100 Prozent erneuerbare Energie bis 2030?

Die lokal  in der Vulkaneifel  an alle Haushalte verteilte Zeitschrift Orange7   berichtet  in ihrer Ausgabe vom November 2016 in einem Artikel über Windkraft, daß der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Daun  die Energiewende für unbedingt notwendig hält UND, daß er die Zielsetzung habe, die Verbandsgemeinde Daun bis  2030 zu 100 % mit regenerative Energie zu versorgen.   Ist diese Zielsetzung  realistisch und wie könnte dieses Ziel tatsächlich erreicht werden?

Gedankenexperiment zur Energieversorgung

Stellen wir uns die Verbandsgemeinde Daun im Jahre 2030 vor und nehmen wir an, daß alles nach dem Plan des Verbandsbürgermeister lief und man glaubt, die Verbandsgemeinde würde   tatsächlich zu 100 % mit erneuerbarer Energie versorgt.  Dazu  ziehen  wir in Gedanken um die Verbandsgemeinde eine Energiegrenze, durch die nur die Energie von Wind, Sonne,  Wasserkraft und  Geothermie frei strömen dürfen, soweit sie mit Anlagen innerhalb der Verbandsgemeinde der Natur entnommen werden.

Alles was darüber hinaus an  Energie   über Stromleitungen,  Rohre  oder Verkehrslinien   in irgendeiner Energieform oder  Leistungen und an Gütern in die Verbandsgemeinde importiert wird, muß voll mit Energielieferungen aus der Verbandsgemeinde kompensiert werden. Dabei ist aber nicht nur der Energieinhalt  in Joule oder Kalorien, sondern auch die für die Herstellung insgesamt aufgewendete Energie, wie die Qualität und Nutzbarkeit der Energie zu beachten. Defizite in der Nutzbarkeit müssen so kompensiert werden, daß durch vorhandene technische Möglichkeiten eine Umwandlung in für die Importe notwendigen höherwertigen Energien erfolgen kann, anderenfalls muß der Import unterbleiben, weil die Verbandsgemeinde sonst nicht hundert Prozent auf regenerative Energie umgestellt wäre.

Was bedeutet das?

Wenn die Verbandsgemeinde z.B. ein Kilogramm Stahl, ein elektronisches Bauteil, ein Werkzeug, ein Sonnenpaneel, eine Windkraftturbine   oder einen Liter Diesel importiert, dann importiert sie Güter für deren Herstellung die in der Verbandsgemeinde produzierte, unzuverlässige Wind- und Sonnenenergie unbrauchbar ist. Bei Treibstoffen wie z.B. Diesel oder bei der Bereitstellung von zuverlässigem, von Wetter und Tageszeit unabhängig nach belieben lieferbarem Strom, wie er z.B. im Gesundheitswesen, in der Industrie aber auch für Internetserver, Computer in der Verwaltung und für Beleuchtungszwecke mehr oder weniger zwingend nötig ist, importiert die Verbandsgemeinde Energie die sehr viel höherwertiger ist als die von ihr mit Windkraftwerken oder Solarstrom lieferbare, schwankende Elektrizität. Die Verbandsgemeinde müßte diese Unterschiede im Wert kompensieren oder wenn aus aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen  nicht möglich ist, auf die Lieferungen verzichten, andernfalls wäre sie nicht hundert Prozent auf regenerative Energie umgestellt. Eine Kompensation  könnte z.B. erfolgen, indem die Verbandsgemeinde in ausreichender Menge eigene Pumpspeicherkraftwerke bauen läßt. Deren Bau wäre aber auch sehr energieintensiv, der Betrieb würde Energieverluste mit sich bringen und die Haltbarkeit solcher Pumpspeicherkraftwerke ist nur begrenzt. Die dazu nötige Energie müßte natürlich von den regenerativen Energiequellen der Verbandsgemeinde zusätzlich aufgebracht werden.  D.h. es wären viele Tausend Tonnen Zement, Stahl, Kies und  jede Mengen Erdarbeiten  nötig, die  alle eher nicht mit unzuverlässiger elektrischer Energie von Windkraftanlagen und Sonnenpaneelen hergestellt bzw. durchgeführt werden können, sondern die große Mengen hochwertigen Diesel, Erdgas und zuverlässig verfügbaren Strom erfordern.

