Können wir wirklich unsere Böden regenerieren?

Im Januar 2017 erschien in der Zeitschrift Graze der im Folgenden ins Deutsche übersetzte  Artikel des amerikanischen Farmers Gabe Brown, mit dem Titel Can we really regenerate our soils? (dt.: Können wir wirklich unsere Böden regenerieren?) und dem Untertitel This grazing and cover crop system is producing some impressive numbers (dt.: Dieses Weide- und Zwischenfruchtsystem produziert einige eindrucksvolle Zahlen).Link auf den Originalartikel: www.grazeonline.com/canweregeneratesoils

*********   Beginn der Übersetzung   *********

Telefongespräche, E-Mails und selbst einige altmodische Briefe – alle sagen dasselbe. Wenn ich auf der Reise bin und Präsentationen bei Konferenzen und Workshops durchführe, dann kommt immer wieder diese Behauptung vor.

Wenn ich nur einen Dollar für die Anzahl der Gelegenheiten hätte, bei denen mir die Menschen gesagt haben, „Gabe, du verstehst einfach nicht dass unsere Böden nicht so sind wie deine.“ Ich habe gelernt geduldig zuzuhören (o. k. manchmal nicht so geduldig) während mir die Leute all die Gründe erzählen, warum meine Böden produktiv sind und ihre nicht.

Wenn Sie fertig sind, dann frage ich sie welche Vorstellungen sie davon haben, wie ihr Land, aussah bevor die Europäer es besiedelten. Nun daraufhin begengnet mir gewöhnlich ein verwunderter Blick.

Mein Punkt ist dies: wie kann es sein, dass diese Ländereien einst gesunde, funktionierende Ökosysteme waren? Was änderte sich zwischen damals und jetzt? Könnte es sein, dass wir der Grund dafür sind, dass unser Land nicht mehr so produktiv ist wie es einstmals war? Könnte es sein, dass wir der Grund dafür sind das unsere Böden nicht mehr ordentlich funktionieren?

Wir haben auf unserer Ranch viele Besucher, mehr als 2100 alleine im letzten Sommer. Ich denke die meisten kommen, weil sie ein Wundermittel wünschen. Was wir Ihnen zeigen, ist einfach nur wie sie die Prinzipien der Natur zu ihrem Vorteil nutzen können.

Ich möchte zum Beispiel die Unterschiede zwischen dem Boden auf unserer Ranch und dem benachbarter Betriebe zeigen. Alle haben denselben Bodentyp.

Die folgende Tabelle zeigt die Resultate für vier Betriebe in meiner Nachbarschaft. Der als “Bio” (engl. “organic”) bezeichnete, ist genau das – ein Biobetrieb mit großer Vielfalt des Erntesystems. Der Betreiber baut Frühjahrsweizen, Gerste, Hafer, Mais, Sonnenblumen, Erbsen, Sojabohnen, trockene essbare Bohnen und Luzerne an. Natürliche, organische Dünger werden verwendet. Auf diesem Ackerland ist keine Tierhaltung integriert.

Betriebsart N kg/ha P kg/ha (ppm) K kg/hg (ppm)  WEOC
Biobetrieb 2 175 (9) 106 (14) 233
keine Bodenbearbeitung, geringe Vielfalt 30 273 (14) 152 (19) 239
keine Bodenbearbeitung, mittlere Vielfalt, viel Synthetik 41 242(12) 223 (28) 262
keine Bodenbearbeitung, große Vielfalt, kein Dünger, keine Synthetik, Viehhaltung integriert 314 1126 (56) 1967 (250) 1095

Anmerkung:Gabe Brown, dessen Ranch in der unteren Zeile gezeigt wird, stellte einen Bodentest aus dem Jahr 2007 für seine Ranch zur Verfügung der folgende Resultate zeigte: N – 11,2 kg/ha. In den oberen 61 cm; P (Olsen Test) – 6 ppm; K – 303 ppm. Gabe sagt das er auf seiner eigenen Ranch seit 2007 keinen Dünger benutzt. Die ppm sind eine Gaze Umrechnung (mit mithilfe von Gene Schriefer, Universität Wisconsin – Ausseninstitut) von den Original lbs. Daten, die im Bodentest aufgelistet werden.

