Covid-19: Impstoffrisiken für Kinder

Lesedauer 27 Minuten

Ich habe hier ein meines Erachtens für das Verständnis einiger Phänomene der Pandemie, der Rolle des angeborenen Immunsystems und der Problematik der Impfung von Kindern und jungen Erwachsenen  wichtiges Interview von Dr. Philip McMillan mit Dr. Geert Vanden Bossche übersetzt.Links auf das Original vom 06.11.2021:

Das Risiko schwerer Impfschäden bei Kindern und Jugendlichen, wie Myokarditis, werden in dem Interview nicht behandelt. Siehe dazu aber www.freizahn.de/2021/10/impfschaeden/ . Dr. Vanden Bossche setzt den Schwerpunkt vielmehr auf die Rolle des angeborenen Immunsystems und dessen Wirkung und Training. Die negativen Wirkung der durch die Impfung in diesem Bereich verursachten Schäden dürfte in der Summe und Schwere alle anderen Nebenwirkungen der Impfungen bei Kindern und jungen Erwachsenen auf Dauer weit übertreffen.  Dr. Vanden Bossche ist sich sehr sicher, dass die Impfungen von Kindern zu einem Tsunami von Autoimmunkrankheiten führt, während die Impfung für die Kinder keinen nennenswerten Vorteil bietet.

Das Interview liefert auch wichtige Hinweise dazu, wie man die Pandemie besser managen und noch einigermaßen glimpflich beenden kann.

Die Übersetzung war allerdings ziemlich schwierig, weil der gesprochene Text offenbar nicht vorbereitet sondern während dem Sprechen formuliert wurde und weil das Interview nicht überarbeitet wurde. Dieser Unterschied fällt mir auf, weil ich gerade schon mit der Überarbeitung des englischen Transkripts des wahrscheinlich sehr professionell überarbeiteten neuen Interviews von Del Bigtree mit Dr. Geert Vanden Bossche auf TheHighwire.com, vom 18.11.2021, beschäftigt war, während die unten stehende Übersetzung des Interviews von Dr. Philip McMillan mit Dr. Geert Vanden Bossche korrekturgelesen wurde.

Beginn der Übersetzung

Dr. Philip McMillan: [00:01:21] Hallo, ich bin Dr. Philip McMillan. Willkommen zu einer weiteren Interviewserie. Heute geht es um ein sehr interessantes Thema in Bezug auf die [00:01:30] COVID 19-Impfung von Kindern. Welche Auswirkungen könnte das auf ihr Immunsystem haben? Und ich spreche mit Geert Vanden Bossche. Es ist wichtig zu wissen, dass ich Menschen auf der ganzen Welt befragt habe und dass ich mich auf die Autoimmunreaktion bei COVID 19 konzentriert habe. Das bedeutet, dass ich erforscht habe, dass das Virus bei Menschen eine Immunreaktion auslöst, die den Zytokinsturm verursacht. Diese [00:02:00] Arbeit ist schon seit einiger Zeit im Gange, und ich hatte das große Privileg, mit internationalen Experten zu sprechen. Und heute haben wir die Gelegenheit, erneut mit Geert Vanden Bossche zu sprechen, der aus Belgien stammt und ein wahrhaft internationaler Experte auf dem Gebiet der Impfung ist. Geert, vielen Dank, dass Sie bei uns sind.

 Dr. Geert Vanden Bossche: [00:02:26] Danke, Philip, dass ich dabei sein darf.

 Dr. Philip McMillan: [00:02:29] Wunderbar. [00:02:30] Geert, könnten Sie, sich noch einmal vorzustellen, weil die Leute vielleicht nicht ganz wissen, wer Sie sind und was Ihr Hintergrund ist.

 Dr. Geert Vanden Bossche: [00:02:41] Ok, also Geert Vanden Bossche, mein ursprünglicher Hintergrund ist eigentlich die Tiermedizin. Ich habe einige Jahre als Tierarzt praktiziert, bin dann aber in die akademische Welt gewechselt, wo ich hauptsächlich Molekularbiologie [00:03:00], Virologie und Immunologie im Bereich der menschlichen Infektionskrankheiten studierte. Danach arbeitete ich in der Industrie bei einer Reihe von Impfstoffunternehmen, wo ich sowohl in der späten Entwicklung, also nahe am Produkt, als auch in der Entwicklung von im Wesentlichen viralen Impfstoffen tätig war, wechselte dann aber in die Forschung und [00:03:30] war viele Jahre lang in der Abteilung für die Entwicklung von Adjuvantien und auch für alternative Verabreichungsformen verantwortlich. Also alternative Wege der Verabreichung von Impfstoffen. Ich habe auch an Impfstoffen gegen Influenzaviren und RSV sowie Herpesvirusimpfstoffen gearbeitet, und dann habe ich mich mehr auf die globale Gesundheit konzentriert, auf Impfstoffe für die globale Gesundheit. [00:04:00] Ich habe einige Jahre bei der Bill and Melinda Gates Foundation gearbeitet, wo ich als Senior Program Officer in der Impfstoffentwicklung tätig war, wo wir uns vor allem mit der Entwicklung neuer Produkte beschäftigten. Designs für Impfstoffe. Dann gründete ich mein eigenes Unternehmen, in dem ich mich vor allem auf die Entwicklung, oder besser gesagt, das Design, von Impfstoffen auf der Basis natürlicher Killerzellen [00:04:30] konzentrierte. In der Zwischenzeit habe ich auch bei Gavi Global Alliance for Vaccines, Immunizations gearbeitet, wo ich Programmbeauftragter für das Ebola-Programm war.  Aufgabe war die Ebola-Impfung und Ebola-Pandemie-Bekämpfung in Westafrika vor einigen Jahren. Zur Zeit bin ich Berater für Biotech und Industrie, vor allem [00:05:00] für Entwicklung von Impfstoffen in der frühen Entwicklungsphase. Und natürlich habe ich mich seit letztem Jahr oder Anfang dieses Jahres sehr intensiv mit der aktuellen Pandemie, der SARS-CoV-2-Pandemie, beschäftigt.

 Dr. Philip McMillan: [00:05:18] Wow, das ist ein ganz schöner Lebenslauf Geert. Und das ist der Grund, warum ich, als wir auf dieses sehr wichtige Thema in Bezug auf die Impfung, die COVID-Impfung [00:05:30] von Kindern, gestoßen sind, mich an Sie gewandt habe, um herauszufinden was es damit auf sich hat. Ich möchte klarstellen, dass dies für die Regulierungsbehörden eine sehr schwierige Entscheidung war. Wir befinden uns mitten in einer Pandemie. Es scheint ein erhöhtes Risiko für Kinder in der dritten Welle zu geben. Die Eltern sind besorgt, und die Regulierungsbehörden müssen etwas tun, um den Menschen die Angst zu nehmen [00:06:00] und zu versuchen, das Richtige zu tun. Wenn Sie in diesen Räumen gewesen wären, Geert. Was würden Sie denken? Weil es eine Menge politischen und anderen Druck auf die Verantwortlichen gäbe, eine Entscheidung zu treffen, die der Bevölkerung ein besseres Gefühl gibt, wohin sich die Dinge entwickeln, insbesondere im Hinblick auf ihre Kinder? Was denken Sie?

