Wie Journalismus funktioniert

Direkter Anlass für diesen Artikel war ein Interview mit der studierten Journalistin und WDR-Whistleblowerin Claudia Zimmermann, das am 10. August 2017 auf der deutschen Internetseite von RussiaToday veröffentlicht wurde. Über ein aktuelles Beispiel von der lausigen Qualität lokaler „Qualitätsmedien“ kam ich dann zu Putins überraschender Sicht der Ursachen des 2. Weltkrieges, zu seinem Vorschlag zum Umgang mit der Geschichte, zu einem beispielhaften Meisterwerk journalistischer Arbeit durch einen pensionierten Generalmajor der BW und zu einer anderen Sicht über die mögliche Intention hinter RussiaToday.Wer sich wundert, warum die Nachrichten von Fernsehen und Rundfunk, aber auch von früher seriösen, renommierten  deutschen Zeitungen, heute eher so sind, wie sie sind, könnte das im Folgenden eingebundene Interview sehr informativ finden. Ich persönlich  habe durch das Interview jedenfalls viel dazu gelernt. Vor 40 Jahren hätte ich so eine Dreistigkeit, Manipulation und Zensur wie sie heute bei öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der BRD und bei anderen deutschen „Qualitätsmedien“ üblich zu sein scheint, nur bei der Prawda, Radio Moskau oder beim DDR-Rundfunk und DDR-Zeitungen erwartet. Die Zeiten haben sich aber geändert und, wie man weiter unten an dem Zitat von John M. Greer sieht, nicht nur in der BRD.

Der Link zu dem Artikel mit dem Interview auf der Webseite von deutsch.rt.com ist:  https://deutsch.rt.com/inland/55476-exklusiv-wdr-journalistin-regierungsfreundliche-berichterstattung/ . Das Interview

Mit lokalen „Qualitätsmedien“ hatte ich in der vergangenen Woche die folgende Erfahrung:

Die AfD hatte am Freitag den 4. August 2017 im Rondell in  Gerolstein die Auftaktveranstaltung ihres Landesverbandes Rheinland-Pfalz für den Bundestagswahlkampf abgehalten.

Eine Gegenveranstaltung der „Demokraten“ aller im Kreistag vertretenen Parteien und einiger Vereine durfte natürlich nicht fehlen. Mich hatte allerdings erst die massive Werbung für diese Gegenveranstaltung unter dem Motto „Die Eifel bleibt bunt“ genügend auf die AfD-Veranstaltung aufmerksam  gemacht und hinreichend zu deren Besuch motiviert. D.h., faktisch haben unsere „Demokraten“ erfolgreich Werbung für die AfD-gemacht.

Interessant ist nun die Berichterstattung, zunächst im Trierischen Volksfreund :  http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/gerolstein/aktuell/Heute-in-der-Gerolsteiner-Zeitung-AfD-in-Gerolstein-Bunter-Protest-bei-deutschem-Kartoffelsalat-Fotos;art8068,4684180

Zitat:

Etwas mehr als eine Stunde dauert die AfD-Veranstaltung, die Gäste auf dem Vorplatz haben einen längeren Atem, aber auch dort ist kurz nach 21 Uhr aufräumen angesagt. Die Polizei kann abrücken- keine besonderen Vorkommnisse.

Dieses Zitat fand sich auch in der Eifelzeitung und es findet sich auf der oben verlinkten Seite des Forum1welt.de zu der Gegenveranstaltung.

Die Wahrheit war nun aber, dass die AfD-Veranstaltung, die um 19 Uhr anfangen sollte, etwa nach 19:15  Uhr begann und um 22:15, als ich gegangen bin, weil mein Frau zu müde war, um sich die Zuschauerfragen noch alle anzuhören, noch immer nicht zu Ende war.  Die Rede der AfD-Spitzenkandidatin, Frau Alice Weidel hatte alleine über eine Stunde, von etwa von 21 bis nach 22 Uhr gedauert. Als wir um 22:15 gingen, haben wir uns gewundert und gescherzt, dass der Platz vor dem Rondell schon leer und abgeräumt war, bzw. dass  die Gegendemonstranten  so wenig Ausdauer gehabt hatten.

Die Berichterstattung des Trierischen Volksfreundes, der Eifelzeitung und auch auf der Seite Forum1Welt zeigt, dass von denen keiner die wirklich sehr interessante AfD-Veranstaltung besucht hat und dass sie oberflächlich genug waren, die Zigaretten- und Toilettenpause der AfD-Veranstaltung für deren  deren Ende zu halten.

