Elektroautos und fröhliches Autofahren

Unmittelbar vor der Podiumsdiskussion, die ich in Eine Diskussion der phantastischen Vier des Niedergangs vorgestellt habe, wurden die Diskussionsteilnehmer mit einem provozierenden Statement konfrontiert und gebeten, dazu Stellung zu nehmen. Diese Episode wurde auf YouTube mit dem Titel Electric Cars and Happy Motoring veröffentlicht. Im Folgenden habe ich das Transskript größtenteils übersetzt.

Hallo alle, hier ist KMO und es ist das Wochenende vom 25. März 2017. Ich bin nach Lancaster, Pennsylvania, (USA),  gefahren, um einer Veranstaltung beizuwohnen, bei der es sich um eine Podiumsdiskussion handelt, an der eine Reihe Leute teilgenommen haben, die ich über die Jahre viele Male für den C-Realm-Podcast interviewt habe. Die Veranstaltung wurde vom Center For Progressive Urban Politics (dt. Zentrum für progressive urbane Politik) veranstaltet. Der Organisator und Moderator war Kevin Lynn  und die Herren auf der Bühne waren James Howard Kunstler, Dmitry Orlov, John Michael Greer, Chris Martenson und Frank Morris. Gerade, bevor sie zur Bühne gingen, saß ich mit ihnen in einem Konferenzraum von Triode Studios in Lancaster, Pennsylvania und stellte ihnen die folgende Frage von Eric Boyd, jemanden der ebenfalls ein Gast des C-Realm-Podcasts war und jemandem, der seine Frage über die Facebook Gruppe Friends of the C-Realm eingereicht hatte.

Hier ist die Frage von Eric. Ja, sie wird Anlass zum Lachen sein, da bin ich sicher: KMO kannst du John Michael Greer und die Diskussionsrunde über solargetriebene elektrische Autos fragen?
Mit der Übernahme von SolarCity durch Tesla ist es ziemlich klar, dass dies die langfristige Vision der Technoprogressiven ist ….
Angesichts des exponentiellen Wachstums des Marktes denke ich nicht, dass es lange dauern wird bis wir sehen, dass sie beginnen, einen ziemlich großen Einfluss auf den Markt zu bekommen …..
(~1 % im letzten Jahr, aber exponentiell wachsend)
ich denke, es ist ohne weiteres möglich, dass solarbetriebene elektrische Autos die Nachfrage nach Benzin (Öl) schnell genug reduzieren, so dass wir Hubberts Peak oder Hubberts Kurve (( das bezieht sich auf die Prognosen von King # Hubbert über Peak Oil, bzw. über den Rückgang der Ölförderung )) niederreiten können, ohne dass es zu einer wesentlichen Unterbrechung der Kultur des “fröhlichen Autofahrens” kommt….
Ich denke, das ist an dich gerichtet James (( “happy motoring cultur”, also “Kultur des fröhlichen Autofahrens ist ein von James Howard Kunstler geprägter und oft verwendeter Begriff ))….
Und es entwickelt sich außerdem perfekt: alle diese sich ausbreitenden Vorstädte eignen sich perfekt für große Solaranlagen auf den Dächern….
Die Preise, sowohl von elektrischen Autos (= hauptsächlich Batterien) und Solarpanelen sind überwältigend schnell gefallen…..
Sie sind bereits ziemlich erschwinglich, insbesondere zum Beispiel im Vergleich zu den steigenden Kosten des Wohnungsbaus….. Transport wird im wesentlichen billig im Vergleich zum Wohnungsbau, und (so sehe ich dies, obwohl ich es hasse; ich bin eine Person, die Gemeinden liebt in denen man alles zu Fuß erreichen kann)….
das impliziert eindeutig, dass fröhliches Autofahren als Trend zunehmen und nicht abnehmen wird. Ganz besonders, wenn das eigentliche Fahren autonom wird, sodass die Leute außerdem ihre ganze Zeit für sich beanspruchen können.

Kevin Lynn: Ist das eine Frage?

