dass wir in Europa, und speziell in Deutschland schon öfters das Problem hatten, dass mehr oder weniger große Teile der politischen und geisteswissenschaftlichen “Elite”, sowie oft große Teile der Bevölkerung ziemlich neben der Spur, um nicht zu sagen geisteskrank, waren. Ich denke dabei an die Hexenverfolgung, den Stalinismus und den Nationalsozialismus. Momentan erleben wir wieder so eine Phase. Im Gegensatz zu früher sind aber die Mechanismen und Möglichkeiten zur Information, zur Diskussion und auch zum Austausch der politischen Führung heute wesentlich besser als früher. Zur Information haben wir durch das Internet und auch durch das Grundgesetz derzeit eine ganz wesentliche Verbesserung gegenüber früheren Zeiten. Zum Austausch der Regierung braucht man heute keine Attentate und keine blutige Revolution mehr, sondern die Leute können in freier und geheimer Wahl eine grundlegend andere Regierung wählen. Die Leute können sich außerdem in einer Vielzahl von Parteien persönlich engagieren. Es ist z.B. durchaus möglich, dass der nächste Bundeskanzler von einer rechten oder rechtskonservativen Partei, rechts der CDU/CSU gestellt wird, und das SPD und CDU dadurch zu Splitterparteien werden. Ich denke dabei an die Türkei mit Recep Erdogan und auch an Ungarn mit Viktor Orbán. In Ungarn haben die Wahlen sogar zu einer 2/3 Mehrheit der Rechtskonservativen geführt, mit der Orbán eine Verfassungsänderung durchführen konnte. In der Türkei hat Erdogan immerhin die absolute Mehrheit erhalten und es wohl schon als Niederlage gesehen, dass er die 2/3 Mehrheit für eine Verfassungsänderung verfehlt hat. Das früher mächtige, kemalistische Militär konnte er aber nach seinen Wünschen umgestalten. Wenn man sich die Geschichte Erdogans und der Türkei ansieht ist das alles sehr erstaunlich. Wenn eine politische Elite versagt kann eine Demokratie jedenfalls zu wirklich großen, revolutionären Veränderungen führen. Das und eher weniger der Wunsch nach Mitbestimmung beim Tagesgeschäft, ist meines Erachtens auch der Grund für die Entwicklung und Einführung der Demokratie gewesen: Für mich ist Demokratie zuerst und vor allem ein Regelwerk und eine Übereinkunft, die regelmäßig unblutige kleine und auch große Revolutionen ermöglichen soll und auch tatsächlich ermöglicht. Die Demokratie ist entstanden weil man wusste, dass Regierungen und auch ganze politische Eliten verrückt werden und gegen die Interessen ihres Volkes handeln können. Der Grundgedanke der Demokratie ist meines Erachtens, dass schon nicht alle dauerhaft verrückt sein werden. Wenn man die Meinungsfreiheit und regelmäßig freie und geheime Wahlen garantiert kann man zumindest in ethnisch noch halbwegs homogenen Staaten damit rechnen, dass Vernunft und Realismus immer wieder über Vetternwirtschaft, Korruption und Wahnsinn siegen. Jedenfalls setzen Demokratie und Verfassung dem Wahnsinn Grenzen bzw. erlauben es ihn zu verdrängen. Eine Grundlage auf die man sich verlassen kann ist, dass es immer wieder auch vernünftige Menschen gibt.
      Was mit den Frauen ist weiß ich nicht. Frauen interessieren sich oft wohl eher nicht für Politik und Geschichte. Ich denke die wollen vor allem Sicherheit und Ruhe. Aber da kinistert es nun im Gebälk. Diese Woche kam eine meiner Mitarbeiterinnen mit der Nachricht zur Arbeit, dass am Vortag ein Mädchen im nahen Mayen (wo ihre Tochter zur Schule geht), von einem “Flüchtling” vergewaltigt worden sei. Der Täter sei schon gefasst worden und spreche kein Deutsch. Die Reaktion der Damen ist dann schon “jetzt muss man Angst haben als Frau allein spazieren zu gehen”, “jetzt kann man nicht mehr alleine ohne Angst in Mayen einkaufen gehen” usw.. Die die heute arbeiten waren hatten schlecht geschlafen und wegen der Vergewaltigung schlecht geträumt. Eine hat nun Angst das im derzeit noch leerstehenden Haus neben ihrer Wohnung auch “Flüchtlinge” einquartiert werden. Und natürlich ist man oder besser Frau erzürnt, darüber dass im Internet und in den Nachrichten nichts von der Vergewaltigung gemeldet wird, weil man ja doch die Mädchen warnen müsse. Und überhaupt, wer wisse was das vergewaltigte Mädchen außer dem psychischen Trauma nun auch noch an per Geschlechtsverkehr übertragbaren Krankheiten mitbekommen habe. Mein Kommentar, war, dass die Leute halt die Regierung und die Politiker haben die sie gewählt haben und dass ja auch wieder neue Wahlen kommen.
      Wenn ich mir diese Massen junger, gewaltbereiter, fordernder Männer ansehe, die da als “Flüchtlinge” mit ihren unrealistischen Träumen nach Deutschland strömen, dann kann ich mir jedenfalls schon vorstellen, dass die bei den deutschen Frauen und Mädchen, ähnlich wie dieser Vergewaltiger in Mayen, Wahlwerbung für einen grundlegenden Politikwechesel machen. Das Verschweigen der Vergewaltigungen in den Medien wird das Vertrauen in die Medien und den Staat dabei nur weiter reduzieren und das wird alles auch das Wahlverhalten der Frauen ebenfalls verändern. Merkels CDU kann eben keine Sicherheit mehr bieten, sondern importiert Unsicherheit und Angst und versucht das zu vertuschen, aber die Geschichten sind schon in der Bevölkerung.
      Dazu kommt, dass wie Salter in dem Interview und in seiner Rede sagt, und wie ich gerade auch in dem von ihm editierten Buch Welfare, Ethnicity and Altruism: New Data and Evolutionary Theory (Routledge Studies in Nationalism and Ethnicity) lese, die Sozialleistungen durch zunehmende Vielfalt und Mulitkulturaliät abnehmen, während zugleich die Effizienz der Wirtschaft fällt und die innere Sicherheit geringer wird. Das sind Fakten die auf umfassenden Studien beruhen. Das werden auch die Frauen und die Arbeiter und Angestellten zunehmend merken und verstehen.
      Der Euro wird auch mithelfen. Man weiß schon, wer gegen und wer für die Einführung des Euros war. Und man kann schon, z.B. anhand der Wechselkursentwicklung seit 1950 zeigen, das abzusehen war was nun auch tatsächlich passiert ist. Jedenfalls habe ich damals überlegt, was denn passieren würde, wenn die verschieden Volkswirtschaften eine gemeinsame Währung bekommen und damit die Wechselkurse nicht mehr wie bis dahin anpassen können. Das Ergebnis der Überlegung war, dass man besser keine gemeinsame Währung einführt. Aber Vernunft war nicht gefragt, und die Leute haben bei den Wahlen zu gut 90 oder mehr Prozent faktisch für die Einführung des Euros gestimmt, in dem sie die entsprechenden Parteien gewählt haben, oder in dem sie nicht gewählt haben – und damit so gewählt haben wie die die gewählt haben. Dafür wurden der Urlaub in Griechenland, Frankreich und Italien und die Produkte von dort eben nicht günstiger und die Deutschen haben unnötig viel gearbeitet und die Produkte ihrer Arbeit faktisch an die Südeuropäer verschenkt, die das naiv genossen haben und nun faktisch pleite sind. Merkel schiebt nun nur noch krampfhaft den Tag an dem die Wahrheit ans Licht kommt und das Kartenhaus zusammenbricht heraus.