Die AfD-Veranstaltung hatte mit Pause jedenfalls mindestens dreimal so lange gedauert wie die „Qualitätsmedien“ berichtet haben.

An dieser Stelle muss ich fairer Weise anmerken, dass der Trierische Volksfreund mir inzwischen geschrieben hat, dass er meinen Leserbrief in dieser Sache veröffentlichen will.

Vor einiger Zeit wurde mir von der Vergewaltigung einer 15-jährigen Schülerin in Mayen durch einen Flüchtling berichtet. Das Mädchen sei auf dem Weg vom Zahnarzt nach Hause vergewaltigt worden.  Ich habe damals immer wieder in den lokalen Medien nachgesehen, ob von diesem Fall berichtet würde. Der Fall wurde offenbar totgeschwiegen. Im Internet fand ich Berichte von ähnlichen Fällen in anderen Gegenden Deutschlands.  Es waren alles „Einzelfälle“, die nicht der Rede wert waren, obwohl z.B. die Fahrerflucht eines Rentners auf einem Parkplatz und andere Kleinigkeiten sehr wohl berichtenswert sein können. Ob die Vergewaltigung eines Flüchtlingsmädchens durch einen blonden Glatzkopf mit Springerstiefeln, NPD-Parteiabzeichen usw. auch als nicht der Rede werter Einzelfall verschwiegen worden wäre?

Hier zwei Links auf aktuelle Beispiele der Qualität der „Qualitätsmedien“ (andere Bezeichnungen sind  Lügenpresse oder Lückenpresse) die die Junge Freiheit recherchiert hatte:

Lügenpresse-Vorwurf: Zwei Versionen einer Spuckattacke, von Thorsten Brückner auf der Internetseite der Jungenfreiheit am 14. August 2017.  Wie die Junge Freiheit herausfand, hatte hier ein Nachrichtenportal eine Lokalen „Qualitätszeitung“ in Franken wesentliche Fakten verschwiegen. Laut Polizeibericht hatte ein „25jähriger Mann aus Casablanca“ (Morokko, Nordafrika)  der jungen Frau Avancen gemacht. „Da sie das aufdringliche Werben des Mannes nicht erhörte und ihn bat, sie in Ruhe zu lassen, spuckte er ihr eine große Menge Speichel direkt ins Gesicht.“ Gegen die herbeigerufene Polizei leistete der Mann Widerstand und wurde festgenommen.

Das Nachrichtenportal inFranken.de hatte dagegen nur berichtet:

Ein 25-Jähriger hat in der Nacht von Samstag auf Sonntag einer Frau in Bamberg ins Gesicht gespuckt und dann randaliert.

Die Herkunft des Täters und die aufdringlichen Annäherungsversuche waren verschwiegen worden.

Fake-News: „C-Star in Seenot“ Verfrühte Schadenfreude, von Michael Paulwitz in der Jungen Freiheit vom 14. August 2014.  Die „Qualitätsmedien“ hatten berichtet, das Schiff der angeblich „rechtextremen“ im Mittelmeer sei in Seenot und die Leute hätten von Flüchtlingshelfern gerettet werden müssen. In Wahrheit hatte die C-Star wegen einer kleinen Reparatur die Maschine abgeschaltet und zur Sicherheit von in der Nähe befindlichen Schiffen ordnungsgemäß gefunkt, dass sie manövrierunfähig sei – wie das bei abgeschaltet Maschine nun mal ist. In meiner Seefahrzeit haben wir öfters mal für ein paar Minuten oder auch mal für etwas länger die Maschine abgeschaltet. Z.B. für einen Wechsel eines Einspritzventils. In wirklicher Seenot ist ein Schiff wegen gestoppter Maschine erst, wenn es auf ein Riff oder eine Küste zu treibt und nicht mehr verhindern kann, dass es auf Grund läuft.

Aber nicht nur Deutschland ist das so. Ich zitiere hier aus dem Interview  von Chris Martenson mit John M. Greer, das ich in Der Gott des technischen Fortschritts könnte tot sein im September 2015  übersetzt habe:

Chris Martenson: Dies war eine faszinierende Unterhaltung. …… Es geht wirklich um psychologische Dinge. Es hat mit Verneinung zu tun. Es hat mit der Unfähigkeit zu tun, Fakten zu akzeptieren. Es hat mit dem Wunsch zu tun, sich an Erzählungen zu klammern, die nicht funktionieren, aber das ist so viel einfacher, als mit einer eigenen hervorzukommen. Nebenbei bemerkt, gibt es in diesem Land eine Menge Programmierung, die die Leute überzeugt, dass es gewissermaßen unpassend ist über Dinge zu reden, solange diese nicht vom Staat vorab genehmigt wurden.