 Dr. Geert Vanden Bossche: [00:06:24] Meine Gedanken, Philip, beruhen einfach auf dem gesunden Menschenverstand, und zwar in dem Sinne, dass [00:06:30] man, wenn man in das menschliche Immunsystem eingreift oder eingreifen will, die Immunpathogenese der Krankheit sehr, sehr gut verstehen muss. Wenn man nicht wirklich versteht, wie das Virus mit dem Immunsystem interagiert….. Hier kommt erschwerend hinzu, dass dies auf Populationsebene [00:07:00] geschieht, wo zusätzliche Faktoren eine Rolle spielen. Wir haben in den vorangegangenen Sitzungen zum Beispiel über die Immunflucht und all diese Dinge gesprochen, welche also das Verhalten des Virus tatsächlich verändern. Wenn man das nicht ganz begreift, wenn man das nicht wirklich versteht, ist es extrem gefährlich, einzugreifen. Im Moment gibt es im Grunde zwei Lager. Die einen sagen, wir [00:07:30] müssen die Leute impfen, auch die Kinder, und wir müssen Auffrischungsimpfungen machen und impfen, wo immer wir können. Und dann gibt es andere Experten, die sagen dass wir diese Massenimpfkampagnen unbedingt stoppen müssen. Zeigt das nicht buchstäblich, dass wir nicht wirklich verstehen, was vor sich geht? Wie können Experten so unterschiedliche Meinungen haben? Ich meine, das hat es noch nie gegeben [00:08:00]. Und es wird viel geredet über, na ja, nicht einmal über Verschwörungstheorien, sondern über Einflußnahme, Druck, Narrative, und so weiter, und so weiter. Meine Hauptschlussfolgerung ist, dass wir nicht verstehen, was vor sich geht. Die Entscheidung über die Impfung und was wir sonst jetzt erleben ist [00:08:30] meines Erachtens eher Ausdruck einer Panik und nicht das Resultat von tiefen Nachdenken und gründlichem Verständnis dessen was vor sich geht. Ich halte es also für sehr, sehr gefährlich, was wir jetzt [00:09:00] tun. Wir greifen einfach ein, ohne wirklich zu verstehen, was vor sich geht. Besonders aus meiner Sicht ist das fehlende Verständnis der Immunologie in dieser Pandemie der wichtigste Faktor. Dies ist der größte Fehler überhaupt. Wir kennen uns mit Antikörpern aus, und wir wissen, dass Menschen, wenn sie geimpft werden, Antikörper bilden. Was wissen wir aber zum Beispiel über die angeborene Immunität? Sehr, sehr wenig. Das ist kein Gebiet, auf das sich Impfstoffexperten konzentriert haben [00:09:30], weil angeborene Immunität etwas ist, das man als selbstverständlich ansieht, während durch Impfung erzeugte Antikörper etwas sind, das man nicht auf natürlichem Wege bekommt, das ist offensichtlich. Das ist besonders bei SARS-CoV-2 ein großes Manko. Wir wissen alle und wir haben die Beweise, dass die große Mehrheit aller gesunden Menschen anfangs gegen SARS-CoV-2 geschützt war, [00:10:00] obwohl sie sozusagen immunologisch naiv waren. Wie ist das möglich? Dies erklärt sich also durch die angeborene Immunität, die bei dieser Pandemie völlig vernachlässigt und ignoriert wurde, was nun zu enormer Verwirrung und Fehlentscheidungen führt. Zu Fehlentscheidungen, die sich nicht [00:10:30] nur nachteilig auf die Gesundheit auswirken, sondern die nun auch zu Situationen wie der Diskriminierung von Ungeimpften und dergleichen führen, was meiner Meinung nach wissenschaftlich gesehen völlig ungerechtfertigt ist. Aber es ist die unmittelbare Folge davon, dass wir nicht verstehen, was vor sich geht.

 Dr. Philip McMillan: [00:10:58] Es ist also eine schwere [00:11:00] Zeit für Eltern. Die Eltern haben kleine Kinder, die in der Schule sind. Einige sind besorgt darüber, was mit COVID passiert, weil einige Kinder krank werden. Experten auf der ganzen Welt sagen nun, dass Kinder zwischen fünf und 11 Jahren gegen COVID 19 geimpft werden können. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass dies zu einer Pflicht wird, und dies ist der erste Schritt dazu. Die Eltern wissen nicht [00:11:30], was sie tun sollen. Wissen Sie, das ist ein sehr kompliziertes Gebiet. Können Sie versuchen einige der Konzepte und Herausforderungen im Zusammenhang mit der Immunologie der Kinder und COVID 19 einfach zu erklären?

 Dr. Geert Vanden Bossche: [00:11:51] Hmm. Nun, noch einmal, wenn wir [00:12:00] die angeborene Immunität NICHT in die Gleichung einbeziehen ist die Situation einfach. Sie haben Kinder, die jetzt schon betroffen sein können. Ungeimpfte Kinder, sind sogar eine wichtige Infektionsquelle. Daran besteht kein Zweifel. Und deshalb hat man einen Impfstoff der [00:12:30] offensichtlich, den Daten zufolge – ich habe im Wesentlichen die von Public Health England veröffentlichten Daten gesehen -, die Infektionsrate bei Kindern reduzieren kann. Außerdem erkranken einige Kinder tatsächlich an Covid-19. Wenn man also der Krankheit vorbeugen kann, Menschen vor der Krankheit schützen kann, ältere Menschen und auch Erwachsene usw., warum sollte man dann nicht die [00:13:00] Kinder impfen, sogar kleine Kinder? Das ist also die… Ja.

Dr. Philip McMillan: [00:13:04] Ja, die Hauptfrage ist, dass die Leute sagen, dass die Kinder eine Infektionsquelle für ältere Menschen sind und sie einem Risiko aussetzen. Außerdem besteht für die Kinder die Gefahr sich zu infizieren. Deshalb scheint es fast kontraintuitiv zu sein. Natürlich sollte man sie impfen wollen.

 Dr. Geert Vanden Bossche: [00:13:28] Hmm. [00:13:28] Ja. [00:13:30] Also nochmal, ich meine, es gibt so viele Fragen, die wir stellen können und auf die wir keine Antworten haben. Ich meine, das ist mein Hauptaugenmerk, nichts unversucht zu lassen und zu versuchen zu verstehen, was vor sich geht. Ich gebe Ihnen ein einfaches Beispiel: Wir wissen dass dieser Impfstoff nicht vor einer Infektion schützen kann [00:14:00]. Aber wenn man sich beispielsweise die Daten von Public Health England anschaut, sieht man, dass die Impfung von Kindern einen enormen Einfluss auf die Infektionsrate hat. Ich bitte Sie. Wie kann das sein? Sehen Sie, es gibt viele Dinge, die sich nicht erklären lassen, wenn man nur die erworbene Immunität berücksichtigt und das, was [00:14:30] wir über die Wirkung der Impfstoffe wissen. Sie induzieren neutralisierende Antikörper, und wir wissen, dass diese nicht vor Infektionen schützen. Und das war auch der Grund, warum jetzt schon die Kriterien bzw. der Benchmark geändert wurden. Es geht nicht mehr um Herdenimmunität, um die Verhinderung der Übertragung. Sie schützt nicht einmal mehr vor Krankheiten. Sie schützt jetzt vor nur noch vor schweren Krankheiten. Und wissen Sie was? Wenn man Kinder impft, hat man einen enormen Einfluss auf die Infektiosität. Also [00:15:00] das sagt mir schon, dass etwas nicht stimmt. Etwas anderes ist, dass insbesondere Kinder zu Beginn der Pandemie für ein Jahr oder sogar länger völlig immun gegen die Krankheit waren. Die meisten von ihnen haben das Virus nicht einmal ausgeschieden, geschweige denn, dass sie erkrankt wären. Warum also werden jetzt plötzlich Kinder infiziert und erkranken? Was hat sich also verändert? [00:15:30] Ich kann Ihnen sagen, was sich geändert hat. Die größte Veränderung besteht darin, dass wir durch die Massenimpfung die Ausbreitung weiterer infektiöser Varianten begünstigt und gefördert haben.