  2. D’accord.

    Die Maßnahmen zur Machtverschiebung sind tatsächlich demokratisch gesichert. Theoretisch kann der deutsche Michel die Politik ändern. Bei Frauen tue ich mir da schwer. Meiner Erfahrung nach hapert es da mit der strategischen Sichtweise.
    Ebenfalls emotional: Obwohl ich meine besseren Hälften immer als sehr hart und durchsetzungsfähig erlebte, so waren sie einfach moralisch zu leicht zu erpressen. Die Abhärtung gegen soziale Ausgrenzung ist einfach nicht ausgeprägt genug.
    Ich sehe Männer da als Pioniere. Hoffentlich ziehen die Frauen nach. Der Mann als seltsamer Kauz, ein durchaus häufiges Bild.
    Aber er kann alleine sein. Ohne gefährlich zu sein.

    Wenn es erst knallen muss, also wenn erst so ein schreckliches Ereignis wie eine Vergewaltigung eintreten muss damit Madame nachdenkt, dann frage ich mich was noch passieren muss bis die Damen selbst aktiv werden?
    Sie gehen wirklich mutig voran Herr Becker (besonders die Email an die SPD). Ich selbst unterstütze die Partei meines Vertrauens aktiv. Aber auch dort: wenig Frauen und viel operatives Denken. Als ob die Probleme in Deutschland nur organisatorischer und koordinatorischer Natur wären…
    Der linke Klassiker: ,, ein Verteilungsproblem”
    Viel zu kurz gedacht.
    Aber gut, ich konnte doch tatsächlich die letzten Tage einen Meinungsumschwung wahrnehmen. Zwar wird immernoch auf Teufel komm raus relativiert, aber jetzt ist auch dem letzten Träumer klar, dass das hier alles ernsthafte Folgen haben wird.