Kraftstoffe und andere Mineralölprodukte könnte man chemisch aus in der Verbandsgemeinde anzubauender Biomasse produzieren. Dazu ist dann noch gleich zu bedenken, daß heute mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung überhaupt nur ernährt werden können, weil per Haber-Bosch-Verfahren mit Hilfe von Erdgas Stickstoffdünger hergestellt werden kann. Außerdem haben amerikanisch Untersuchungen zum Erntefaktor (EROEI = Energy on Energy Invested) gezeigt, daß für die Herstellung von Kraftstoff aus Biomassen ungefähr genau soviel Energie aufgewendet werden muß, wie dieser Kraftstoff am Ende enthält.  Diesel mit Diesel produzieren ist ein Nullsummenspiel. Man müßte schon auf Muskelkraft zurückgreifen, vorausgesetzt, daß die Nahrung oder das Futter produziert werden können, ohne daß man dafür Diesel, Stickstoffdünger usw. verbraucht. Derzeit ist das nicht möglich, auch wäre die Produktion  garantiert völlig unzureichend. Selbstverständlich müßte die Verbandsgemeinde auch alle für importierten Stickstoffdünger und sonstige von der Landwirtschaft und Industrie benötigen Materialien, die für die Herstellung nötige Energie irgendwie erzeugen und nicht nur in der der nötigen Menge, sondern auch in der nötigen Qualität und Gleichmäßigkeit liefern.

Selbstverständlich muß die Energieproduktion der Verbandsgemeinde auch die Energieschuld tilgen, die mit der Planung, Herstellung, Aufstellung und dem Betrieb, sowie mit dem späteren Rückbau der Anlagen zur Erzeugung  “erneuerbarer” Energie entstanden ist, entsteht und in Zukunft entstehen wird. Auch Energieinvestitionen in Leitungsnetze und Energiespeicher aller Art müssen berücksichtigt werden, sofern diese innerhalb der Verbandsgemeinde oder im Zusammenhang mit importierten Leistungen und Gütern genutzt wurden. Bei alledem ist auch immer die Energiequalität zu berücksichtigen und ggf. durch zusätzliche Energielieferungen zu kompensieren, oder der Import muß unterbleiben.

Man stelle sich vor, die Verbandsgemeinde muß auch all die Energie für die Herstellung des Zementes und des Stahls für die Fundamente der Windkraftanlagen liefern. Dazu alle Energie für den Wegebau, den Straßenbau und für die Herstellung der dafür Nötigen Materialien und Maschinen liefern. Dazu alle Energie für den Straßen, Schienen, See und Luftverkehr der durch die Verbandsgemeinde, deren Bewohner und Industriebetrieb nötige wird. Ebenso alle Energie für den Tourismus die von diesem innerhalb der Verbandsgemeinde verbraucht wird. Dann hätten wir noch die Kaserne, das Krankenhaus und die Straßenbeleuchtung. Alles müßte, ebenso wie  die Anlagen und Leitungssystem der  Energieerzeugung  betrieben und gewartet ,  ab und zu repariert ,   renoviert und irgendwann auch  entsorgt und erneuert werden.  Fast überall  ist das heute nur  mit  aus fossilen Energieträgern hergestellten Produkten  möglich. Wo  Elektrizität verwendet werden kann oder verwendet werden muß,  ist es in der Regel notwendig , daß der Strom dann fließt wenn am ihn gerade braucht. Man stelle sich vor das Finanzamt und das Krankenhaus ist wegen Windstille oft Tage und Wochenlang geschlossen und Operationen  im Krankenhaus  müssen  wegen  Bewölkung oder  nachlassendem Wind unterbrochen  oder  abgesagt werden.   Die Verbandsgemeinde muß alle diese Probleme, wenn sie  ab 2030 hundert Prozent  mit regenerativer Energie arbeiten will, bis dahin lösen.

Dann haben wir noch das Problem, daß heute in den westlichen Industriestaaten für jeden in den Nahrungsmitteln enthaltene Kalorie 10 bis 20 Kalorien an fossilen Brennstoffen aufgewendet werden müssen. Für die von außerhalb unserer Energiegrenze in die Verbandsgemeinde importierte Nahrung der Bürger der Verbandsgemeinde Daun dürfte das dann aber 2030 nicht mehr gelten.   Die Nahrung müßte wieder wie in alten Zeiten ganz ohne fossile Energieträger erzeugt und auch aufbereitet und an die Endverbraucher verteilt werden, oder es müßten entsprechende, kompensierende Energielieferungen erfolgen. Mittagessen kochen oder Backen ginge dann aber auch nur bei Sonnenschein oder ausreichend Wind, oder mit Biogas oder mit Strom der durch das oben geforderte Pumpspeicherkraftwerk stabilisiert wird. Biogas? Da muß erst einmal der Energieaufwand für die Herstellung und den Betrieb der Anlagen, der gesamte Energieaufwand für den Maisanbau mit alle seinen Details und Aspekten als Energie per Biogas gewonnen werden.  Was macht man dabei aber mit dem vielen Diesel der für Biogasproduktion verbraucht wird? Was liefert man den Herstellern der Maschinen und der für den Bau der Maschinen verwendeten Materialien zum  Ausgleich für Energie? Die brauchen alle sehr hochwertige, jederzeit verfügbare und regelbare Energie und nicht unzuverlässig verfügbaren Strom.