 Dr. Geert Vanden Bossche: [00:15:47] Das heißt, die infektiösen Varianten gab es natürlich schon, die infektiöseren. Aber es ist ganz klar, dass die Ausbreitung infektiöserer Varianten gefördert und beschleunigt wurde, seit wir in erheblichem Umfang Massenimpfungen durchgeführt haben [00:16:00]. Das sagt mir also schon, dass wir vielleicht schauen sollten, ob es irgendwo einen Zusammenhang zwischen der höheren Ansteckungsrate und den Anomalien die wir gerade beobachten gibt. Ich bezeichne die Ansteckungsrate als den Infektionsdruck in der Bevölkerung. [00:16:30] Mit Anomalien meine ich hier dass man plötzlich mit Hilfe des Impfstoffs die Infektionsrate bei Kindern enorm senken kann, so dass man, wenn man sich nur die Infektionsrate ansieht, sagt: OK, wenn der Impfstoff eine Wirkung hat, müssen wir die Kinder impfen. Niemand denkt über die langfristigen Auswirkungen nach, und niemand weiß wirklich, was dies [00:17:00] bei Kindern in Bezug auf immunvermittelte Auswirkungen verursachen wird. Wir greifen also in das Immunsystem ein. Glauben wir einfach, dass das Immunsystem dieser Jugendlichen und Kinder genau so reagiert wie das von Erwachsenen oder älteren Menschen? Wir wissen, dass, wenn man jemanden impft, egal ob es sich um ein junges [00:17:30] oder ein älteres Individuum oder einen Erwachsenen handelt, man immer erworbene Antikörper erhält. Man erhält dann diese Impfantikörper. Das ist kein Problem. Das heißt, es gibt natürlich immer Ausnahmen. Personen, die so auf den Impfstoff reagieren. Was also die Impfantikörper betrifft, so haben wir eine Art homologe Population, wenn wir impfen. Aber wie sieht es mit der angeborenen Immunität aus? Offensichtlich, wenn es sich nicht um eine homologe [00:18:00] Population handelt, weil dann, wenn …

 Dr. Philip McMillan: [00:18:02] Sie meinen die angeborene Immunität Geert? Ich möchte nur den Zuhörern helfen, das zu verstehen. Sie sagen, dass das natürliche, angeborene Grundimmunsystem Antikörper produziert und natürliche Killerzellen einsetzt, um jede Art von Infektion zu bekämpfen. Es ist fast wie eine breit aufgestellte Armee. Ist es das, was Sie meinen, wenn Sie sagen, Sie brauchen Immunität.

Dr. Geert Vanden Bossche: [00:18:29] Und [00:18:30] es ist sehr logisch Philip, ich meine, wir sprechen über das Virus, richtig? Und wir wollen dieses Virus töten. Wir wollen dieses Virus eliminieren. Wir wollen dieses Virus neutralisieren. Das ist der Zweck, richtig? Was wir also in Bezug auf die Immunologie bedenken müssen, ist, was ich Immuneffektoren nenne. Immuneffektoren oder z. B. Antikörper. Antikörper können potenziell das Virus neutralisieren und [00:19:00] Effektorzellen, die z. B. virusinfizierte Zellen abtöten können. Im Bereich der erworbenen Immunität sind beide Bereiche vertreten. Das ist das was wir Impfstoffspezialisten sehr, sehr gut kennen, zum Beispiel die Antikörper und die T-Zellen. Aber man vergisst, dass es innerhalb des Bereichs der angeborenen Immunität auch [00:19:30] diesen humoralen Effektor gibt. Also die Antikörper, insbesondere die angeborenen Antikörper, und es gibt auch angeborene Zellen, die virusinfizierte Zellen abtöten können, z. B. die natürlichen Killerzellen. Das sind also die Typen, die wir gerne ansprechen, wenn wir einen Virus abtöten oder die Infektion eindämmen wollen, usw. Wir brauchen Effektoren, die entweder frei zirkulierende [00:20:00] Viren neutralisieren oder die Zellen abtöten können, die offensichtlich in die Zellen eingedrungene Viren beherbergen. Wir haben beide Bereiche, den der humoralen Antikörper und den der zellulären, sowohl für die angeborene als auch für die erworbene Immunität. Ich will damit sagen, haben Sie während dieser ganzen Pandemie viel über natürliche Killerzellen gehört, haben Sie viel über angeborene Immunität gehört, usw.? Angeborene [00:20:30] Antikörper? Und ich sage nur, das ist, wissen Sie, eine unglaublich wichtige, das ist unsere erste Verteidigungslinie. Wenn wir über angeborene Immunität sprechen kommen die Leute mit Zytokinen und all diesem Zeug.

Dr. Geert Vanden Bossche: [00:20:44] Ich nenne das angeborene Boten. Es sind Botenstoffe. Ein Zytokin ist an sich nicht in der Lage, ein Virus zu neutralisieren oder eine virusinfizierte Zelle abzutöten. Das ist alles, was wir Vaccinologen über die angeborene Immunität wissen, denn [00:21:00] wir wissen, dass diese Zytokine usw. als eine Art Adjuvans wirken und dass wir dieses Adjuvans brauchen, um wirklich eine vollwertige, erworbene Immunantwort zu induzieren. Die wichtigsten Elemente und Eckpfeiler der angeborenen Immunität sind jedoch die angeborenen Antikörper und die natürlichen Killerzellen. Und das sind übrigens die Effektoren, die fast alle Menschen gerettet haben, zumindest alle Menschen [00:21:30], die bei Ausbruch der Pandemie gesund waren. Das lag daran, dass die Menschen immunologisch naiv waren. Und wir wissen, dass die vulnerablen Menschen diejenigen waren, die ein geschwächtes angeborenes Immunsystem hatten. Wir wissen, dass mit zunehmendem Alter bedauerlicherweise die Wahrscheinlichkeit steigt, dass man mit Grunderkrankungen und einer Reihe von Komorbiditäten konfrontiert wird usw. Das waren also die Leute, und es gibt eine Beziehung [00:22:00] zwischen dem Gesundheitszustand und der Qualität der angeborenen Immunität – das ist alles veröffentlicht. Wenn Sie also älter werden und die zugrunde liegenden Krankheiten usw. bekommen, verschlechtert sich Ihr Gesundheitszustand und damit auch Ihr angeborenes Immunsystem. Das sind typischerweise die Menschen, die anfällig sind. Warum haben wir also nicht schon von Anfang an gelernt, dass wir dies bei gesunden Menschen nicht sehen? Diese angeborene Immunität war wirklich der Schlüssel, der Schlüsselfaktor [00:22:30], der die Pandemie ganz am Anfang unter Kontrolle hielt.

Dr. Philip McMillan: [00:22:35] Sind wir also zu kurzfristig in unserer Herangehensweise an diese Pandemie? Ich versuche zu verstehen, warum einige der Reaktionen, die wir in der ganzen Welt erlebt haben, so ausfallen.? Liegt es daran, dass wir zu sehr versuchen, die Pandemie zu stoppen, und uns nicht die Zeit nehmen, zu denken, zu planen und die langfristigen [00:23:00] Folgen unseres Handelns zu bedenken?