KMO: Dies ist eine Frage – nun, er stellt keine einfache Frage.
Ich würde hierzu gerne einige Gedanken der Diskussionsrunde hören, weil ich denke, dass es hauptsächlich Autos und Vorstädte sind, von denen die Leute meinen, dass sie nicht “nachhaltig” sind. Außerdem haben sich meine Ansichten dazu wegen der neueren Veränderungen (lies: Evidenz) stark gewandelt.
Und dann postet er einen Link zu sich rasant verbesserndem Netto-Energieertrag (Energy Return on Investment) von Solarenergie.
Nun, wer möchte darauf antworten? [2:40]

Dmitry Orlov: Ich übernehme das. O. k., bei den Autos geht es hier nicht wirklich um Technologie, es geht sehr viel um Mineralölchemie. Wenn man ein Fass Rohöl in einer Raffinerie verarbeitet, fallen 50 % davon als Benzin an, ein kleiner Anteil, vielleicht 10 % fällt als Teer (oder Asphalt) an. Daher muss man einen Weg finden, das Benzin und den Teer zu verkaufen. Wenn das nicht gelingt, geht der Preis für die wirklich wertvollen Bestandteile des Rohöls,  nämlich Kerosin, Diesel und was man sonst noch in der chemischen Industrie benötigt, nach oben und die ganze Wirtschaft macht keinen Sinn mehr. Bei Autos geht es also nicht um Transport, sondern darum, die Leute dazu zu bringen Benzin zu kaufen. Wenn Elektroautos genügend populär werden, werden sie genug von der Mineralölinfrastruktur, die auf Diesel und Flugbenzin angewiesen ist, zerstören, so dass dieser Teil der Wirtschaft versagt. Dann werden die Elektroautos nicht ausgeliefert, weil dazu Diesel erforderlich ist und die Straßen werden nicht asphaltiert, weil dazu Teer benötigt wird. Was sie dann haben, sind Elektroautos, die auf Feldwegen und kaputten Straßen fahren. Nun ist das eine brauchbare Zukunft? Ich denke nicht. Elektroautos sind nicht wirklich Geländefahrzeuge. Ich habe noch kein mit Solarstrom betriebenes Geländefahrzeug gesehen.

KMO: Also welcher Anteil von einem Barrel Öl ergibt normales Benzin?

Dmitry Orlov: 50 %.

John Michael Greer: Ich möchte hier etwas hinzufügen, wenn es Dich nicht stört.
Über Vorstädte mit Solarpanelen auf dem Dach zu diskutieren, macht viel Sinn, wenn man in Arizona wohnt. Da, wo die meisten Amerikaner wohnen, nämlich in einem Bereich von 160 km zur Küste, ist der Himmel die meiste Zeit bedeckt.
Der Nettoenergiegewinn (EROI) von Solarpanelen sieht gut aus wenn man die meisten Kosten externalisiert, wie man das heute mit jeder Art Energiequelle meistens tut.  Wenn man beteuert, dass alle Produktionskosten, alle Rohmaterialien und alles, was das System für die Produktion benötigt, nicht zählen, dann sieht der Nettoenergiegewinn (EROI) großartig aus.
Des Weiteren möchte ich darauf hinweisen, dass alles womit Elon Musk sich beschäftigt,  ein Subventionsgrab ist. Er ist wirklich ziemlich clever. Der Mann ist sehr gescheit, er hat herausgefunden, dass die sicherste Quelle für große Mengen Geld in der heutigen Wirtschaft das Abgreifen von staatlichen Subventionen ist. Alle seine Industrien sind darauf aufgebaut Subventionen abzusaugen. Die Tatsache, dass er etwas macht bedeutet nicht, dass es wirtschaftlich brauchbar ist, sondern nur dass es eine großartige Methode ist, um Subventionen zu kassieren. Wir hören diesen Müll nun schon wer weiß wie viele Jahrzehnte, nämlich dass Solarbetrieben Autos oder was sie haben, dabei sind, den Durchbruch zu schaffen und das fröhliche Autofahrerparadies unendlich fortbestehen zu lassen.
Jedes müde Jahr trottete derselbe Stamm weiter, mit den selben techno-Schlaraffenland-Träumern die sich einfach nicht mit mit der Tatsache befassen wollen, dass das furchtbare Wort “Grenzen” tatsächlich für sie gilt. Die Leute wollen weiter glauben. Sie lieben ihre Träume vom Fortschritt. Fortschritt ist ihr Gott. Sie heißen ihre Phantasien willkommen.