John: Ja, natürlich. [1:00:34.1]

Chris Martenson: Es ist bis zum heutigen Tage  unpassend, irgendetwas zu erwähnen, was mit Kennedy passiert sein könnte, auch wenn wenn man sieht, dass er auf dem Film direkt von vorne erschossen wurde. Das wird noch immer irgendwie etwas gereizt von den Leuten angesehen. Ich bin wie, Mann, es war vor 50 Jahren und es war auf dem Film. Was soll ich machen? Er wurde von vorne erschossen. Ich kann nichts daran ändern. Ich bin Wissenschaftler. Kraft ist gleich Masse mal Beschleunigung. Dennoch ist es noch immer nicht in Ordnung, darüber zu sprechen.

John: Es ist tatsächlich verstärkt so – dies traf mich zuerst mit den Veränderungen in den Medien seit dem die Berliner Mauer fiel. In diesem Moment oder einige Momente danach kam ich zu der Feststellung, dass alle diese Typen, die bisher für die Prawda und verschiedene andere kommunistische Organe Propaganda produziert haben, alle angefangen haben, bei den US-amerikanischen Medien zu arbeiten. Wenn du Faux-News oder einen der Pseudonachrichten Sender auf der anderen Seite des Spektrums siehst, es ist so propagandistisch. Da sind so viele Möglichkeiten, auf die unsere amerikanische Gesellschaft zunehmend eine nicht demokratische und eine autokratische Gesellschaft wird, in der du vorsichtig im Bezug auf das sein musst, was du sagst. Wir sprechen nicht darüber. Das ist eines dieser Dinge.[1:01:53.2]

Wir haben es also nicht nur mit einem deutschen Phänomen zu tun. Zu dem offenbar den gesamten Westen erfassenden Phänomen siehe auch das Interview des australischen Politologen Dr. Frank Salter mit dem schwedischen Journalisten Henrik Palmgren, das ich im August 2015 übersetzt habe: Krieg gegen die menschliche Natur.

Als Fortsetzung zu dem Interview von Chris Martenson mit John M. Greer hatte ich im Oktober 2015, nach der Lektüre von Greers Buch  After Progress: Reason and Religion at the End of the Industrial Age (dt. Nach dem Fortschritt: Vernunft und Religion am Ende des Industriezeitalters) den Blogartikel Nach dem Fortschritt verfasst dessen Folge dann, später die Lektüre von Dark Age America – Climate Change, Cultural Collapse and the Hard Future ahead (dt. Dunkles Zeitalter Amerika – Klimawandel, kultureller Kollaps und die Harte Zukunft voraus) der Blogartikel In der Folge der industriellen Zivilisation war, für den ich u.a. das erste Kapitel jenes Buches übersetzt habe. Der in Dark Age America beschriebene, verzweifelte Kampf der „Eliten“ gegen den Abstieg ist sicher auch ein Grund für die Manipulation der Medien. Greer schreibt sogar, dass letztlich alle etablierten Institutionen, also z.B. auch Universitäten und die Amtskirchen dabei von den Eliten einspannt und korrumpiert werden. Ein Folge davon ist dann, dass diese Institutionen zusammen mit den „Eliten“  ihr Ansehen verlieren.

Bei den Recherchen zu diesem Blogbeitrag fand ich dann zwei wohl nicht nur mein Weltbild in Sachen Vorgeschichte des 2. Weltkrieges erschütternde Reden, die beide zugleich auch unsere „Qualitätsmedien“ und Institutionen in Frage stellen:

  • Generalmajor a.D. Gerd Schultze-Rhonhof – Der Krieg der viele Väter hatte – 7. AZK 29.10.2011.  Ein pensionierte General zeigt und und Autor mehrerer Bücher, darunter Der Krieg der viele Väter hatte: Der lange Anlauf zum 2. Weltkrieg,  erklärt, wie Journalismus funktionieren sollte. Diesen Vortrag über die Vorgeschichte des 2. Weltkrieges sollte eigentlich jeder Deutsche irgendwann ab der 9.  Klasse einmal gehört haben. Fazit ist, dass am Zustandekommen des 2. Weltrkrieges neben Deutschland insbesondere auch Polen, Großbritannien, Frankreich und  die USA schuld waren. Die UdSSR ist in diesem Zusammenhang noch ein spezieller Fall, wie die Bücher Kampfplatz Deutschland: Stalins Kriegspläne gegen den Westen von Bogdan Musial und Stalins verhinderter Erstschlag: Hitler erstickt die Weltrevolution von Viktor Suworow zeigen. Besonders beunruhigend an dem Vortrag fand ich was Schulze-Rohnhof über das Verhalten und Vorgehen Polens in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen berichtete. Alleine vor diesem Hintergrund kann die EU schon nicht funktionieren. Und dann erklärte auch noch George Friedman in seinem Vortrag vor Offizieren der US-Navy 2017 McCain Conference 2017 Keynote – Dr. George Friedman, dass Polen nach dem seiner Meinung nach zu erwartenden Zerfall Russlands und Deutschlands zur dominierenden Macht in Mitteleuropa werden würde – während die Türkei wieder wie im Mittelalter zur dominierenden Macht des Mittelmeerraumes und des Orients würde.

