Wasserwirtschaft als Ursache des Syrienkrieges

Bei der Recherche für meinen Artikel Ganzheitliches Weidemanagement,    bin ich auf den Artikel Das neue Wasser-Paradigma: Versickern, verdunsten, loslassen – nicht festhalten!  von Leila Dregger, vom  16. Juli 2016,  gestoßen.  Die Überschrift hat mich zuerst irritiert, weil es bei den Systemen von Allan Savory, Sepp Holzer, P.A. Yeomans und ähnlichen, sehr wohl darum geht, das Wasser schon irgendwie festzuhalten. Beim Lesen habe ich dann aber gesehen, dass die Autorin das mit dem Festhalten des Wassers etwas anders meinte, und eigentlich genau das an positiven Beispielen zeigt, was ich auch als solche sehe.

Ich widme dem Hinweis auf den oben verlinkten Artikel   über das Wasser einen eigenen Beitrag, weil darin ein Aspekt des Syrienkrieges und damit auch der Flüchtlingsprobleme gezeigt wird, den die meisten Politiker und Bürger vermutlich eher nicht kennen und sehen.

Kelberg, den 7. August 2016

Christoph Becker

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Ein Gedanke zu „Wasserwirtschaft als Ursache des Syrienkrieges“

  1. Schon weit vor der letzten Jahrtausendwende las ich Berichte, in denen der Kriegsgrund der Zukunft mit “Wasser” benannt wurde. Die Austragungungsorte wurden schon damals in den Regionen gesehen, in denen es inzwischen tatsächlich unruhig geworden ist. Als Akteur sah man allerdings damals noch die regionalen Mächte (mit gelegentlicher Unterstützung des einen oder anderen Hegemons). Das Bild des Kriege hat sich seither gewandelt, es ist durch die Vielzahl der Akteure unübersichtlicher geworden. In Syrien berichten die Medien von bis zu 50, teils sogar 100 bewaffneten Konfliktparteien, die alle ihre eigenen Interessen vertreten und in wechselnden Zweckallianzen agieren.
    Der Kriegsgrund “Wasser” tritt in diesem Gemenge nicht an die Oberfläche. Bisher ist der Herrscher über Dürre und Fruchtbarkeit an den syrischen und irakischen Teilen von Euphrat und Tigris, die Türkei , noch nicht soweit in den Konflikt einbezogen, wie man es aufgrund der Rolle erwarten dürfte. Die Lage zeigt in Syrien und im Irak eher ein innerstaatliches Gemetzel, bei dem es mehr um die Machtnachfolge geht denn um die Beherrschung von Wasserressourcen. Insofern bedarf es bei dieser These noch einer ergänzenden Argumentation.

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