Die Bevölkerungsdichte ist heute viele Male größer als früher. Mit früher meine ich die Zeit vor der Industriellen Revolution, als die Orte der heutigen Verbandsgemeinde Daun noch alle zu hundert Prozent mit regenerativer Energie versorgt wurden. Der Lebensstandard war damals trotz viel  geringeren Bevölkerungsdichte viel niedriger als heute und trotzdem kam es immer wieder zu Hungersnöten. Eine der schlimmsten war übrigens die vor genau 200 Jahren, im Herbst/Winter 1816/1817. Aber auch vor fast 100 Jahren, im Winter 1917/1918, als die Bevölkerungsdichte in Deutschland nur halb so hoch war wie heute, und als man  schon eine  relativ moderne Industrie hatte,  haben die Leute gehungert.

Der Anstieg der  Bevölkerungsdichte und  des   Wohlstandes, sowie die technischen Entwicklungen der letzten 200 Jahre waren nur möglich, weil man reichlich billige fossile Brennstoffe gefunden und genutzt hat. Wind, Sonne, Wasserkraft und Biomassen hatte man damals auch. Daß man damit heute mehr machen kann als früher liegt daran, daß man heute (noch!!) genug billige fossile Energie hat. Ohne eine sehr komplexe, extrem von Diesel, Kerosin, Benzin, Erdgas und Kohle abhängige Industriegesellschaft  können die modernen Windkraftanlagen und auch die Sonnenpaneele und Biogasanlagen  weder gebaut noch betrieben noch  rückgebaut werden.

Wer hier von Elektroautos fabuliert möge sich  das Buch When Trucks Stop Running: Energy and the Future of Transportation von Alice Friedmann lesen. Es gibt auch zwei Interviews mit ihr:

In diesem Buch gibt es auch ein Kapitel zum EROI, in dem eine sehr umfassende Untersuchung der Solarstromproduktion im zum Vergleich zur Verbandsgemeinde Daun sehr sonnenreichen Spanien erwähnt wird. Der EROI, also das Verhältnis von erzeugter Energie zu aufgewendeter Energie wird dort für Spanien mit 2,45 angegeben. Für den Betrieb einer zivilisierten, hochkomplexen Gesellschaft wie der unseren wird ein EROI von 20 oder mehr benötigt.  Es wird dann auch noch erwähnt, daß eine spätere Untersuchung in Spanien sogar einen negativen  Nutzungsfaktor ergeben habe.  Daß heißt, daß  die Erzeugung von Solarstrom selbst in Spanien  unrentabel ist  und möglicher  Weise sogar mehr Energie kostet als  erzeugt wird.   In der Verbandsgemeinde Daun werden die Werte wesentlich schlechter sein. Auf der Internetseite von Frau Friedemann gibt es einen Aritikel zu diesem Thema: Tilting at Windmills, Spain’s disastrous attempt to replace fossil fuels with Solar Photovoltaics

Fazit der Interviews mit Frau Friedemann und auch des Buches ist, daß eine Umstellung des Transportwesens auf regenerative Energien  mit sehr extremen  Veränderungen und Einschränkungen verbunden sein wird. Es ist ausgeschlossen schwere Lastkraftwagen, Baumaschinen, Traktoren und Mähdrescher usw. wirtschaftlich irgendwie  sinnvoll  mit Batterien oder Stromkabeln zu betreiben. Selbst wenn man es könnte, könnte man den benötigten Strom kaum mit regenerativen Energien erzeugen.

Es  ist daher eine sehr gefährliche Illusion zu glauben,  man könnte  den heutigen,  Lebensstandard, die heutige Lebensqualität und die heutige Bevölkerungsdichte in  Deutschland oder  auch nur in der Verbandsgemeinde Daun, halten und dabei   in nur 13 Jahren zu hundert Prozent auf regenerative Energie umstellen. Das  heißt, man kann ganz sicher zu  hundert Prozent auf  regenerative Energie umstellen,   und man wird das auch  tun. Aber für diese Umstellung gilt ziemlich sicher der berühmte Satz aus Winston Churchills Rede im Mai 1940. “Alles was ich zu bieten habe sind Blut, Schweiß, Mühsal und Tränen”.
Die Illusion des Glaubens an die deutsche Energiewende ist gefährlich, weil damit unnötig Zeit und auch Geld und Ressourcen verloren gehen.
Die Zeit wird vielleicht schon sehr bald fehlen. Wenn die Studie der Hills Gruppe, zutrifft, die ich in meinem Artikel Erschöpfung – Das Schicksal des Ölzeitalters vorgestellt habe, dann wird bei der Förderung von Erdöl irgendwann zwischen 2025 und spätestens 2030 ein Punkt überschritten, ab dem die Förderung  mehr Energie erfordert als in dem geförderten Öl enthalten ist.  Eine hochkomplexe Industriegesellschaft benötigt aber im Mittel mindestens einen Ertrag der Energieproduktion, der zwanzig mal höher als der für die Energieförderung nötige Aufwand ist.
Wie ich in meinem Artikel  Kriegsängste, Energiepreise, Nationalismus und mehr im Oktober 2016 erläutert habe,  könnte die Versorgung mit fossilen Energien aber schon in den nächsten Jahren  aus verschiedenen Gründen kollabieren.  Dann wäre ein weiterer Ausbau der regenerativen Energien nicht mehr möglich und die bestehenden Anlagen würden voraussichtlich  schneller als gedacht unbrauchbar. Sie würden dann als Denkmäler des Größenwahns, der Naivität und des blinden Fortschrittsglauben der deutschen Bevölkerung und ihrer Politiker die Eifel schmücken.   Siehe auch meinen Artikel Nach dem Fortschritt.
Auch wenn man dank der noch vorhandenen und noch bezahlbaren fossilen Energien genügend regenerative Energiequellen installiert, wird man diese auf Dauer, wegen der  drohenden Verknappung fossiler Energieträger , irgendwann nicht mehr weiter betreiben und dann auch nicht mehr zurückbauen und durch neue Anlagen  ersetzen können,