Chris Martenson: Und Phantasien kommen oft nicht mit Zahlen. Also hier sind einige Zahlen. Selbst wenn Musk es schafft, 500.000 Autos im Jahr zu produzieren – dieses Jahr produziert er nur 80.000 -,  dann würden die Elektroautos, so wie sie heute konfiguriert sind, das gesamte weltweit bergbaulich produzierte Lithium benötigen. Stellen sich vor, dass China, Japan, Deutschland und andere Länder noch etwas dazu zu sagen haben. Aber selbst wenn er tatsächlich 500.000 Elektroautos pro Jahr produziert – mit exponentiellem Wachstum, vergesst  das nicht. 500.000 Autos bei derzeit 17,5 Millionen verkauften Autos pro Jahr sind ungefähr 3 %. Das heißt, wenn nur 3 % des heutigen Neuwagenverkaufs in den USA auf Elektroautos entfallen würde, dann würde man dafür 100 % der weltweiten, heutigen Lithiumproduktion benötigen.

John Michael Greer: Und das ist nur eine Flasche.

Chris Martenson:  Ja, das ist nur eine Flasche. Ich habe noch mehr. [Gelächter]
Es braucht keine Phantasien, wie du sagst, es verträgt sich einfach nicht mit der Realität. Die Phantasien passen nicht zu den Zahlen. Ich wünschte, diese Leute würden einfach mit einem Stift die grundlegenden Zahlen auf einm Bierdeckel nachrechnen. Die passen einfach nicht.

Frank Morris: [7:30] Die Annahme, dass die Umstellung auf Solarenergie in den Vorstädten unvermeidlich ist, passt nicht nur nicht zur Örtlichkeit [wohl bezogen auf Greers Einwand des meist bedeckten Himmels], sondern berücksichtigt auch nicht, dass die Stromversorgungsunternehmen wegen der damit verbundenen höheren Infrastrukturkosten zusätzliche Gebühren erheben werden. Letztes Jahr gab es dazu einen exzellenten Artikel im ITT- Magazin, der die Wirtschaftlichkeit von auf Hausdächern installierten Solarpanelen mit Solarfarmen verglich und infrage stellte. Solange man keine bessere Batterietechnik entwickelt hat, sind auf Hausdächern installierte Solarpanele wahrscheinlich zu ineffizient. [Anm. d. Übers.: ziemlich unklares Englisch, habe versucht sinngemäß zu übersetzen].

James Howard Kunstler: [8:09] Der Teil, den ich amüsant finde ist die Idee, dass wir es wünschen würden unseren Vorstadt-Lebensstil fortzusetzen. Dieser ist für sich selbst betrachtet ein Lebensstil ohne Zukunft. Eine andere Eigenschaft dieser Idee ist, dass das ganze Modell des automobilen Individualverkehrs bereits auf einer finanziellen Basis versagt, weil die Mittelklasse schrumpft und finanziell fertig gemacht wird. Es gibt immer weniger Menschen, deren Kreditwürdigkeit für einen Autokredit ausreicht, während die Amerikaner es gewöhnt sind, Autos per Ratenkredit zu kaufen. Dazu kommt, dass wir in eine Periode der Kapitalknappheit eintreten, in der es weniger Geld zu verleihen gibt.  Das bedeutet, wir haben weniger Geld für weniger kreditwürdige  Kreditnehmer. Die Treibstofffrage, also wie man ein Auto betreibt, ist ein Problem, aber die Frage nach dem ganzen Geschäftsmodell, nämlich wie die Amerikaner dazu gebracht werden, an diesem Programm teilzunehmen und sich ein Auto zu kaufen, ist ein anderes Problem und ein Punkt des Versagens. Daher würde ich die ganze Idee in dem “Wunschdenken”-Odner ablegen. [9:30]   Und wisst ihr,  eines der Probleme mit diesen Dingen ist, dass es eine Menge gescheite Leute gibt, die darüber nachdenken und die dabei meines Erachtens nicht wirklich gründlich nachdenken und sich fragen was passiert, wenn man einige Ebenen tiefer nachsieht. Und dieses spezielle Problem versagt auf vielen Ebenen.

Dmitry Orlov: [9:51 ] Ich finde die Befestigung einiger Solarpanele auf dem Dach eines Autos eine wirklich gute Idee. Das sieht wirklich cool aus. Ich denke aber, dass viele Leute nicht realisieren, dass die Effizienz eines Solarpanels in der Gegenwart von Staub jäh abfällt. Wenn man also auf einer Straße, auf der auch eine Menge Sattelschlepper fahren, die Dieselabgase ausspucken, bei denen es sich im Grunde um fettigen Staub handelt, dann geht die Effizienz der Solarpanele ziemlich schnell gegen null. Man muss sie dann sorgfältig mit Seifenwasser reinigen. Ich frage mich, wie die Leute das im großen Stil mit staubigen Solarpanelen tun wollen.