Dr. Geert Vanden Bossche: [00:23:04] Nun, ich persönlich bin der Meinung, und ich habe das schon einmal gesagt, dass Impfstoffexperten und Menschen, die sich für den Einsatz von Impfstoffen im Bereich der öffentlichen Gesundheit interessieren, das wie folgt sehen. Sie denken: OK, wir verwenden einen Impfstoff, um eine Infektion zu bekämpfen, und wir haben das [00:23:30] bisher sehr, sehr erfolgreich getan, und wir haben uns nicht so sehr darum gekümmert, ob es eine Pandemie gibt oder nicht. Wir haben uns nicht so sehr um die Impfung ganzer Bevölkerungsgruppen und aller Altersgruppen gekümmert. Das haben wir in der Tat noch nie getan, und wir haben diese Faktoren nicht berücksichtigt. Das [00:24:00] bedeutet also, dass wir die Impfstoffe jetzt während einer Pandemie so einsetzen, wie wir sie auch außerhalb einer Pandemie einsetzen würden: Man impft die Menschen, stellt sicher, dass sie einen guten Antikörpertiter haben, und dann sind sie natürlich gegen die Krankheit geschützt, was gut ist. Wir dachten, dass die Tatsache, dass wir dies während einer Pandemie tun und dass wir die Menschen massiv impfen [00:24:30] keinen wesentlichen Unterschied zu dem normalerweise Einsatz eines Impfstoffes ausmachen würde – es gibt Impfstoffe für Kinder, für Erwachsene und für Jugendliche. Das ist jedes Mal eine Zielgruppe, eine Zielgruppe, die man impft. Keiner dieser Impfstoffe wird tatsächlich für Massenimpfungen verwendet. Wir dachten, das sei alles nicht so wichtig. Ein Impfstoff ist ein Impfstoff, und die Wirkung des Impfstoffs, wenn er Antikörper induziert, ist gut, er wird zumindest vor der Krankheit schützen, und das wird so bleiben. Wir dachten dass ohne [00:25:00] zu berücksichtigen, dass die Dynamik der Pandemie zu Veränderungen im Virus führt, zu infektiöseren Varianten, die dominanter werden, und dass dies auch zu Veränderungen im Immundruck führt, den die Bevölkerung ausübt. Diese Situationen unterscheiden sich stark von der Immunreaktion in einer bestimmten Kohorte während einer klinischen Studie, und [00:25:30] bei der man sich natürlich nicht unbedingt in einer Pandemie befindet. Wir haben also einfach auf eine Situation hin extrapoliert, die jedoch ganz anders ist, und dabei die evolutionäre Dynamik und die Vielseitigkeit der Immunantwort sowie die evolutionäre Kapazität des Virus nicht berücksichtigt.

Dr. Philip McMillan: [00:25:52] Ich werde jetzt ein Bild zeigen, das Sie mir gezeigt haben, und ich möchte, dass Sie versuchen, so einfach wie möglich [00:26:00] zu erklären, worum es hier geht. Hier geht es um Kinder, und Sie sind besorgt über die angeborene Immunantwort im Vergleich zur Spike-Protein-Reaktion dieser Kinder bei einer normalen Infektion. Es handelt sich also um ein ungeimpftes Kind. Ist das ungefähr richtig?

 Dr. Geert Vanden Bossche: [00:26:28] Ja, und das [00:26:30] ist immer der Fall, Philip. Bevor wir zu der komplexen Situation kommen, ein Kind zu impfen und warum sage ich, ist das eine komplexe Situation? Weil das Kind offensichtlich eine sehr gute und sehr starke angeborene Immunität hat. Und jetzt werden wir sie plötzlich auch noch mit einer erworbenen Immunität ausstatten. Das ist also eine komplexe Situation. Bevor wir das tun, müssen wir [00:27:00] mit Dingen beginnen, die so einfach wie möglich sind. Gleich zu Beginn haben wir es also mit einer Situation zu tun, in der es sich zwar nicht unbedingt um ein Kind handelt, aber es könnte ein Kind sein. Aber wie auch immer, eine Person, die nicht geimpft ist, aber an einer Pandemie teilnimmt. Genau. Es geht also darum, dass nicht geimpfte Personen einer Pandemie ausgesetzt werden. Wir müssen zuerst verstehen, was passiert, bevor [00:27:30] wir weitergehen und sehen können, was mit einer Person passiert, die sich in der gleichen Situation befindet, aber geimpft wird, richtig? Ja. Dieses Schema soll also nur veranschaulichen, dass die angeborene Immunität sozusagen eine Schwelle hat, ab der sie schützen kann. Ich habe bereits gesagt, dass Menschen mit einer schwachen [00:28:00] Gesundheit, Grunderkrankungen und Komorbiditäten eine geschwächte angeborene Immunreaktion haben und daher nicht in der Lage sein werden, das Virus einzudämmen. Aber wenn sie es tun, zum Beispiel zu Beginn der Pandemie, sind Kinder oder gesunde Menschen in der Lage, das Virus zu eliminieren. Es gibt eine Reihe von Arbeiten, die sehr stark darauf hindeuten, dass dies durch angeborene Antikörper geschieht. Die angeborenen Antikörper können, wie ich schon sagte, das Virus neutralisieren. Das ist sehr gut beschrieben worden. Aber auch wenn sie das Virus nicht neutralisieren, können sie das Eindringen in Zellen erleichtern, die es den natürlichen Killerzellen präsentieren können. Ich will hier nicht [00:29:00] ins Detail gehen, aber die Art und Weise, wie die natürlichen Antikörper die Präsentation für natürliche Killerzellen erleichtern, unterscheidet sich natürlich von einer Situation, in der erworbene Antikörper das Eindringen des Virus in Antigen-präsentierende Zellen erleichtern, um dann z. B. den T-Zellen präsentiert zu werden. Es ist ähnlich, aber Sie haben unterschiedliche Effektoren. Was ich damit sagen will, ist, dass die angeborenen Antikörper das Virus [00:29:30] ebenfalls direkt neutralisieren können. Das sind typischerweise die Kinder, die zum Beispiel zu Beginn der Pandemie mit dem Virus in Berührung gekommen sind und nicht einmal eine Virusausscheidung hatten. Das Virus wurde sofort neutralisiert. Oder es gibt Menschen mit weniger hohen Titern an angeborenen Antikörpern, bei denen das Virus zwar eindringt, aber die natürlichen Killerzelle (NK-Zellen) sehr, sehr schnell aktiv werden und das Virus eliminieren. Diese Menschen gehören noch zu den so genannten asymptomatisch Infizierten, [00:30:00] sie haben also keine wirklichen Symptome, weil das Virus sehr schnell eliminiert wird. Das ist also die Schwelle, bei der ich sage, dass man eine sterilisierende Immunität hat.

Dr. Geert Vanden Bossche: [00:30:12] Was nun passiert, ist, dass, wenn man zum Beispiel Anti-Spike-Antikörper hat, die nicht vom Impfstoff stammen, …. aber warum sollte eine Person [00:30:30] Anti-Spike-Antikörper haben, während diese Person nicht einmal die Krankheit bekommen hat? Ich habe gerade gesagt, dass diese Menschen angeborene Antikörper haben, zum Beispiel nach einer asymptomatischen Infektion, weshalb sie die Krankheit nicht bekommen haben. Wie können sie dann diese Antikörper bekommen? Nun, das kann passieren, weil Menschen, die sich asymptomatisch infiziert haben, das Virus nicht sofort neutralisiert haben, [00:31:00] sondern Zellen infiziert haben, die anschließend von natürlichen Killerzellen eliminiert wurden. Bei ihnen hat das Immunsystem das Virus zumindest für kurze Zeit gesehen. Es gelangte in die Zellen. Es wurde sehr schnell eliminiert. Die Immunreaktion, die man sieht, ist also nur von kurzer Dauer. Es handelt sich nicht um eine voll ausgereifte Reaktion, und es werden keine B-Gedächtniszellen induziert, aber es werden auch keine Antikörper gegen das Spike-Protein verwendet. Und wenn jemand [00:31:30] diese Antikörper hat, halten sie etwa sechs bis acht Wochen an. All dies wurde dokumentiert. Diese Antikörper können mit den angeborenen Antikörpern konkurrieren, und ich habe in einer Reihe von Artikeln beschrieben, wie dieser Wettbewerb funktioniert. Sie haben nämlich beide eine Affinität für SARS-CoV-2, für die Viruspartikel. Sie interagieren auf andere Weise miteinander und konkurrieren daher um die Bindung [00:32:00] an dieses Teilchen.