Es ist ausgeschlossen den heutigen Lebensstandard mit erneuerbaren Energien zu halten

Es ist jedenfalls ausgeschlossen den heutigen materiellen Lebensstandard mit einer “Energiewende” bzw. nur mit erneuerbaren Energien zu erhalten. Das heißt aber nicht, daß die Menschen nach einer echten Energiewende zwingend unglücklicher und unzufriedener sein müßten.  Es gibt Studien, die zeigen, daß Glück und Zufriedenheit nur bis zu einem gewissen Grad vom Wohlstand abhängen. Gute Anregungen liefert z.B. Nate Hagens in seinen Vorträgen. Dazu auf Youtube.com  mit “Nate Hagens” suchen.

Die “erneuerbaren Energien” , wie sie die Windkraftwerke und die Stromerzeugung mit Solarpaneelen, aber auch die Biogasanlagen liefern, erfordern das Vorhandensein von  genug bezahlbaren fossilen Energieträgern.

Man stelle sich nur vor, daß ein Lager einer dieser großen Windturbinen schadhaft ist und ausgetauscht werden muß. Man benötigt dazu einen großen Kran und Lastkraftwagen, die alle mit Diesel betrieben werden. Auch für die ganz normale Wartung oder, wie ich es beobachte habe, für einen neuen Anstrich einer Windkraftanlage, werden mit Benzin oder Diesel betriebene Fahrzeuge benötigt. Davon abgesehen sind für die Herstellung der Schmierstoffe, Farben usw. fossile Energieträger wie Öl oder Gas nötig.

Die Verbandsgemeinde Daun könnte, obwohl sie eine sehr ländliche Gemeinde ist, voraussichtlich noch nicht einmal die heute notwendig Energie für die Produktion, Aufbereitung, Verpackung, Lieferung und Verteilung der Lebensmittel aufbringen, die ihre Bevölkerung heute benötigt. Bis 2030 sind es nur noch 13 Jahre. Das dürfte kaum noch ausreichen um z.B. die Landwirtschaft und die Nahrungsmittelproduktion umzustellen. Die in den nächsten Jahren zu erwartenden Turbulenzen und Entwicklungen dürften zudem dafür sorgen, daß es nicht mehr möglich ist große Projekte zu realisieren.

Hundertprozentige Versorgung mit erneuerbaren Energien war früher normal

Eine hundert prozentige Versorgung mit erneuerbaren Energien  ist möglich, wie die Geschichte auch in den  Gemeinden der Verbandsgemeinde Daun  in den  letzten Jahrtausenden und Jahrhunderten  gezeigt hat.  Die historischen Daten zeigen aber auch eine drastisch geringere Bevölkerungsdichte und einen drastisch geringeren Lebensstandard.

Echte Energiewende extrem unwahrscheinlich

Eine Energiewende ist wirklich notwendig und unvermeidlich. Im derzeit extrem unwahrscheinlichen Idealfall wird man das heute verfügbare Wissen nutzen um die Landwirtschaft und Wirtschaft so umzustellen, daß möglichst alle wirklich lebensnotwendigen Güter wieder lokal hergestellt werden können.

Am Wahrscheinlichsten sind Fehlinvestitionen und eine unfreiwillige Energiewende per Katastrophe

Der derzeit wahrscheinlichste Fall ist, daß der naive Glaube an den technisch/wissenschaftliche Fortschritts zu massiven Fehlinvestitionen führt. Die derzeit  geplanten und schon aufgestellten großen Windkraftanlagen sind meines Erachtens solche Fehlinvestitionen.