  • Polen ist mit schuld am 2. Weltkrieg – Wladimir Putin . Es handelt sich um Redeausschnitte anlässlich einer Feierlichkeit am 1. September 2009, bei der mit Staatsgästen aus 30 Ländern dem Beginn des 2. Weltkrieges gedacht wurde. Darin enthalten ist auch ein Redeausschnitt der deutschen Bundeskanzlerin Merkel.  Der Erklärung Putins ist sehr bemerkenswert. Sie zeigt, dass er sich – im Gegensatz zur deutschen Bundeskanzlerin Merkel – ernsthaft mit der Vorgeschichte des 2. Weltkrieges befasst hat und sich um ein objektives, auf Fakten basiertes Geschichtsbild bemüht. Er schlägt vor, die Geschichte unpolitisch zu analysieren und verstehen zu lernen, weil man nur so gegenseitiges Verständnis und Vertrauen schaffen könne.

Die oben verlinkte Doku mit den Redeausschnitten Putins zur Vorgeschichte des 2. Weltkrieges und sein Vorschlag zur objektiven und unpolitischen, auf Fakten basierten Analyse der Geschichte lässt Russlands Staatssender RussiaToday in einem anderen Licht erscheinen:

Wenn man sich RussiaToday genau ansieht fällt auf, dass dort insbesondere auch viele sehr renomierte und sich sehr um guten Journalismus bemühenden amerikanische Journalisten wie z.B. Larry King, Peter Lavelle, Chris HedgesThom Hartmann, Ed Schulz  und Max Kaiser  beschäftigt sind und eigene Shows haben. Auch die Shows von Sophie Co und Oksana Boyco und den anderen sind bemerkenswert.

RussiaToday ist jedenfalls ganz klar NICHT der Propagandasender, als den ihn westliche Medien darstellen. Es ist vielmehr ein sehr erstaunlicher Versuch, seriösen Journalismus zu ermöglichen, wie er früher für viele westliche Medien üblich war.

Warum machen die Russen unter Putin das?

Bisher habe ich gedacht die machen dass, um Vertrauen zu gewinnen, um dies dann wenn sie mal wirklich etwas Propaganda brauchen, zu missbrauchen.

Das sehe ich jetzt u.a. wegen der oben verlinkten Rede Putins in Danzig am 1. September 2009 und auch vor dem Hintergrund der Vorlesungsreihe des kanadischen Psychologieprofessors Jordan Peterson über die psychologischen und evolutionsgeschichtlichen Hintergründe der Bibel etwas anders:

Die Wahrheit herauszufinden, zu kennen und darüber zu diskutieren ist absolut essentiell, wenn man Probleme erkennen und beheben will.

Die UdSSR und auch die DDR sind genauso wie Hitler trotz Propaganda kläglich gescheitert. Propaganda kann also einen Kollaps des Staates nicht verhindern. Propaganda ist, genauso wie „Politische Korrektheit“  im Grunde ein Versuch der Herrschenden, Fehler und Missstände zu verschleiern und schön zu reden. Das gilt auch für Parteiverbote und für die Behinderung und Ächtung von Parteien, wie sie derzeit in Deutschland die AfD und die NPD erleben.

Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, guter Journalismus und auch eine unbequeme Opposition verbessern grundsätzlich die Fähigkeit einer Gesellschaft  Fehlentwicklungen zu erkennen. Freie Diskussionen und vielfältige Darstellung von Meinungen verbessern die Fähigkeit einer Gesellschaft rechtzeitig Problemlösungen zu finden.

Putin und seine Leute werden den Zusammenbruch der UdSSR sicherlich gut analysiert haben und sie sind mit Sicherheit zu intelligent, um die für den Zusammenbruch ursächlichen Fehler wiederholen zu wollen.