Im “keine Bodenbearbeitung, geringe Diversität” -Betrieb pflanzt der Betreiber nur Flachs und Frühjahrsweizen in einer Fruchtfolge. Wasserfreies Ammoniak (= Stickstoffdünger) wird verwendet und auf dem Land wird kein Vieh gehalten. Die Ernteerträge liegen über dem Durchschnitt der Gegend.

Die dritte Zeile ist „keine Bodenbearbeitung, mittlere Diversität, viel synthetischer“ Dünger. Diese Farm baut Mais, Gerste, Sonnenblumen, Frühjahrsweizen und Sojabohnen an. Sie arbeitet seit fast 20 Jahren ohne Bodenbearbeitung. Die Erträge sind hoch, aber es werden große Mengen Kunstdünger verwendet, um diese Erträge zu erzielen. Außerdem werden Fungizide, Pestizide und Zusätze angewendet. Rinder dürfen auf dieser Farm nicht grasen.

Brown’s Ranch ist der vierte der aufgeführten Betriebe. Wir haben seit 1993 keine Bodenbearbeitung durchgeführt. Wir bauen folgende Marktfrüchte an: Mais, Frühjahrsweizen, Gerste, Hafer, Erbsen, Getreideroggen, Winter Triticale und haarige Wicke. Alle Felder haben jährlich eine Zwischenfrucht (engl. cover crop, daher auch als Deckfrucht zu übersetzen) – entweder vor während oder nach der für den Verkauf bestimmten Anbaufrucht.

Wir haben seit 2007 keinen Kunstdünger verwendet und wir verwenden keinen anderen gekauften Dünger, Komposttee oder Bodenzusätze. Wir machen eine kleine Menge Kompost, der für unsere Gärten verwendet wird.

Viehhaltung ist in unser Ackerland voll integriert. Mutter Kuh/Kalb Paare, Stocker (junge Rinder oder Bullenkälber, die man dazu kauft, um die Weide besser zu nutzen), Rinder und Bullen für die Grasmast, Schafe, Schweine, Legehennen und Bienen – alle sind überall auf der Ranch integriert.

Nun betrachte man die Bodentests. Diese Tests wurden von Dr. Rick Haney vom USDA Agricultural Research Service in Temple, Texas, durchgeführt. Die ersten drei Spalten zeigen die Menge Stickstoff, Phosphor und Kalium in Kilogramm pro ha (Anm.: umgerechnet aus lbs / acre, Umrechnungsfaktor = 0,453 * 2,47 = 1,1189).

Die letzte Spalte zeigt den Wasser extrahierbaren organischen Kohlenstoffgehalt (Water Extractable Organic Carbon = WEOC), in Teilen pro Million. WEOC ist das Nahrungsmittel, das die Bodenorganismen essen. Wenn man einen Boden mit hohem WEOC hat, hat er die Fähigkeit, eine große Menge Nährstoffe in Umlauf zu halten.

Man beachte wie, viel mehr Nährstoffe meine Böden im Umlauf haben.

Jahrelang wurde mir gesagt, dass mein System zusammenbrechen würde, weil mir der Phosphor, das Kalium und andere Nährstoffe ausgehen würden. Ich wusste, dass das nicht passieren würde, weil ich wusste wie der Boden funktioniert. Ich regenerierte meine Böden, indem ich mich einfach nach den Prinzipien der Natur richtete.

Ich finde es sehr interessant, dass die Unterschiede zwischen den Resultaten der ersten drei Farmen sehr gering sind. Man sieht, diese Farmen beachten diese Prinzipien nicht. Sie behandeln ihre Farmen nicht als Ökosysteme.

Das wunderbare an diesen Prinzipien ist, dass sie überall in der Welt funktionieren, wo es eine produzierende Landwirtschaft gibt.

Kürzlich kam ich von einer Reise nach Australien zurück, wo ich das Glück hatte, Zeit mit Collin Seis auf seiner Ranch in Neusüdwales zu verbringen. Collin hat die Kunst des “pasture cropping”   perfektioniert – die darin besteht einjährige Pflanzen in mehrjährige Weiden zu säen.