James Howard Kunstler: Wir hatten gerade ein Problem. Wir sind 300 Meilen vom hohen Norden kommend durch jede Menge Regen, Schneematsch und dem überall auf der Straße dazugehörenden Salz gefahren. In den letzten zwei Tagen habe ich versucht, die Scheiben von den Salzresten zu reinigen. Ich schaffe das nicht einmal mit Scheibenreiniger, weil er Salz scheinbar nicht gut auflöst.

John Michael Greer: Noch einmal. Die Leute kommen zu der Schlussfolgerung, dass durch die Tatsache, dass es eine bestimmte Menge an ebenen Oberflächen gibt, die Sonne so viel und so oft scheinen wird, wie sie es wünschen, und dass die nötige Batterietechnologie  selbstverständlich auch vorhanden sein wird. Die Batterietechnologie ist ein riesiges Problem. Die Fixierung auf die Sciencefiction-Phantasien des Fortschritts. Die Idee, dass etwas auch realisiert werden kann, wenn wir es uns vorstellen können. Also, bei bei mir ist jeder willkommen, der erklärt, dass er so etwas kann – vorausgesetzt er kann mir ein funktionierendes Beispiel eines Perpetum Mobilepräsentieren.

Dmitry Orlov: die Standards der Leute in diesem Raum sind vielleicht etwas außerirdisch. Wir wollen tatsächlich, dass die Dinge funktionieren. Was die meisten Menschen wollen, ist sich besser zu fühlen. Um Ihnen ein gutes Beispiel zu geben: Auf dem Dach der Stadthalle von Boston befindet sich ein kleines Windrad, das Bürgermeister Menino dort hat montieren lassen. Es ist grün und produziert grüne Energie. Genug grüne Energie, um einen kleinen Ventilator auf dem Schreibtisch von Bürgermeister Menino zu betreiben. Das gibt ihm ein besseres Gefühl. Er kann damit sagen “Seht es funktioniert! Grüne Energie funktioniert!”

John Michael Greer: [12:15]  Wenn die Leute über grüne Energie reden  frage ich mich, ob man auf die Drähte sehen und beobachten kann,  wie sie grün glühen.

Kevin Lynn:  Nun, für mich selbstredend. Ich bin heute mit dem Fahrrad hingekommen. Ich fahre wirklich viel Fahrrad. Das einzige Auto, das ich habe ist das Betriebsfahrzeug, das ich für die Filmherstellung nutze. Ich habe einfach mein Leben so arrangiert, dass ich kein Auto brauche. Ich habe das hier in Lancaster so gemacht, aber ich habe es ebenso in Los Angeles getan. Das Pendeln mit dem Auto wurde so uninteressant, dass ich einfach die Notwendigkeit sah, es zulassen.

John Michael Greer: [12:52]  Du hast die Ketzerei, die Blasphemie ausgesprochen, die äußerste Abtrünnigkeit vom Glauben  in Bezug auf den amerikanischen Traum.  Du hast Deinen Lebensstil geändert. Nun, niemand möchte seinen Lebensstil ändern. Das Universum hat sich zu ändern, damit wir unsere extravaganten Gewohnheiten beibehalten können.

John Howard Kunstler: [13:09]  Nun, erinnern wir uns daran, dass wir eine Menge versenkte Kosten in all der Infrastruktur, Ausrüstung und Hilfsmitteln [Einwurf  Frank Morris “und Arbeitsplätzen”] haben … ((Kunstler vertritt die These  der Psychologie der vorangegangenen Investitionen, die Menschen und Organisationen oft an grundlegenden Änderungen hindert, obwohl eigentlich klar ist, dass ein Weiter-wie-bisher eigentlich unvernünftig ist.))

Die Diskussion geht hier dann noch kurz darum, dass man eigentlich zu einem Lebensstil zurück müsse, in dem Autos nicht mehr nötig sind und dass man eine Stadt und Gemeindplanung braucht, in der der Individualverkehr weitgehend zufuß erfolgen kann (walkable comunitys). Greer beschließt die wegen der beginnenden Podiumsdiskussion dann abgebrochene Sitzung mit dem Statement, dass gerade auch in diesem Punkt zwischen  Sagen und Tun oft ein erheblicher Unterschied sei, weil man das Leben mit dem Auto nicht aufgeben möchte].