 Dr. Geert Vanden Bossche: [00:32:01] Sie konkurrieren. Jetzt können Sie sich vorstellen, dass Sie eine asymptomatische Infektion haben. Sie sind ein gesunder Mensch, richtig? Sie haben eine asymptomatische Infektion, also werden Sie für einige Zeit auf diesen kurzlebigen Antikörpern sitzen. Diesen Anti-Spike-Antikörper. Und wenn diese Antikörper nun Ihre angeborenen Antikörper unterdrücken können, werden die angeborenen Antikörper nicht zerstört. Sie werden einfach umgangen, weil [00:32:30] die Anti-Spike-Antikörper so stark an das SARS-CoV-2-Partikel binden, dass die angeborenen Antikörper kaum eine Chance haben, zu binden. Sie sind nicht notwendigerweise völlig außer Konkurrenz, sie können sich in gewissem Maße binden, aber sie binden sich nicht vollständig an sie. Wenn man sich nun vorstellt, dass diese Antikörper, normalerweise [00:33:00] sechs bis acht Wochen halten und dass die Person, die auf diesen Antikörpern sitzt, ständig mit dem Virus in Kontakt kommt…., was im Moment zum Beispiel bei jungen Leuten der Fall ist, wissen Sie, die Leute haben Kontakt. Diese Delta-Variante des Virus ist so hoch ansteckend, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen immer wieder mit dem Virus in Kontakt kommen, sehr hoch ist. Mit anderen Worten: Ihre kurzlebigen Spike-Antikörper haben keine [00:33:30] oder kaum eine Chance, abzunehmen. Und sie können bis zu einem gewissen Grad mit Ihren angeborenen Antikörpern konkurrieren. Und was passiert dann? Wie wirkt sich das auf Sie aus? Philip, wenn Sie möchten, zeigen Sie bitte noch einmal die Folie.

 Dr. Geert Vanden Bossche: [00:33:49] Ja. Was passiert hier also? Das ist das, was ich unten auf dieser Folie geschrieben habe. Es ist also offensichtlich, wenn – und das ist die Situation [00:34:00] Nr. 1 – der Schutz, der von den angeborenen Antikörpern geboten wird, auf das Niveau von np1 gesunken ist. Er ist gefallen. Mit anderen Worten: Er löst keine sterilisierende Immunität mehr aus, weil er unterhalb des Schwellenwerts liegt, aber er kann immer noch [00:34:30] an das Virus binden. Und was bewirkt das? Nun, es hat einen wichtigen Effekt in dem Sinne, dass es das Training der angeborenen Immunität ermöglicht. Die angeborenen Antikörper haben also ein sehr breites Spektrum, das alle Arten von SARS-CoV-2-Varianten und sogar Coronaviren abdecken kann. Sie haben also dieses breite Spektrum. Sie sind [00:35:00] plötzlich nicht mehr stark genug, um sich so an das Virus zu binden, dass es vollständig eliminiert werden kann. Wie ich schon sagte, befindet man sich unterhalb der Schwelle, die Immunität ist nicht mehr sterilisierend. Es scheint also so zu sein, dass das angeborene Immunsystem versucht, die Bindungsstärke [00:35:30] dieser angeborenen Antikörper zu verbessern, um weiterhin polyreaktiv zu bleiben, um weiterhin sehr, sehr breit zu bleiben. Und das ist das Training. Das bedeutet, dass das angeborene Immunsystem, wenn es bis zu einem gewissen Grad durch die Anti-Spike-Antikörper unterdrückt wurde, in gewisser Weise reagieren wird, weil es das Antigen natürlich erkannt hat. Die angeborenen Antikörper [00:36:00] haben das Virus gesehen. Sie werden so reagieren, dass sie die Bindung an dieses SARS-CoV-2-Partikel verbessern. Das geschieht durch Stimulation, durch Aktivierung, ich würde sagen, durch Aktivierung von bereits Vorhandenem. Sie existieren also wie von Geburt an. Von bereits vorhandenen B-Gedächtniszellen, die polyreaktive [00:36:30] IgM-Antikörper absondern. Auf diese Weise haben Sie eigentlich zwei Dinge. Zunächst einmal macht das angeborene Immunsystem eine Art Upgrade, denn es wird nun Antikörper produzieren, die mit etwas höherer Affinität das SARS-CoV-2 erkennen. Das ist eine interessante Situation, weil die IgM die von den Plasmazellen abgegeben werden, die von diesen IgM [00:37:00] abgebenden B-Gedächtniszellen gebildet werden. Sie sind immer noch polyreaktiv. Sie sind noch fähig, was für ein kleines Kind am Anfang seines Lebens wichtig ist, ein breit gefächertes Spektrum verschiedener Krankheitserreger zu erkennen. Das ist also eine wunderbare Sache die das Immunsystem tut. Es lernt, seine Immunzellen [00:37:30], seine angeborenen Immunzellen, so zu trainieren, dass es nun besser mit diesem eindringenden Erreger fertig wird, ohne sein breites Spektrum zu beeinträchtigen, das es weiterhin beibehält, um auch andere Erreger auf genau die gleiche Weise der angeborenen Immunität zu bekämpfen.

 Dr. Philip McMillan: [00:37:49] Lassen Sie mich das also verstehen. Sie sagen also, dass selbst Kinder, weil die Delta-Variante so viel infektiöser ist, dem Virus ständig [00:38:00] ausgesetzt sind. Sie bekommen ständig Schübe ihres S-Proteins, und das unterdrückt ihr angeborenes Immunsystem. Das scheint die Behauptung, dass diese Kinder von der Impfung profitieren sollten, noch weiter zu verstärken. Das ist es, was ich daraus schließen würde. Ist das eine korrekte Interpretation?