Meiner Meinung nach ist dies das ultimative System. Seine sehr vielfältigen (50-60 Arten), wärmeliebenden, mit  mehrjährigen Pflanzen bewachsenen Weiden (warm season pastures) werden während der Wachstumsperiode mit Schaafen beweidet. Wenn die wärmeliebenden Arten in die Winterruhe gehen, sät Collin bodenbearbeitungslos (mit einer Direktsaatsmaschine) eine Kälte liebende Marktfrucht oder eine Futterfrucht ein. Diese Kälte liebenden einjährigen Pflanzen wachsen und werden entweder abgeweidet oder als Getreide geerntet. Wenn es soweit ist, beginnen die wärmeliebenden, mehrjährigen Pflanzen aus ihrem Winterschlaf zu erwachen und bieten eine lebende Bedeckung.

Collins Böden reagierten in der Weise, dass die verfügbaren Nährstoffniveaus über die letzten 15 Jahre signifikant gestiegen sind. Diese Anstiege werden in der folgenden Tabelle gezeigt.

Kohlenstoff 200 % Silizium 116 %
Wasserspeicherkapzität 200 % + Stickstoff 103 %
Kalzium 234 % Phosphor 102 %
Magnesium 110 % Kalium 198 %
Zink 250 % Schwefel 92 %
Kupfer 185 % Eisen 87 %
Bor 150 %

Collins Resultate, genauso wie die meiner Ranch, sind einfach nur das Resultat der Beachtung der Prinzipien der Natur.

Man betrachte nun die folgenden Fotos. Was man sieht ist Sand. Aber warum sind die oberen 30 % des Bodens so dunkel? Die Antwort ist natürlich: Kohlenstoff!Aber wie kommt der Kohlenstoff dahin? Die Antwort darauf ist: durch Pflanzen. Lebende Pflanzen, um genau zu sein.

Pflanzen nehmen Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf. Durch Fotosynthese wird dieses Kohlendioxid in flüssigen Kohlenstoff verwandelt, von dem ein Anteil als Wurzelexsudat in den Boden abgegeben wird. Ein Teil des flüssigen Kohlenstoffs wird in Kohlensäure umgewandelt. Die Kohlensäure löst Felsen auf und macht die darin enthaltenen Elemente verfügbar.

So funktioniert ein gesundes Bodenökosystem. Es ist egal, ob wir über Ackerland oder Weideland sprechen. Die Funktionen sind dieselben.

Collin und ich behandeln unsere Betriebe als die Ökosysteme, die sie sind. Wir streben danach, eine  möglichst große Vielfalt an Pflanzen, Insekten und anderen Tieren zu haben.

Man sieht, der Schlüssel zur Regeneration des Bodens ist Leben! Man lasse Pflanzen wachsen. Wenn man eine Vielfalt an Pflanzen und Tieren hat, kann man seine Ressourcen regenerieren!

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Bis hier die Übersetzung von Grab Browns Artikel Can we really regenerate our soils?  in Graze, im Januar 2017.

Colin Seis ist der Farmer, dem die Hälfte der Wiese mit dem verblüffend verbesserten Mutterboden in Gleicher Boden, verschiedenes Management gehört.

Auf Gabe Brown und seine Farm hatte ich schon im September 2016 in Optimierung im Getreideanbau und Hochwasserschutz durch Integration der Mutterkuhhaltung hingewiesen.

Man beachte hier zu auch die Beispiele von Dr. Allen Williams in Abschlussvortrag der Grassfed Exchange 2016.

Sowie insbesondere mit Blick auf die Nährstoffe auch Nährstoffgehalt der Lebensmittel sinkt seit dem 2. Weltkrieg

Kelberg, den 12. Juni 2017

Christoph Becker

 

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6 Gedanken zu „Können wir wirklich unsere Böden regenerieren?“

  1. Interessant wäre es nun, wen man die angeblich 20 Pflanzen aufgezählt hätte, die also zur Bepflanzung notwendig sind. Christine Johnes erwähnt die Pflanzensorten in den Videos, die ich bisher gesehen habe, nämlich nicht konkret. 