Die  eigentliche Energiewende wird dann ungeplant und brutal auf  katastrophale Weise durch den Zusammenbruch unserer Industriegesellschaft kommen. Diese unfreiwillige, durch einen Kollaps unserer Gesellschaft  erzwungene Energiewende, hätte den Vorteil, daß der heutige Lebensstandard damit am längsten, nämlich bis zum  Beginn des bitteren Endes, maximal gehalten werden kann. Der Preis wird zunächst ein teils durch Hunger, teils durch Gewalt erzwungener Tod eines möglicherweise sehr großen Teils der Bevölkerung sein. Darüber hinaus wird der Preis auch darin bestehen, daß der Lebensstandard der Überlebenden sehr viel niedriger sein wird, als er es wäre wenn man den Weg ins Mittelalter, oder besser in die Zukunft, wie sie notwendiger Weise sein wird, also die tatsächlich hundert prozentige Umstellung  auf regenerative Energien, rechtzeitig geplant, vorbereitet und kontrolliert antreten würde.

Krieg und Gewaltverbrechen als Energiequelle

Ein Problem einer Umstellung auf regenerative Energien ist dann noch das Thema Sicherheit. Insbesondere der amerikanische Archäologe Joseph Tainter hat sehr guter erklärt, daß und wie die Römer zusätzlich zu den regenerativen Energien den Krieg, bzw. die Plünderung und Versklavung anderer Völker als Energiequelle zum Aufbau und zur Erhaltung   ihrer Hochkultur genutzt haben. Das weströmische Reich ging unter, als diese zusätzliche Energiequelle aus verschiedenen Gründen immer ineffizienter wurde. Das Oströmische Reich konnte länger überleben, weil es sich reformiert und die Kosten seiner Komplexität drastisch reduziert hat. Siehe dazu meine Übersetzung des Interviews mit Tainter: Kollaps komplexer Gesellschaften – Interview mit Prof. Dr. Joseph Tainter, sowie meinen Artikel Dem Energiedilemma auf den Grund gegangen.

Auch nach der Römerzeit wurden Raub, Krieg, Plünderungen und Versklavung bzw. Leibeigenschaft, als zusätzliche Energiequelle genutzt um den Lebensstandard, etwa von Wikingern, Raubrittern und Adel zu Lasten von deren Opfern bzw. Leibeigenen steigern. Das Prinzip ist, daß Gewalt Gold wert  ist,  und auch als  zusätzliche Energiequelle dienen kann.  Siehe dazu meinen Artikel  mit der Übersetzung eines  Textes von Jack Donovan: Gewalt ist Gold  wert.

Ich denke, daß es wichtig ist dies im Rahmen einer Diskussion über eine Energiewende  zu erwähnen. Der Frieden  und Wohlstand in Europa nach dem  2. Weltkrieg, war letztlich die Folge einer Kombination aus reichlich vorhandener billiger fossiler Energie und   der in den beiden Weltkriegen gewonnenen Einsicht in die furchtbaren Möglichkeiten  der  Nutzung eben dieser  hochwertigen fossilen Energieträger für die Kriegsführung.  D.h.,  durch die reichlich vorhandenen  fossilen Energieträger wurde der  Frieden  attraktiver und  gleichzeitig der Krieg   abschreckender.  Eine Energiewende, weg von den fossilen Energieträgern wird diese Entwicklung umkehren: Der Krieg und andere Formen organisierter Gewalt   verlieren ihre  Schrecken, weil die Energie, die die Angegriffenen  für ihre Verteidigung und Vergeltung aufwenden können knapper wird.  Schließlich werden Krieg und Plünderungen wieder, wie in der Römerzeit,  in der Wikingerzeit und in der Zeit der Raubritter, als zusätzliche Energiequelle attraktiv. Es empfiehlt sich diesen Aspekt einer wirklichen Energiewende zu bedenken und zu berücksichtigen.

Fazit

Die eingangs gestellte Frage, ob die Zielsetzung einer hundert prozentige Versorgung der Verbandsgemeinde Daun mit regenerativer Energie bis 2030 realistisch und möglich ist kann man   ganz klar mit ja beantworten. Aber das sieht dann sehr viel anders aus, als man derzeit glaubt und hofft. Eine sehr eindrucksvolle Beschreibung eines wirklich möglichen Szenarios bietet der Roman One Second After: Die Welt ohne Strom, von William Forstchen. Bei dieser Simulation in Romanform, sterben in den USA binnen eines Jahres je nach Gegend zwischen 50 und fast 100 % der Bevölkerung als Folge einer schlagartigen, landesweiten  Zerstörung der Stromversorgung und der Elektronik durch drei in sehr großer Höhe über den USA gezündete Atomwaffen.  Es sind auch andere, weniger krasse   Formen einer unfreiwilligen Energiewende denkbar, die aber alle auch einen sehr hohen Preis fordern würden.

Eine freiwillige Umstellung auf hundert Prozent regenerative Energien wäre theoretisch möglich und auch höchst vernünftig, dürfte aber praktisch, so wie ich die Bevölkerung einschätze, nicht machbar sein. Bestenfalls könnten Vorbereitungen für eine solche Umstellung getroffen werden.  Insbesondere  empfiehlt es sich Experimente und Beispielprojekte durchzuführen  und  die Bevölkerung    dabei durch  Fortbildungsangebote   allmählich auf  die  letztlich unausweichliche Zukunft vorzubereiten.