Die ganze Diskussion scheint mir auch mit Blick auf Deutschland und da gerade auch auf ländliche Gebiete wie die Eifel interessant, die heute extrem von der Verfügbarkeit von Autos abhängen. Wie stellt man sich das Leben in der Eifel und anderen Mittelgebirgsregionen Deutschlands in Zukunft vor, wenn man sich von dem naiven Wunschdenken und Fortschrittsglauben frei macht?

Zum Thema Wunschdenken und Techno-Schlaraffenland, hatte ich schon am Ende von Donald Trumps Rede vor dem Kongress und die Lehren der Geschichte drauf hingewiesen, dass gerade die Deutschen mit den zwei verlorenen, gerade auch auf deutscher Seite von extremem Wunschdenken und Technikgläubigkeit geprägten und dann vor allem wegen Zeit und vor allem Ressourcenmangel am Ende krachend verlorenen Weltkriegen, eigentlich vernünftiger sein sollten, als sie es heute sind.

Kelberg, den 14. Mai 2017

Christoph Becker

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4 Gedanken zu „Elektroautos und fröhliches Autofahren“

  1. Du kennst auch KMO und den C-Realm Podcast? Schön – habe dort viele Anregungen mitgenommen 🙂

    Zum übersetzten Interview: Ich fand das Interview von/mit KMO besser als die anschliessende Podiumsdiskussion, die für die welche Martenson, Kunstler, Greer & Co. verfolgen nicht viel neues gebracht hat.

    Bisher waren sie ja alle einsame Mahner… ich verfolge Sie seit ca. 2008/9, stimme Ihnen in Ihrer Grundkritik zu – jedoch ist alles bis jetzt schon wieder 10 Jahre weiter gegangen…. zwar bröckelt der Putz überall… wenn man weiß wo zu schauen ist – die grundsätzliche Illusion scheint aber bis jetzt zu halten.

    So bin ich gespannt ob es noch mal 5-10 Jahre weiter geht… und welcher von Ihnen als erstes die Lust verliert bzw. aussteigt & sich zurückzieht. Weil die mentale Belastung bei der Beschäftigung mit diesen Themen ist aus meiner (retroperspektiven) Sicht nicht zu unterschätzen.

    1. Bei KMO und C-Realm habe ich noch nicht viel gelesen. Sollte ich wohl nachholen. Ich kannte die noch nicht.
      An der Podiumsdiskussion fand ich auch nicht viel neues, aber es war der Reiz die vier auf einmal zusammen zu haben.
      Greer beendet seinen Blog The Archdruid Report, veröffentlicht den Inhalt über einen Verlag und wird sich dann auf die Synthese von Ökologie und Religion konzentrieren. Ich bin gespannt.
      http://thearchdruidreport.blogspot.de/2017/05/a-brief-announcement.html

      1. @cb

        Bei KMO (https://c-realm.com/) gibts primär die Podcasts – die aktuellen finde ich nicht ganz so gut, früher war etwas mehr im Kontext der Limits dabei. Leider hat sein Hoster gewechselt, so das viele der alten (freien) Podcasts nun nicht mehr verfügbar sind. AKtuell ist

        Er hat auch einen Bezahlbereich (Vault) in dem er einen wöchentlichen Podcast hat und wovon er seine Existenz + Spenden bestreitet. Da findet sich auch sehr viel cooles Material.

        Viele auch im Bereich alternative Lebensweisen, Farming / Permakultur (hat selber mal ein paar Jahre auf einem alternativen landw. Betrieb zugebracht), Spiritualität, Peak*-Themen, Themen zum Arbeit in der Zukunft in Anbetracht der Automatisierung (technological unemployment), Buchbesprechungen (letztens Theodore Kaczynski), etc. pp. – ziemlich cooler mix, der sich auch mit vielem Überschneidet über das Du hier schreibst.

        Ich finde KMO sehr reflektiert – der ist eben auch schon durch die ganzen Themen gegangen und hat viel hinter sich. Seine Podcasts zeigen mir oft neue Blickwinkel & Aspekte auf 🙂

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