 Dr. Geert Vanden Bossche: [00:38:28] Nun, nein, das ist es nicht. Aber wir [00:38:30] da diese Dinge leider relativ komplex sind, können wir es uns wirklich nicht leisten, einige Schritte zu überspringen. Um auf Ihren ersten Punkt einzugehen, Philip, wenn die angeborene Immunität dieser Kinder nur in dem Maße unterdrückt ist, dass sie nicht vollständig verdrängt wird, erkennen die [00:39:00] angeborenen Antikörper das Virus immer noch und werden trainiert, und das ist ein Gedächtnistraining. Können Sie sich vorstellen, welchen Wert das hat? Das ist etwas, das noch polyreaktiv ist und kein Gedächtnis hat, richtig? Man könnte also sagen, dass, wenn die angeborene Immunität zu sehr unterdrückt wird, die angeborenen Antikörper überhaupt nicht mehr [00:39:30] an das Virus binden können. Weil die Anti-Spike-Protein-Antikörper so stark binden, dass die angeborenen Antikörper völlig verdrängt werden, bricht das Virus natürlich tatsächlich durch die angeborene Immunität und das Kind erkrankt. Aber das ist ein weiteres Missverständnis, das wir alle haben. Zunächst hängt die Wahrscheinlichkeit [00:40:00], dass dies geschieht, vom Status des angeborenen Immunstatus des Kindes ab. Zum Beispiel die Grippepandemie 1918. Junge Soldaten, 16 Jahre alt, 17 Jahre alt usw., die in den Schützengräben kämpften. Sie können sich die Situation vorstellen, die Bedingungen, die sehr schlechte angeborene Immunität. Das Virus hatte [00:40:30] kein Problem, diese angeborene Immunität sofort zu durchbrechen und diese jungen Soldaten krank zu machen. Richtig. Wenn wir uns heute umsehen, sind die Kinder, die die Krankheit bekommen, und sicherlich auch die schweren Krankheiten, eher selten. Unsere Kinder sind heute in einem viel besseren Gesundheitszustand und ernähren sich viel besser. Vor allem in unseren westlichen Ländern haben sie [00:41:00] im Allgemeinen einen sehr guten Gesundheitszustand. Daher ist es für das Virus viel schwieriger, diesen Gesundheitszustand zu durchbrechen. Das ist die erste Lektion: Kann Ihr Kind, wenn es ungeimpft ist, krank werden? Natürlich kann es das. Die Wahrscheinlichkeit, dass es schwer erkrankt, ist sehr, sehr, sehr gering. Wir sollten wirklich einen Unterschied zwischen schwerer Krankheit und Krankheit machen. Es ist nicht abnormal, krank zu werden [00:41:30]. Man bedenke, dabei dass diese Kinder zwar erkranken und vielleicht ein paar Tage im Bett liegen, aber dann werden sie wieder gesund und sie werden dann eine lebenslange erworbene Immunität haben, dass ist sehr, sehr deutlich. Sicher, wenn ihr angeborener Immunstatus stark geschwächt ist, was auch auf genetische Defizite oder zugrundeliegende Krankheiten zurückzuführen sein kann, dann ist das natürlich eine andere Situation. Dann werden diese Kinder [00:42:00] krank und könnten sogar schwer erkranken. Aber wir müssen bedenken, dass eine normale Situation, in der ein Kind bei guter Gesundheit damit umgehen kann und entweder eine asymptomatische Infektion entwickelt und den Vorteil hat, sein angeborenes Immunsystem zu trainieren, während es immer noch in der Lage ist, eine Reihe anderer Krankheitserreger zu bekämpfen, eine sehr günstige Situation ist, würde ich sagen.Fast der schlimmste Fall ist dass das Kind die Krankheit bekommt [00:42:30], aber dann wird es, wenn es sich erholt, auch recht breite schützende Immunität durch erworbene Antikörper entwickelt haben. So sieht es aus.

 Dr. Philip McMillan: [00:42:45] Sie können also nicht sagen, dass wir die Kinder einfach COVID 19 bekommen lassen sollen. Das scheint mir ein zu hohes Risiko für die Kinder zu sein, auch wenn das Risiko gering ist, dass jemand ernsthaft erkrankt und einige sterben könnten. [00:43:00] Warum schützt man sie nicht einfach durch eine Impfung?

 Dr. Geert Vanden Bossche: [00:43:04] Nun, wissen Sie, paradoxerweise waren Kinder noch nie so gut gegen Krankheiten geschützt wie heute. Das ist sehr, sehr erstaunlich. Wie können wir das also erklären? Jetzt muss ich wieder zu dem Punkt [00:43:30] kommen, dass, das auf die angeborene Immunität zurückzuführen wäre – ich habe bis jetzt über die angeborene Immunität gesprochen. Wenn ein Kind eine ausreichende angeborene Immunität hat wird diese das Virus eliminieren, da die angeborene Immunität sterilisierend ist. Weil das so ist, ist das Kind automatisch vor Krankheiten geschützt. Es hat also durch eine sterilisierende, angeborene Immunität. [00:44:00] Der Schutz vor Infektionen geht Hand in Hand mit dem Schutz vor Krankheiten. Um eine Krankheit zu bekommen, muss man sich erst einmal infizieren. Was wir jetzt sehen, ist, dass die Kinder vor Krankheiten geschützt sind. Betrachtet man die Daten des öffentlichen Gesundheitswesens, die Daten von Public Health England, [00:44:30] so gibt es bei den Kindern, in der Klasse unter 18 Jahren, fast keine Erkrankungen. Diese jungen Kinder werden also fast nicht mehr krank. Allerdings sind sie praktisch nicht vor einer Infektion geschützt. Ja, im Gegenteil, eine wichtige Infektionsquelle sind jetzt diese ungeimpften Kinder. Das sollte [00:45:00] bereits einen Alarm auslösen. Also was geht hier vor? Es kann sich bei diesen Kindern nicht um die angeborene Immunität handeln, denn man kann nur vor Krankheiten geschützt werden, wenn man vor Infektionen geschützt ist, wenn es um die angeborene Immunität geht.

 Dr. Geert Vanden Bossche: [00:45:14] Hier ist die Situation anders, und warum ist das so? Auf der einen Seite könnte man also sagen, na ja, die Wahrscheinlichkeit und offen gesagt, glaube ich nicht, dass der Hauptantrieb [00:45:30] im Moment darin besteht, überhaupt an die Impfung von Kindern zu denken, und ich spreche hier vor allem von Ländern wie den USA, wie Großbritannien, wie sogar Belgien. Ich meine, in allen Ländern, die hohe Impfraten haben und in denen sich die Delta-Variante wirklich sehr schnell und in großen Mengen ausbreitet, in diesen Ländern werden Sie sehen, dass die Kinder, wissen Sie, extrem gut [00:46:00] gegen die Krankheit geschützt sind. Ich glaube also nicht, dass der Hauptgrund für die Impfung der Kinder in diesen Ländern darin besteht, sie vor der Krankheit zu schützen, sondern im Wesentlichen darin, sie an der Verbreitung des Virus zu hindern. Aber das ist etwas, das nicht verstanden wird, denn haben wir nicht die ganze Zeit gesagt, dass das Virus sich nicht anpasst, dass der Impfstoff nicht vor einer Infektion schützt und dass er nicht vor [00:46:30] Übertragung schützt? Auf der anderen Seite sehen wir jetzt bei Kindern eine enorme Wirkung des Impfstoffs zum Schutz vor Infektionen, die Infektionsraten bei den geimpften Kindern sind unglaublich niedrig im Vergleich zu den Infektionsraten bei den nicht geimpften Kindern. Das alles macht also nur Sinn, wenn man die angeborene Immunität und die erworbene Immunität kombiniert.

 Dr. Geert Vanden Bossche: [00:46:59] Wie ich schon sagte [00:47:00], wenn die Kinder ständig mit dem Virus in Kontakt kommen, bilden sie mehr und mehr Anti-Spike-Antikörper, kurzlebige Anti-Spike-Antikörper, die die angeborenen Immunantikörper vollständig verdrängen können. Was würde das also bedeuten? Keinerlei Schutz? Weil die angeborene Immunität überflügelt wird. Nein, Sie werden immer noch einen Schutz haben, weil das [00:47:30] Anti-Spike-Protein, die Anti-Spike-Antikörper auf hohem Niveau so stark an die SARS-CoV-2-Partikel binden, dass sie die Infektion nicht verhindern können, aber sie können die Krankheit an sich verhindern. Der Schutz, den diese Kinder jetzt gegen die Krankheit genießen, kommt also von den kurzlebigen Anti-Spike-Antikörpern, die jetzt ständig vorhanden sind, die keine Chance haben, abzunehmen, und die die angeborenen Antikörper vollständig verdrängen, und ich spreche hier von nicht geimpften [00:48:00] Kindern. Es handelt sich also um eine sehr merkwürdige Situation, die bereits zeigt, dass, wenn man sie nach Altersgruppen stratifiziert, man normalerweise bei einer Pandemie [00:48:30] sieht, dass die Krankheitsrate der Infektion folgt usw. Hier sind diese es völlig losgelöst. Diese ungeimpften jungen Kinder sind besser denn je gegen die Krankheit geschützt, aber sie sind eine sehr wichtige Infektionsquelle. Und deshalb,

 Dr. Philip McMillan: [00:48:53] Was ist also die Lösung, Geert? Denn wie man sagen kann, hat man den [00:49:00] sehr seltsamen Umstand hervorgehoben, dass der Impfstoff die Kinder tatsächlich schützt. Und was sollen die Eltern dann tun, oder?