Das was man derzeit  als Umstellung auf hundert Prozent regenerative Energie für die Verbandsgemeinde Daun anstrebt,  ist eine Mogelpackung, weil das Treibstoffproblem, die  Wertigkeit der verschieden Energieformen und  die  für die Herstellung und  Lieferung  der   in die  Verbandsgemeinde importierten  Güter und Leistungen benötigte Energie und deren Wertigkeit nicht  berücksichtigt wird.

Wenn man alle derzeit für die “Energiewende”, erforderlichen Energieaufwendungen vollständig erfaßt,  ist die derzeitige “Energiewende” möglicherweise sogar eine Energiesenke.  D.h. sie kostet dann nicht nur viel Geld und Umwelt, sondern sie kostet dann auch mehr Energie als sie einbringt.

Ich haben den Eindruck, daß die extreme Energiedichte und Qualität der fossilen Brennstoffe und da insbesondere des Erdöls in ihrer Bedeutung von vielen nicht richtig verstanden werden. Eine Energiewende weg von diesen hochwertigen Energieträgern, hin zurück zu den Energieträgern des Mittelalters, und nichts anderes ist  die deutsche Energiewende,  kann und wird nicht so ablaufen wie sich das die Herren Bürgermeister und die Masse der Bevölkerung  vorstellen und erträumen.  Dem Mittelalter haben wir eine ganze Menge Wissen voraus. Aber dafür haben wir eine um ein Vielfaches höhere Bevölkerungsdichte und wir haben ein extrem fragiles und komplexes System, mit einer extrem industrialisierten und von fossilen Energieträgern, Chemieprodukten und im Vergleich zum Mittelalter von extrem langen Transportwegen abhängige Nahrungsmittelproduktion und Versorgung. Alleine die notwendige Umstellung der Landwirtschaft würde mindestens 5 bis 10 Jahre, möglicherweise aber sogar noch  länger  benötigen – sofern man überhaupt weiß wie die Umstellung durchgeführt werden kann.

Die Errichtung der Windkraftanlagen in der Eifel ist jedenfalls nur eine unsinnige bis gefährliche Geld, Zeit und Ressourcenverschwendung.

Eine Energiewende,  also ein  Verzicht auf  fossile Energieträger ist zwingende notwendig. Wenn sie nicht freiwillig und kontrolliert erfolgt, wird sie unfreiwillig und chaotischen erfolgen.

Eine vernünftige Energiewende betrifft zunächst die Landwirtschaft. Man müßte die Böden verbessern und lernen nachhaltig und ohne Kunstdünger, Pestizide usw. mit möglichst minimalem mechanischen Aufwand in der lokalen Landwirtschaft sehr hohe Erträge zu erzielen und alles an Nahrungsmitteln zu produzieren was für die Ernährung, aber auch für die  Herstellung der  Kleidung   der lokalen Bevölkerung notwendig ist. Es müßten zumindest einige Musterbetriebe aufgebaut werden, die das nötige  Wissen, Saatgut  usw. finden und an die lokalen Gegebenheiten anpassen und weiterentwickeln. Landwirte, Hobbygärtner, Schulkinder und Bevölkerung müßten dort sehen und lernen können, wie in Zukunft lokal die nötigen Nahrungsmittel, Kleidung und Gegenstände des täglichen Bedarfs lokal produziert werden können.

Soweit Sonnen- und  Windenergie oder auch Biomassen für die Energieerzeugung genutzt werden, sollte dies durch einfache Techniken erfolgen die auch ohne fossile Energieträger  genutzt werden können.   Man könnte z.B. durchaus mit Hilfe von allen Möglichkeiten der Ingenieurwissenschaften optimierte Windkraftwerke entwickeln, die lokal auch noch 1000 Jahre nach dem Ende der Verfügbarkeit fossiler  Energieträger und  auch nach dem Ende  unserer heutigen Industriegesellschaft  lokal nachgebaut und  betrieben werden können.

Man müßte generell das Wissen und das Können unserer Zeit nutzen, um damit  Methoden  und Techniken zu entwickeln mit denen auch lange nach dem Ende unserer Industriegesellschaft, auch wenn es keine bezahlbaren fossilen Energieträger und keinen damit betriebenen Welthandel mehr gibt,  nachhaltig  und mit möglichst geringem Aufwand Nahrungsmittel, Energie und was die Menschen zum Leben benötigen produzieren kann. Dafür sollte man die Zeit nutzen und Geld ausgeben, und nicht für  diese  gigantischen Windkraftwerke und Solarstromfarmen.