RussiaToday kann man vor diesem Hintergrund als  Versuch sehen, ganz offen nach Fakten und Fehlentwicklungen zu suchen und diese zu diskutieren.

Wie die Popaganda nach 1989 die westlichen Medien ergriff

Propaganda und Politische Korrektheit sind dagegen Zeichen der Arroganz, Inkompetenz und Bequemlichkeit der „Eliten“. John M. Greers Beobachtung, dass 1989 nach dem Fall der Berliner Mauer die Propagandaspezialisten Moskaus zu den Medien der USA gewechselt sind, macht vor diesem Hintergrund Sinn: Der Westen hatte materiell den kalten Krieg gewonnen und die USA waren zur unangefochtenen Weltmacht geworden. Damit glaubte und glaubt man nun im Westen sich Arroganz, Inkompetenz und Bequemlichkeit der „Eliten“ leisten und die damit mögliche Ruhe und Denkfaulheit genießen zu können. Allerdings ist es auch so, dass der Westen den kalten Krieg intellektuell verloren hat und von den Kulturmarxisten übernommen wurde, wie der australische Politologe Dr. Frank Salter in seinem Interview mit den schwedischen Journalisten Henrik Palmgren erklärt ( Krieg gegen die Menschliche Natur )

Ein schönes, passendes Beispiel hierzu ist der Artikel Vorwurf Volksverhetzung – Bei Nebenwirkungen schließen sie die Augen oder rufen den Staatsanwalt von Felix Krautkrämer auf der Internetseite der Jungen Freiheit am 14. August 2017.  Weil er die Wahrheit in dem Info-Faltblatt der Jungen Freiheit zur Asylkrise unerträglich findet hat ein Bundestagskandidat der Grünen Strafanzeige gestellt.

Der Gipfel des Wahnsinns politischer Korrektheit

Den Gipfel der möglichen Verrücktheit von Gesetzgeber und Justiz in Sachen „Volksverhetzung“ hatte seinerzeit die UdSSR erreicht, wie der Jordan Peterson in Teil 5 seiner Bibelserie, ab Position [32:57] erklärt ( Biblical Series V: Cain and Abel: The Hostile Brothers ): Wie Solschenizyn in seiner Beschreibung der Pathologie des Sowjetsystems beschrieben habe, sei deren Gipfel erreicht worden, als es illegal wurde  zu sagen, dass es einem aktuell nicht gut gehe. Dieses Sahnehäubchen des Wahnsinns politischer Korrektheit ist in Deutschland noch nicht erreicht, aber die Tendenz in diese Richtung ist klar erkennbar.

Wie RussiaToday zeigt, scheinen dagegen  Putin und seinen Leute aus der Geschichte gelernt zu haben investieren in guten Journalismus.

Nachdem ich mit diesem Blogbeitrag eigentlich fertig war, habe ich noch etwas mit „Jordan Peterson Truth“ auf youtube gesucht. Dabei fand ich unter anderem den folgenden Beitrag  „Tell the TRUTH!“ Jordan Peterson. Die Essenz ist, dass man zwar seine Worte abwägen, aber doch aufstehen und die Wahrheit sagen sollte. Die Wahrheit sei der Eckstein der Gesellschaft. Wer ( wie z.B. die Journalisten  unserer Lügenpresse und die vielen Mitläufer) schweigt oder lügt, der ist ein elender, verachtenswerter Wurm und Unfreier, den seine Lügen, seine Feigheit und sein Verschweigen der Wahrheit für den Rest seines Lebens verfolgen werden und der keine Selbstachtung hat. Die Welt könne man mit der Wahrheit verbessern. Wahrheit sei das, was die Welt erlöst und wir hätten in den letzten 100 Jahren reichlich Hölle erlebt, aber nichts daraus gelernt.

Journalisten und auch ängstlich buckelnden und in der Herde Beifall klatschenden Parteimitglieder kann ich, soweit sie genug Englisch verstehen sehr empfehlen, Jordan Petersons „Tell the TRUTH!“ Jordan Peterson in vollständig an zu hören. Peterson ist nicht nur Psychologieprofessor, sondern auch ein sehr erfahrener klinischer Psychologe. Wenn so jemand sagt, dass Lügen und das Verschweigen der Wahrheit auf Dauer nicht nur der Gesellschaft, sondern auch ihrem Wohlbefinden und ihrer psychischen Gesundheit sehr schadet, ist das zumindest etwas, worüber hin und wieder nachzudenken sich lohnen könnte.

Kelberg, 16. August 2017

Christoph Becker

 

 

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