    1. @auri,
      habe mich vor lauter Covid, Chlordioxid, Implantologie und Zahntechnik schon lange nicht mehr mit dem Thema Landwirtschaft und Böden befasst. Aber soweit ich mich erinnere gibt es da keine Patentrezepte und es gibt auch keine definierte Saatgutmischung.
      Das wesentliche aus dem Vortrag von Christine Jones, der hier wohl gemeint ist, ist, dass verschiedene Pflanzen sich gegenseitig positiv beeinflussen. Je mehr verschiedene Pflanzen man hat, je größer ist die Chance, dass man Erfolg hat. In der amerikanischen Prärie, mit ihren bei der Ankunft der weißen Siedler sehr fruchtbaren Böden, soll es einige hundert verschiedene Pflanzen gegeben haben.
      Wenn es um eine schnelle Verbesserung der Böden geht, ist die Methode von Elaine Ingham vielleicht am besten. Im Wesentlichen geht es dabei darum die Zusammensetzung und Qualität Bodenmikrobiologie qualitativ und quantitativ zu erfassen und dann gezielt mit Blick auf die gewünschten Wirtschaftspflanzen zu optimieren. Die wirtschaftlich/praktischen Möglichkeiten der Analyse und Erfassung sind aber ziemlich rudimentär. Z.B. gibt es in guten Böden wohl über 75.000 verschiedene Bakterien und über 25.000 verschieden Bodenpilze, wobei man nicht weiß welche Sorte wann wofür optimal ist. Folglich versucht man einfach eine möglichst große Vielfalt und eine möglichst große Biomasse zu erzielen, während man gleichzeitig bestimmte, mit lichtmikroskopischen Bodenanalysen ausreichend genau bestimmbare, für die gewünschten Wirtschaftspflanzen optimale Parameter und Biomassenverhältnisse anstrebt.
      Dabei versucht man lokal vorkommende Mikroorganismen gezielt in den Boden zu bringen und zu vermehren.
      Verschiedene Pflanzen sind zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Stellen für verschiedene Mikroorganismen ideal. Über Bodenpilze können zudem verschiedene Pflanzen miteinander verbunden werden und Nährstoffe austauschen. So wie ich das verstanden habe, ist das alles weit von einfachen Kochrezepten entfernt. Jedes Stück Land hat andere Probleme und Gegebenheiten. Ich denke das ist ganz ähnlich wie in der Medizin oder Zahnmedizin. Man untersucht mit verschiedenen Mitteln und Methoden, macht sich ein Bild von dem lokal vorhandenen Problem und dann überlegt man sich welche Problemlösungen man mit den Werkzeugen, Mitteln und Erfahrungen die man hat möglich sind und welche davon aktuell im konkreten Fall die beste Problemlösung bzw. der beste Behandlungsplan ist.
      Im Laufe der Zeit kommt man auch in dem konkreten Fall zu neuen Einsichten, erkennt vielleicht am Anfang übersehene oder versteckte Probleme usw., weshalb man seinen “Behandlungsplan” weiter anpasst und optimiert. Anstelle von 20 bestimmten Pflanzensorten, die irgendwo auf einer bestimmten Farm auf einem bestimmten Stück Land in Australien vielleicht optimal waren, können irgendwo, auf einem ganz bestimmten Stück Land in Deutschland für eine bestimmte Nutzpflanze, vielleicht 15 oder auch 50 andere Pflanzen in Kombination mit einer Mischung aus vielen anderen Mikroorganismen optimal sein.
      Die “20 Pflanzensorten” die Christine Jones wohl irgendwo erwähnt hat, stehen also nur für “möglichst viele verschiedenen Pflanzensorten”. D.h., war es nicht auch Christin Jones, die von einem Landwirt erzählt, der jede Menge Versuche mit verschiedenen Sorten durchgeführt hat, und der dann nach einer Zeit eine ziemliche Sammlung mit Saatgutresten hatte? Statt die Reste einfach wegzuwerfen hat er sie gemischt und auf einem Versuchsfeld ausgesät. Dieses Versuchsfeld hat dann das bei Weitem beste Ergebnis geliefert.