Wir haben phantastische Möglichkeiten in der Landwirtschaft, im Gartenbau und im Handwerk  Wissen und Können für postindustrielle, postfossile Zeitalter zu  sammeln, weiterzuentwickeln, an die  lokalen Verhältnisse anzupassen und  weiter zu geben.     In der Eifel, also auch in der Verbandsgemeinde Daun, könnten dann in Zukunft sehr viel mehr Menschen leben als im Mittelalter und sie könnten auch  besser und länger leben. Wenn man weiter wie bisher plant und vorgeht, werden aber in Zukunft eher sehr viel weniger Menschen eher noch armseliger und schlechter als im Mittelalter hier leben können.

Die Ruinen der schon vorhandenen und noch geplanten großen Windkraftwerke  werden aber aller Voraussicht nach nur den  Zorn und den Spott künftiger Generationen provozieren.

Kelberg, den 5. November 2016

Christoph Becker

Print Friendly, PDF & Email

Beitrag drucken

6 Gedanken zu „100 Prozent erneuerbare Energie bis 2030?“

  1. Sehr schöner Artikel, der unseren energetischen Fußabdruck auf den Punkt bringt! Leider aber ist solch eine Diskussion kaum führ bar – weil Sie dann nämlich die faktische Unmöglichkeit eines Umbau auf EE bei gleichzeitigem Wahren unseres Lebensstandards absurdum führt.

    Wie 100% EE aussieht kann man in Geschichtsbüchern nachlesen. Aber auch um 1700 hatten viele Bereiche schon Probleme mit der EE – weil die Baumbestände kaum nachgekommen sind. Mit der heutigen Bevölkerung von 7,5 Milliarden Menschen auf dem Planeten ist 100% EE nicht mehr machbar – auch nicht wenn alle wie die Bauern im 16ten Jahrhundert leben…

    1. Ich bin mir nicht sicher ob man 7,5 Milliarde nachhaltig ohne fossile Energieträger satt bekäme. Es kann sein, daß es durchaus möglich ist, es kann aber auch sein, daß es nicht funktioniert. Wissen kann gerade im Agrarbereich extrem viel ausmachen. Wissen kann den Ertrag kann leicht ein Vielfaches steigern. Z.B. kann bei der Weideleistung durch richtiges Management der Ertrag um mehr als das 12-fache gesteigert werden, ohne dass man deshalb mehr Dünger benötigt. Dabei wird die Bodenqualität bei der höheren Leistung sogar besser, während sie bei der geringeren Leistung in der Regel schlechter wird oder sich zumindest nicht verbessert.
      Mit hochintensivem, ökologischen, also ohne Kunstdünger, Pestizide usw. auskommender Gartenbau kann mit 100 bis 200 qm eine vollwertige vegetarische Ernährung für eine Person liefern. Wenn man auch Fleisch möchte braucht man etwas mehr Fläche.
      Sehr große semiaride Gebiete und auch Teile bestehender oder sich bildender Wüsten können auch ohne fossile Energieträger und moderne Agrarchemie begrünt werden und ziemlich gute Erträge liefern.

      1. Hallo cb,

        ich denke für die Thematik muss auch berücksichtigt werden das der (theoretische) Umbau Zeit benötigt und viele Flächen heute in einem deutlich schlechteren Zustand sind als noch vor 300 Jahren. Weiterhin ist Brennstoff/holz ein massives Problem.

        Mit 100-200qm (die bewirtschafte ich im Garten selber) ist es nicht möglich einen Menschen abwechslungsreich mit 2000-2500 Kal/Tag zu versorgen. Vitalstoffreiches Gemüse und Blattgrün? Ja, o.k. – nicht aber die Kohlenhydrate aus Getreide oder Kartoffeln. Kommen dann noch Obst und Beeren dazu, dann reichen die 200qm in keiner Weise.

        Bewässerte Kartoffel geben im Bestfall 4500 Kal./qm (http://www.waldeneffect.org/blog/Calories_per_acre_for_various_foods/) – meint also 2 Tage überleben mit 1qm. Insofern wäre es gerade so möglich mit 200qm über das Jahr zu kommen – wenn nichts anderes gegessen wird. Da ist aber noch das Problem der Lagerung, des Ernteausfalls der Schädlinge, etc. pp. Also z.B. auch Getreide anbauen? Dann gibts aber schon deutlich weniger Kalorien pro Qm.

        Wenn es abwechslungsreich sein soll und keine Pump-Bewässerung zur Verfügung steht sind meiner Ansicht nach min 500qm pro Person zu veranschlagen – wenn das Gartenjahr über alles glatt geht und entsprechende Lagermöglichkeiten (Erdkeller, etc. pp) vorhanden sind. Ein GWH ist auch noch sinnvoll.

        1. Hallo h.c.,

          ich denke für die Thematik muss auch berücksichtigt werden das der (theoretische) Umbau Zeit benötigt und viele Flächen heute in einem deutlich schlechteren Zustand sind als noch vor 300 Jahren. Weiterhin ist Brennstoff/holz ein massives Problem.