    1. Wirklich ein sehr interessanter Vortrag und trotz schweizer Mundart gut verständlich.
      Hier die Links auf Dudo Ernys Bücher bei amazon.de:
      Die Grünschwätzer: Evolution, Überbevölkerung und Umweltschutz
      und
      Das Verschwinden der Europäer

      Zu den Zahlen und siehe auch
      Chris Martensons Crash Course, Kapitel 3, Exponentielles Wachstum
      und
      Chist Martensons Crash Course, Kapitel 4, Kraft der Exponentialität

      Einge Punkte sehe ich aber anders als Dudo Erny:
      Vor dem Hintergrund von Sumners Essay “Earth Hunger” und den Ausführungen von William Catton sehe ich einen Bevölkerungsrückgang in Deutschland auf das Niveau vor dem Beginn der Industrialisierung als eigentlich sehr gut mit Blick auf die Zukunft. Auf Dauer, mit Blick auf für die Zeit nach dem Öl und mit Blick auf die insgesamt schrumpfenden Ressourcen, wäre es sehr erstrebenswert wenn die Bevölkerungsdichte Deutschlands und der anderen Indusriestaaten mindestens auf die Hälfte oder besser auf ein Viertel des heutigen Wertes sinken würde. Es wäre auch sehr schön, wenn das ohne Kriege und Seuchen, einfach so durch Geburtenrückgänge zu schaffen wäre. So gesehen finde ich, dass die deutschen Frauen klug gehandelt haben.
      Einwanderung und Intregration von Flüchtlingen sind vor diesem Hintergrund aber völlig inakzeptabel, weil durch sie die Bevölkerung und der Ressourcenverbrauch Deutschlands wieder zunimmt.

      Das von Dudo Erny angesprochene Problem des Wachstums der Weltbevölkerung sehe ich ziemlich gelassen. Entweder wird die Natur oder die die eine oder andre B-Waffen-Entwicklungsabteilung eine Mutationen von Viren oder Bakterien hervorbringen, die die Weltbevölkerung mehr oder weniger gezielt brutal schrumpfen lässt.
      Ich kürzlich einen Artikel über die Afrikanische Schweinepest gelesen, die sich derzeit unaufhaltsam von Osten kommend nach Europa ausbreitet. Es gibt gegen diese Krankheit bisher keine Impfung, und man rechnet damit, dass es vorerst auch keine Impfung geben wird. Die afrikanische Schweinepest ist für afrikanische Warzenschweine harmlos, aber für europäischen Haus- und Wiltschweine ist sie sehr infektiös und fast immer tödlich. Ein ähnlich wirksamer Virus, der statt europäischen Wild- und Hausschweinen Menschen befällt, ist denkbar und wird mit zunehmender Weltbevölkerung und Verstädterung immer wahrscheinlicher. Ein solcher Virus, egal ob er nur durch eine natürliche Mutation oder im Rahmen einer gezielten B-Waffententwicklung entsteht, könnte die Weltbevölkerung ziemlich schnell um einige Milliarden reduzieren.

      Eine anderer Weg zu radikalen Reduzierung der Weltbevölkerung ist die Industrialisierung der Landwirtschaft. Je mehr die Landwirtschaft und damit die Nahrungsmittelproduktion industrialisiert ist, je fragiler wird sie. Bevölkerungen deren Nahrungsmittelversorgung weitgehend von industrialisierter Landwirtschaft abhängt, kann relativ leicht durch Hunger und dessen soziale und medizinischen Nebenwirkungen dezimiert werden. Ob man mit einen EMP-Angriff die elektrische und elektronische Infrastruktur lahmlegt, per Seekrieg oder Bankenkollaps die Handelsströme abschaltet oder durch lokale B-Waffeneinsätze Handelsknotenpunkte und Fabriken ausschaltet ist einigermaßen egal. Wenn man der industrialisierten Landwirtschaft wichtige Grundstoffe entzieht oder notwendigen Nachschub unterbindet, bricht sie zusammen und die die von ihr abhängigen Menschen werden relativ schnell massenhaft sterben. Man bedenke, dass es bereits im 1. Weltkrieg wegen der Seeblockade in Europa zu Hungersnöten gekommen ist ( Rationierung und Lebensmittelknappheit im 1. Weltkrieg ). Heute ist die Landwirtschaft und Nahrungsmittelversorung um ein vielfaches abhängiger von Importen und von störbaren technischen Systemen. Die Bevölkerung in Europa und Nordamerika, aber auch die Bevölkerung in den großen Städten Afrikas und Asiens könnte jedenfalls sehr schnell, sehr extrem schrumpfen. In dem Roman One Second After – Die Welt ohne Strom schrumpft die Bevölkerung der USA binnen eines Jahres von rund 300 Millionen auf nur noch ca. 30 Millionen. D.h., von 10 Menschen lebt nach einem Jahr nur noch ein einziger. Die meisten sind verhungert. In dem Roman World Made by Hand: A Novel ist die Bevölkerung der USA u.a. durch eine Grippeepedemie um etwa die Hälfte reduziert. Gewalt und Hunger als Folge des Zusammenbruchs der Industrie und als Folge von Rassenunruhen reduzieren die Bevölkerung weiter.

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