    2. Ebenfalls interessant wäre es, so einen "kaputten" Boden mit verschiedenen Konzentrationen v. ClO2 zu behandeln.

      Letztlich ist der in seiner Gesamtheit ja ebenso ein "Organismus" , wie wir das sind. Bekannt ist z.B. dass anaerobe Mikroorganismen Schwefel zu Schwefelwasserstoff verstoffwechseln, der für aerobe Organismen extrem giftig ist.

      -Und ClO2 macht den Anaeroben selektiv den Garaus., was u.a. für unsere Darmflora sehr günstig ist.

      Ebenso wäre das verml. bei Schweinen in der Massentierhaltung der Fall, deren "Gülle" ja mit ein Grund für die Zerstörung der Bodenfruchtbarkeit ist.

      LG, franz

      1. Franz Hegele

        In der Natur gibt es auf Dauer immer die Tendenz zum Gleichgewicht. In einem guten Humus werden sich aerobe als auch anaerobe Bakterienstämme finden.

        Jedes Bakterium hat seine Aufgabe. In einem gesunden Humus finden sich auch unzählige Kleinlebewesen. Da wimmelt es richtig. Und er duftet. So ähnlich wie Waldboden.

        In unseren heutigen Agrarlandschaften werden sie sich schwer tun solche Böden zu finden. Die meisten sind sprichwörtlich "tot". Da riecht nichts, da wimmelt auch nichts. Ohne Dünger- und Pestizideinsatz wächst dort auch nichts Verwertbares mehr. Noch dazu ist der Boden durch Maschineneinsatz extrem verdichtet. Bei starkem Regen steht das Wasser auf den Feldern.

        Jeder mit offenen Augen und freier Nase kann den Zustand der landwirtschaftlichen Böden beurteilen. Dafür braucht es keine hoch komplizierten mikrobiologischen Untersuchungen.

        Im Gegensatz zu den modernen Landwirten bin ich ein Gärtner, der seinen Humus noch selbst herstellt. Einen der duftet und in dem es vor Kleinstlebewesen nur so wimmelt.

        Hier mehr dazu:

        https://t.me/achsoeinschwarzesSchaf/14

        https://t.me/achsoeinschwarzesSchaf/15

        Es wird sicher nicht lange dauern bis findige Gärtner das gärtnerische Potential von CLO2 heraus gefunden haben. Ob es die Rettung der konventionellen Landwirtschaft sein wird, daran hege ich doch große Zweifel.

         

         

        1. @ FreiMut 12. FEBRUAR 2021 UM 20:40 UHR

          Re: Ob es die Rettung der konventionellen Landwirtschaft sein wird, daran hege ich doch große Zweifel.

          Da gibt es auch nichts zu retten.

          Schon  das Framing "konventionelle" war doch von Anfang an eine dreiste Propagandalüge der AgrarIndustrie

          – Suggeriert sie doch: Althergebracht, traditionell (was ja als Synonym von diesen "Interessieret Kreisen" immer noch verwendet wird, um die Message zu transportieren: "So wie die Alten sungen, zwitschern auch die Jungen."

          -Von wegen: Wenn da was zwitschert und quietscht, dann sind das die Alten, die in ihren Gräbern rotieren, weil ihre nichtsnutzige Nachzucht derart skrupellos das Erbe der Väter, das man ihnen zu treuen Händen übergeben hat, dem Götzen "Fortschritt" opfert.

          Dieser Fortschritt besteht aus einem klimatisierten Arbeitsplatz in einem Traktor, der auf jeden Fall mehr PS haben muss, als der vom Nachbarn, damit man beim Erntedankfest wieder das traditionelle "Bremswognziang" gewinnt. Zünftig in der traditionellen Wies'n Tracht aufgemaschelt. (Heuer allerdings schon wieder nicht… es ist doch kein Schaden, wo nicht auch ein Nutzen ist. laugh)

          – Nur kann man ihnen das noch nicht einmal wirklich übel nehmen, weil wir doch allesamt diesen Ruin unserer Lebensgrundlagen nach Kräften fördern.

          So sad.

           

  2. Hallo Christoph!

    Schaut Euch doch das Neueste von Christine Jones an. Gerade einmal zwei Tage alt. Vimeo.com/510819637

    Viele Grüße

     

    Kristian

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