          Dem stimme ich voll zu. Man denke nur an die Maisäcker. Es ist aber möglich, Böden in 5 bis 10 Jahren wirklich sehr drastisch zu verbessern.

          Mit 100-200qm (die bewirtschafte ich im Garten selber) ist es nicht möglich einen Menschen abwechslungsreich mit 2000-2500 Kal/Tag zu versorgen. Vitalstoffreiches Gemüse und Blattgrün? Ja, o.k. – nicht aber die Kohlenhydrate aus Getreide oder Kartoffeln. Kommen dann noch Obst und Beeren dazu, dann reichen die 200qm in keiner Weise.

          Doch, es ist möglich. Wenn Sie kein Fleisch essen ist es möglich. Ich war letztes Jahr auf einem Workshop bei John Jeavons in Kalifornien ( http://www.growbiointensive.org/workshop.html ), wo ich gelernt habe wie das geht. D.h., vorher hatte ich es auch schon gelesen. Es ist nicht ganz einfach und erfordert einiges an Planung und Erfahrung, aber man kann mit so einem kleinen Garten eine vollwertige, abwechslungsreiche und gesunde Ernährung produzieren. Wenn man mehr Land hat ist das natürlich ein Vorteil. Ich habe damals übrigens auch eine kleine ökologische Farm besichtigt, die von ihren nur 4 ha Gesamtfläche nur nur 1,2 bis 1,5 ha nutzt und damit einen Jahresumsatz von ca. 240 Tsd. USD erwirtschaftet. Im Bereich Landwirtschaft und Gartenbau sind offenbar wirklich sehr extreme Sachen möglich, wenn man die Prinzipien verstanden hat und nutzt. Es ist insbesondere auch dieses Wissen, das man meines Erachtens lokal sammeln und an praktischen Beispielen und Vorbildern ausprobieren und optimieren sollte, um den Weg in die Zukunft weniger grauenhaft und schrecklich werden zu lassen. Wenn man nur einen Teil des Geldes, dass man heute für die zum Scheitern verurteilte “Energiewende”, für diese irren Windkraftwerke und für Solaranlagen die mehr Energie kosten als sie jemals einbringen, sinnlos oder sogar zum Schaden der Umwelt verpulvert, für solche Sachen ausgeben würde könnte man die Überlebenschancen der Bevölkerung und auch deren Zukunftsaussichten sehr verbessern.
          In interessanter Link in diesem Zusammenhang ist die Tabelle der Weltbank mit dem landwirtschaftlich nutzbaren Land pro Kopf. 1000 qm sind 0,1 Hektar. 100 qm sind 0,01 Hektar. Japan hat nach dieser Tabelle z.B. nur 300 qm landwirtschaftliche Nutzpfläche pro Kopf. Belgien hat 700 qm, Banladesh 500 qm und Deutschland 1400 qm. Einige Staaten haben nur 100 qm pro Kopf.

  2. Hallo,

    also Tierprodukte esse ich nicht mehr – es hat gesundheitlich keinen Vorteil – nur Nachteile nach allen Studien und eigenen Erfahrungen die ich kenne.

    Tiere kämen für mich nur in Frage um Kalorien in den Winter zu transportieren und Flächen die anderweitig nicht nutzbar sind bzw. genutzt werden können kalorisch zu verwerten. Dafür würde ich dann auch gesundheitliche Nachteile in kauf nehmen -> Besser eine Kalorie (auch aus raffiniertem Zucker) als keine Kalorie.

    Dennoch: das mit 200qm kann ich nicht nachvollziehen – gerne in südlichen Gegenden (z.B. Mittelitalien) – aber nicht in Norddeutschland. Letztendlich müssen die Kalorien ja auch dann da sein, wenn sie benötigt werden.. und nicht über das Jahr gemittelt. Insbesondere darin sehe ich mit dem 200qm ein Problem – selbst wenn es “gemittelt” reichen sollte.

    Das die EE komplett “vertonntes” Geld sind dem stimme ich zu. Hätte man mit diesem abermilliarden vielen (jungen) motivierten Menschen ermöglicht eine nachhaltige Landwirtschaft / Permakultur aufzubauen und existierende Betriebe dahin unterstützt umzustellen, dann wäre dieses Geld sinnvoll investiert gewesen!

    Aber dabei verdient dann ja keine große Industrie… subventioniert wird die massive Komplexitätserhöhung und die Industrie – nie aber Komplexitätsreduzierung und weniger komplexe Industrien.

    1. Daß mit dem Garten müßte man einfach ausprobieren. John Jeavons nutzt jedenfalls einige Prinzipien und Methoden, die er nachvollziehbar für entscheidend hält, aber die ich zumindest hier in Deutschland auch bei sehr erfahrenen Biobauern und Gärtnern noch nicht gesehen habe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.