 Dr. Geert Vanden Bossche: [00:49:14] Wir müssen noch einen Schritt weiter gehen. Nach all diesen anderen Schritten werden wir jetzt über die Impfung der Kinder sprechen. Wir haben bereits gelernt, dass Anti-Spike-Antikörper [00:49:30], die stark an das Virus binden, die angeborene Immunität vollständig ausschalten können. Selbst bei Kindern, die nicht geimpft sind, sondern dem Virus ständig ausgesetzt sind, können die kurzlebigen Anti-Spike-Antikörper stark genug an das Virus binden, um die angeborene Immunität zu verdrängen und daran zu hindern Schutz vor Krankheiten zu bieten. Wenn man nun also [00:50:00] eine Schicht hinzufügt, eine Schicht, in der man diese Kinder impft und Antikörper induziert, die noch viel stärker binden als die kurzlebigen Antikörper, die Kinder nach einer asymptomatischen Infektion erwerben, dann wird man mit Sicherheit die angeborenen Antikörper vollständig verdrängen. Das [00:50:30] ist die eine Sache. Zum anderen binden die Antikörper aus dem Impfstoff nun stark an das Virus, aber sie können nicht mehr – diese Kombination ermöglicht natürlich kein Training des angeborenen Immunsystems des Kindes. Das Training des angeborenen Immunsystems eines Kindes ist deshalb so wichtig [00:51:00], weil es das Kind schon in jungen Jahren vor zahlreichen anderen Krankheitserregern schützen wird. Diese IgMs haben ein breites Spektrum. Wenn man dieses Training verhindert, was macht man dann in erster Linie mit den Kindern, die nicht geimpft sind, die aber ständig dem Virus ausgesetzt sind und diese kurzlebigen hohen [00:51:30] Titer von kurzlebigen Antikörpern entwickeln.

 Dr. Geert Vanden Bossche: [00:51:32] Die angeborene Immunantwort dieser Kinder ist unterdrückt und sie werden ständig mit dem Virus in Berührung kommen, so dass es immer noch ein Training [des angeborenen Immunsystems] auslösen kann. Aber das Training wird sich sehr stark auf das SARS-CoV-2-Antigen beschränken, denn das ist das Antigen, das das angeborene Immunsystem die ganze Zeit sieht. [00:52:00] Das bedeutet also, dass selbst die ungeimpften Kinder sich jetzt aufgrund des hohen Infektionsdrucks auch im Hinblick auf ihre ausgebildete Immunität immer mehr auf SARS-CoV-2 konzentrieren und nicht genug Spielraum haben, um andere Erreger zu bekämpfen, mit denen sie normalerweise in diesem jungen Alter leicht fertig werden würden.? [00:52:30] Wenn man jetzt die Kinder impft, geht man noch einen Schritt weiter, weil man dann überhaupt kein Training mehr zulassen wird. Das angeborene Immunsystem ist dann sehr stark und ich würde sagen, fast dauerhaft unterdrückt. Jedes Mal, wenn das Kind mit der ständig zirkulierenden Delta-Variante in Berührung kommt, werden seine erworbenen [00:53:00] Antikörper verstärkt und die Unterdrückung [des angeborenen Immunsystems] wird fortgesetzt. Jetzt befindet man sich also in einer Situation, in der die angeborene Immunität ständig unterdrückt wird, während das Virus dieses Kind ständig angreift.

Dr. Geert Vanden Bossche: [00:53:18] Warum? Ja, weil wir wissen, dass die Antikörper aus dem Impfstoff die Verbreitung und Übertragung des Virus nicht begrenzen oder verhindern können. Es wird also ständig mit dem Virus konfrontiert [00:53:30]. Die die erworbene Immunität kann dagegen nichts ausrichten, weil die Antikörper die Infektion nicht verhindern können. Das angeborene Immunsystem kann nicht trainiert werden, weil die angeborenen Immunzellen verdrängt worden sind. Und dann, und das ist typisch für naive Kinder, wenn sie mit einem Erreger konfrontiert werden, werden sie naive Antikörper absondern. [00:54:00] Das bedeutet also, dass wir keine trainierte Immunität haben. Die Gedächtniszellen kann man also vergessen, weil sie nicht aktiviert worden sind. Aber die naiven IgM-absondernden B-Zellen werden nun mehr und mehr Antikörper absondern, und diese Antikörper können selbstähnliche Motive erkennen. Man muss sich vorstellen, was der Zweck dieser angeborenen Antikörper ist. Eine wichtige Aufgabe der angeborenen Antikörper ist es, [00:54:30] selbstähnliche Komponenten zu eliminieren. Selbstähnliche Proteine, die Selbstproteine oder Selbstähnlichkeiten ähneln, um sie zu entfernen [Anm. Übers.: mit “Selbst” ist wohl körpereigen gemeint. Auch hier ein Wort unverständlich], denn wenn sie von den normalen B- und T-Zellen erkannt werden, kommt es zu einer Autoimmunität, man muss sich also vorstellen, dass wir uns ständig erneuern, usw. Und das führt natürlich zur Apoptose. Zellen sterben ab, und es entstehen Trümmer, und diese Trümmer [00:55:00] sind degradierte Proteine oder degradierte Strukturen.

 Dr. Geert Vanden Bossche: [00:55:04] Sie sind nicht mehr mit sich identisch mit dem Selbst, aber sie sind selbstähnlich, nun, diese Antikörper, diese naiven Antikörper sind in der Lage, diese selbstähnlichen Strukturen zu erkennen, um sie zu eliminieren, denn wenn sie fremder werden würden, könnten sie von T-Zellen, von B-Zellen usw. erkannt werden. Dies ist also eine sehr, sehr wichtige Funktion. Wie gesagt, bei den geimpften [00:55:30] Kindern gibt es kein Training, die erworbenen Antikörper können nichts ausrichten, aber man hat häufige und wiederholte Begegnungen mit dem Krankheitserreger. Was diese naiven Zellen also tun, ist, dass sie einfach mehr selbstähnliche Antikörper absondern. Und weil die Konzentrationen sehr hoch werden, können sie selbstähnlichen Antikörper nun beginnen, Zellstrukturen zu erkennen. Ernsthaft, sehr, sehr ernsthaft, Philip, ich bin davon überzeugt [00:56:00], dass die Immunisierung von jungen Kindern aus genau diesem Grund zu einem Tsunami von Autoimmunerkrankungen führen wird. Und der Nutzen, den sie aus dem Impfstoff ziehen werden, ist nicht besser als der Nutzen, den jeder andere aus dem Impfstoff ziehen wird. Wenn nämlich eine Immunflucht stattfindet, und das ist bereits der Fall, [00:56:30] entkommt das Virus vollständig den neutralisierenden Antikörpern. Und egal, ob es sich um einen Erwachsenen, einen älteren Menschen oder ein Kind handelt, sie werden nicht geschützt sein. Andererseits haben wir Kinder geimpft, die [ohne Impfung] im Moment kein Problem haben und die kaum erkranken. Wenn man einfach den Infektionsdruck verringern würden, dann würden man nicht mehr die [00:57:00] angeborenen Antikörper verdrängen. Die Anti-Spike-Antikörper könnten allenfalls mit ihnen konkurrieren, sie aber nicht verdrängen. Das würde das Training der angeborenen Immunantwort anregen, und das ist es, was wir brauchen. So einfach ist das also. Wir können, wir sollten, wir dürfen unter keinen Umständen irgendein Kind impfen. Was wir tun müssen, ist, den [00:57:30] Infektionsdruck zu senken. Deshalb fordere ich die massenhafte Verabreichung eines antiviralen Mittels. Ich werde keine Namen nennen, die zensiert werden könnten oder so. Aber die Chemoprophylaxe, ein Virostatikum für sechs oder acht Wochen, kann den Infektionsdruck vermindern, das Kind kann gut damit umgehen. Ich habe es erklärt. Vielleicht kann es eine leichte Krankheit bekommen, aber dann entwickelt es trotzdem eine lebenslange erworbene Immunität, oder es geht [00:58:00] völlig symptomlos damit um und trainiert seine Immunität. Training bedeutet, dass beim nächsten Mal die Erinnerungen an das SARS-CoV-2-Virus, das angegriffen werden soll, vorhanden ist. Außerdem behält es sein breites Wirkungsspektrum gegen eine Reihe anderer Krankheitserreger bei, was für ein junges Kind natürlich von entscheidender Bedeutung ist, denn es ist noch so naiv.

 Dr. Geert Vanden Bossche: [00:58:30] Sie [00:58:30] sehen, diese Dinge sind komplex, und einfach die angeborene Immunität nicht zu berücksichtigen oder nicht in die Gleichung einzubeziehen, führt zu sehr kurzsichtigen, aber sehr gefährlichen und schädlichen Entscheidungen, kleine Kinder zu impfen, die dank ihrer angeborenen Immunität vollständig und weitgehend gegen alle Varianten geschützt sein können, vorausgesetzt, wir setzen sie nicht unter enormen [00: 59:00] Druck, wie es die Impfstoffe tun und wie es die wiederholte Exposition gegenüber infektiösen Varianten tut, also lasst uns diesen infektiösen Druck verringern und es gibt kein Problem. Wir werden zu einer Situation wie zu Beginn der Pandemie mit geringem Infektionsdruck zurückkehren, in der es kein Kind gab [ das ernsthaft krank wurde oder Masken trug]. Natürlich haben wir den Kindern gesagt sie sollen Masken tragen, und wir haben sie ebenfalls in die Lockdowns miteinbezogen, usw., was völliger Unsinn war. Um [00:59:30] das angeborene Immunsystem zu trainieren, muss man mit den Krankheitserregern in Kontakt kommen. Und normalerweise ist dies ein sehr schönes Gleichgewicht, das von Zeit zu Zeit zu einer Krankheit führt, sehr, sehr selten zu einer schweren Krankheit und nur bei Kindern, die wirklich Probleme und die zugrunde liegenden Probleme haben. Aber ansonsten führt es zu einer leichten Erkrankung. Das Ergebnis ist eine lebenslange erworbene Immunität oder eine asymptomatische Infektion, deren Folge ein Training der angeborenen Immunität und eine breite, [01:00:00] breit gefächerte Immunabwehr ist, die gegen andere Krankheitserreger aufrechterhalten wird.

 Dr. Philip McMillan: [01:00:07] Geert, also ich denke, dass das ein Punkt ist, an dem wir in Bezug auf das gesagt wurde innehalten müssen. Ich glaube, Sie haben da etwas gesagt, woran ich niemals gedacht habe. Ist das der Weg, um den Immundruck zu verringern, vielleicht ein antivirales Mittel zusammen mit einer natürlichen Infektion einzusetzen? Darüber hatte ich noch nie nachgedacht, und [01:00:30] wir wissen, dass es einige antivirale Mittel gibt, aber zugegebenermaßen kennen wir die langfristigen Risiken nicht. Aber vielleicht gibt es noch andere Möglichkeiten, um den Infektionsdruck zu verringern. Aber ja, fahren Sie fort.

 Dr. Geert Vanden Bossche: [01:00:45] Philip, ich bin mir über die langfristigen Nebenwirkungen vollkommen im Klaren, und Sie werden von mir nie hören, dass ich ein Virostatikum rein prophylaktisch oder für eine lange Zeit verwenden würde. Erinnern Sie sich, ich sprach [01:01:00] über diese Anti-Spike-Antikörper, die etwa sechs bis acht Wochen lang nachweisbar bleiben. Wenn man den Leuten sagt, sie sollen im Idealfall sechs bis acht Wochen zu Hause bleiben, können diese Antikörper verschwinden. Und in der Zwischenzeit, wenn sie also zurückgehen, bedeutet das, dass ihre Kapazität, ihre Fähigkeit, das Virus zu sterilisieren, wenn sie darauf treffen, vollständig wiederhergestellt ist. Denken Sie daran, [01:01:30] es ist nicht mehr unterdrückt, es ist vollständig wiederhergestellt. In dieser Zeit wird ein antivirales Mittel eingesetzt, das den Infektionsdruck unterdrückt und den Infektionsdruck in der Bevölkerung verringern kann. Dann können Sie all diese Leute zurückholen und sozialisieren und den ganzen Tag Kontakt haben lassen, weil ihre sterilisierende Kapazität wiederhergestellt wurde. Sie werden den Infektionsdruck weiter verringern. Genau das [01:02:00] geschah, als Boris Johnson im Juli den Lockdown aufhob. Die Menschen hatten sich eine gewisse Zeit lang von sozialen Kontakten usw. ferngehalten. Die Antikörper der Ungeimpften gingen zurück, und dann kehrten sie in die Gesellschaft zurück.

Dr. Geert Vanden Bossche: [01:02:24] Und das waren die Leute, die den Infektionsdruck ohne den massiven Einsatz von Virostatika [01:02:30] gesenkt haben. Sie haben den Infektionsdruck innerhalb von zwei Wochen auf sehr spektakuläre Weise gesenkt. Sie sollten sich ansehen, was mit den Fallzahlen im Vereinigten Königreich geschehen ist. sie kennen Our World in Data, im Juli, nach dem 21. Juli wurden die Maßnahmen aufgehoben. Es gab einen spektakulären Rückgang. Man kann sich dies also nicht leisten, wenn der Infektionsdruck zu hoch ist. Man muss ihn senken [01:03:00] und dann die virussterilisierende Kapazität der Ungeimpften dank ihrer angeborenen Immunität wiederherstellen. Und dann sind wir wieder in einer Situation wie zu Beginn der Pandemie. Die Menschen unterschätzen also die Folgen des hohen Infektionsdrucks. Ich sage Ihnen, meiner bescheidenen Meinung nach ist das das wichtigste Problem, das wir [01:03:30] haben. Wie werden wir diesen hohen Infektionsdruck los, der indirekt zur Immunflucht führt und im Grunde das angeborene Immunsystem der Jugendlichen und Kinder untergräbt, so dass sie keine trainierte Immunität aufbauen können?

Dr. Philip McMillan: [01:03:51] Wunderbar, wunderbar Geert. Ich bin mir sicher, dass dies eine weitere Diskussion erfordern wird, weil dies ein so komplexes Gebiet ist und es ist [01:04:00] etwas, das schwierig ist. Ich weiß, dass es für die Menschen schwierig ist, alle Nuancen zu erfassen, aber in einem Punkt haben Sie Recht, Geert. Wir müssen anfangen, anders zu denken. Wir müssen viel langfristiger denken, um uns aus dieser Pandemie zu befreien. Ich möchte mich bei allen bedanken und bei Geert, dass er hier bei mir ist. Und bitte halten Sie Ausschau. Ich bin sicher, dass wir noch einmal mit Geert sprechen müssen, um einige dieser Konzepte weiter zu erforschen, während wir weiterhin nach Lösungen [01:04:30] für diese COVID 19-Pandemie suchen.

[01:04:33] Vielen, vielen Dank

Ende der Übersetzung

Weitere deutsche Übersetzungen von Dr. Geert Vanden Bossches Artikeln und Interviews auf freizahn.de:

Print Friendly, PDF & Email
Share

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.